Konstruktiver Austausch mit Oberbürgermeister Jürgen Dupper

Passau. Auf Einladung von Oberbürgermeister Jürgen Dupper trafen sich die Delegierten der Passauer Seniorenvertretung zu ihrer turnusgemäßen Versammlung im Kleinen Rathaussaal. Das Gremium setzt sich aus Vertretern der Wohlfahrtsverbände, der Seniorenclubs, der Seniorenheime und der Bevölkerung zusammen.

Zunächst erfolgte ein Bericht der städtischen Fach- und Anlaufstelle für ältere Menschen zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres. Demnach wurde auf Initiative von Oberbürgermeister Jürgen Dupper ein Demenznetzwerk mit Vertretern einschlägiger Einrichtungen gegründet. Ziel ist, die Situation für Betroffene und deren Angehörigen zu verbessern. Erste Aktionen fanden bereits im Rahmen der 1. Bayerischen Demenzwoche im September statt. Zusammen mit der Städtischen Musikschule wurde außerdem ein Seniorenmusikkonzept erarbeitet. Das erweiterte Musikschulangebot spricht nun explizit auch Seniorinnen und Senioren an. Großer Resonanz erfreut sich nach wie vor die Wohnberatung. 13 Umbauprojekte wurden begleitet, zudem gab es eine Informationsveranstaltung und Auskünfte zu den zahlreichen Anfragen bezüglich möglicher Förderprogramme. Ebenso bewährt hat sich die Nachbarschaftshilfe der Stadt Passau, die 250 Mal im Einsatz war. Ferner stand das Thema Altersarmut auf der Agenda, etwa hinsichtlich der Bearbeitung von Anträgen auf Unterstützung, der Auszahlung bewilligter Gelder und der Verwaltung von Spendenanfragen.

Sehr gut angenommen wurde das Seniorenveranstaltungsprogramm der Stadt Passau. Bei 48 Veranstaltungen waren insgesamt 3536 Teilnehmer zu verzeichnen. Ein Highlight stellte zweifelsohne die Seniorenschifffahrt dar, die zum 25. Mal durchgeführt wurde. Beratung und Hilfe bei Anträgen mit Blick auf Pflege, Behinderung, Gebührenbefreiungen und diverse Alltagsfragen bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Im Rahmen der Pflegebedarfsplanung wurden neue Angebote akquiriert sowie Initiativen zu „Wohnen im Alter“ und Tagespflege-Einrichtungen unterstützt. Weiterhin erfolgte die Aufnahme neuer Kooperationen, etwa mit der Deutschen Angestellten-Akademie, der Deggendorfer Zweigstelle des Vereins Lichtblick Seniorenhilfe und dem Landesverband Bayern der Deutschen Alzheimergesellschaft.

Für das laufende Jahr sind ein Infostand auf der Dreiländermesse „Passauer Frühling“, die Beteiligung an der 2. Bayerischen Demenzwoche, die Erarbeitung einer Präsentation zu technischen Hilfsmitteln für die eigene Wohnumgebung für Seniorenclubs und die Erarbeitung einer Checkliste „Sicheres Wohnen im Alter“ geplant. Weiterentwickelt wird auch das Seniorenpolitische Gesamtkonzept der Stadt Passau. So soll die finanzielle und ideelle Unterstützung der Altenclubs vor Ort als wichtiges Angebot für ältere Menschen in den Stadtteilen ausgebaut und ein Konzept zum Thema „Stärkung von Stadtteilzentren und Familienzentrum“ erstellt werden. Im Fokus stehen außerdem die Bereiche Mobilität, Altersarmut und Vereinsamung im Alter.

Situation der stationären Altenhilfe in Passau stand als Nächstes auf der Tagesordnung, ehe die Delegierten die Gelegenheit hatten, Fragen zu stellen. Die Beantwortung erfolgte entweder umgehend oder wurde nach Prüfung durch die jeweils zuständige Fachstelle im Nachgang zugesagt. Abschließend dankte Oberbürgermeister Jürgen Dupper den Anwesenden für den konstruktiven Austausch.

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