Laurenz Jakob (Mitte) mit Renate Wasmeier und Sandro Pfeiffer (Foto: Stadt Deggendorf)

Outdoor ‚fit und beweglich‘ in Deggendorf

Trimm-dich-Pfad Konzept von Studierendem Laurenz Jakob wird realisiert | Offizielle Übergabe der Bachelorarbeit an die Stadt Deggendorf

Deggendorf. Am Anfang stand die Idee, die nach und nach mehr Begeisterung bei Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und schließlich auch bei der Regierung von Niederbayern fand: ein Trimm-dich-Pfad für den Donaupark, der über die Bogenbachwege zum Stadtpark und zurück führt. Die Idee dazu hatte Kerstin Berger, die im vergangenen Jahr aus der Not eine Tugend machte und auf den Deichgärten und im Donaupark kurzerhand einen Selfmade-Trimm-dich-Pfad an bestehendem Stadtmobiliar einrichtete. Auf ihre Initiative wurde Oberbürgermeister Dr. Christian Moser über die sozialen Medien aufmerksam und entwickelte die Idee eines Trimm-dich-Pfades ganz ohne zusätzliche Geräte über die beliebte Jogging-Strecke entlang des Bogenbaches weiter.

Mit dem Studiengang der Sportwissenschaften existiert an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) entsprechendes Know-How zur wissenschaftlichen Konzipierung eines solchen Trimm-dich-Pfades. Schließlich muss geeignetes Stadtmobiliar gefunden und entsprechende Übungen geplant werden. Es bedarf eines ausgewogenen Mix aus Dehnungs-, Kraft- und Ausdauerübungen. Zudem muss darauf geachtet werden, möglichst alle Muskelgruppen zu beanspruchen, um ein Full-Body-Workout zu bieten.

Mit Laurenz Jakob, Bachelor-Student der Sportwissenschaften, wurde ein engagierter junger Mann gefunden, der im Rahmen seiner Bachelorarbeit bereit war, das Konzept für den Trimm-dich-Pfad zu entwickeln und den Realisierungsprozess zu begleiten. So waren viele Abstimmungstermine und Begehungen notwendig, die Laurenz Jakob zusätzlich zu seinem Studium wahrnahm.

Zwischen Donaupark und Stadtpark werden nun auf einer Gesamtlänge von rund 4,5 km insgesamt 16 Stationen eingerichtet. Dabei kommen etwa Parkbänke, Findlinge oder Treppenabsätze zum Einsatz. Die Übungen erstrecken sich dabei von Balance und Koordinationsfähigkeit, über klassische Kraftübungen bis hin zu Chi-Gong am ruhigen Bachufer. Die einzelnen Stationen werden über eine kurze Joggingstrecke von wenigen hundert Metern miteinander verbunden und werden dank der abgestimmten Beschilderung leicht zu finden sein. Durch die Brücken über den Bogenbach kann die Strecke individuell verkürzt werden. Auch verweist der Pfad auf weitere Strecken und Orte, wie etwa den Bewegungsparcours im kleinen Stadthallenpark.

Der Trimm-dich-Pfad wird zusätzlich auch digital nutzbar sein. Auf jeder Stations-Tafel wird ein QR-Code angebracht, der auf das entsprechende Übungs-Video verlinkt. Der Nutzer wird dabei sowohl visuell als auch über eine Audiospur perfekt auf die Übung vorbereitet.

Den Trimm-dich-Pfad wird es darüber hinaus auch als kleinen Parcours, der sich ausschließlich über fünf Stationen im Donaupark erstreckt, geben. Diese werden vollständig barrierefrei sein. Gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Deggendorf Sebastian Schraufstetter wurden zusätzliche Übungen speziell für Rollstuhlfahrer entwickelt. Die Regierung von Niederbayern zeigte sich vom Konzept des gerätelosen Trimm-dich-Pfades begeistert und hat eine Förderung des Projekts bereits in Aussicht gestellt.

Laurenz Jakob übergab Bürgermeisterin Renate Wasmeier und dem Persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters Sandro Pfeiffer offiziell seine Bachelorarbeit. Die Stadt Deggendorf dankte ihm für sein Engagement mit einem kleinen Präsent.