Stadtpfarrer Martin Neidl und Oberbürgermeister Dr. Christian Moser stehen auf dem Platz „An der Friedenseiche“ (Foto: Stadt Deggendorf)

Deggendorfer Friedenseiche wird 150 Jahre

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Straßenumbenennung in „An der Friedenseiche“ zur besseren Erkennung in Navigationssystemen und digitalen Suchplattformen

Deggendorf. Vor 150 Jahren, am 12. März 1871, begann die Geschichte der Deggendorfer Friedenseiche. Mit dem Friedensfest wurde 1870/71 die Beendigung des deutsch-französischen Krieges gefeiert. Im Rahmen dessen wurde nach einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche eine junge Eiche gepflanzt. Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Festzug zum freien Platz zwischen Pfarrkirche und Donaubrücke, wo in weihevoller Zeremonie eine junge Eiche gepflanzt wurde, die Friedenseiche, die zum Namensgeber der heutigen großen Kreuzung geworden ist.

Die Friedenseiche in Deggendorf am Fuße der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht an der umgangssprachlich nach ihr benannten Kreuzung (Hans-Krämer-Straße, Hengersberger Straße, Untere Vorstadt und Hauptstraße) und ist eine in der Bürgerschaft, bei ihren Vereinen, in den Medien und generell im öffentlichen Sprachgebrauch gebräuchliche Ortsangabe. Sie wird in regionalen touristischen Broschüren verwendet, ist Treff- und Ausgangspunkt von Wanderungen, Exkursionen und Pilgermärschen und Verkehrsmeldungen beziehen sich ebenso auf sie wie die Einsatzberichte von Polizei und Feuerwehr. Jedoch war der Platz nicht digital identifizierbar und somit nicht im Navi zu finden.

Nach der gebräuchlichen Ortsangabe „An der Friedenseiche“ findet nun die offizielle Umbenennung des Platzes statt. Zeitgleich wurde ein Gedenkstein, versehen mit einer Tafel zur Würdigung an den dortigen Baum platziert. Die bekannte Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt trägt nun die Adresse „An der Friedenseiche 1“.