130. Geburtstag des Ehrenbürgers Andreas Maderer

Andreas Maderer bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Jahr 1959 (Foto: Stadt Deggendorf)
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Deggendorf. Heute, am 11. Mai vor 130 Jahren wurde der Ehrenbürger der Stadt Deggendorf, Andreas Maderer, in Schirndorf Kreis Nabburg / Oberpfalz geboren. Andreas Maderer lebte und wirkte seit 1933 bis zu seinem Ableben am 5. Juli 1959 als Bürger in der Stadt Deggendorf. Während Maderer von 1933 bis Kriegsende infolge der bestehenden politischen Verhältnisse sich ausschließlich seinem Beruf als Lehrer an der bisherigen Oberrealschule widmete, begann er sich daneben nach Kriegsschluss auch dem politischen Leben zuzuwenden.

Nachdem er im April 1945 durch persönlichen mutigen Einsatz die Stadt vor der unmittelbar drohenden Vernichtung bewahrt hatte, bestellte ihn die Besatungsmacht am 1. Bürgermeister der Stadt. Maderer versuchte in dieser Stellung – soweit dies bei den damaligen Verhältnissen überhaupt möglich war – mit Umsicht und Tatkraft Ordnung in das Chaos dieser Tage zu bringen. Es war nicht leicht und vor allem nicht gefahrlos, damals Beauftragter der Besatzungsmacht zu sein. Dass Maderer kein willenloses Werkzeug dieser Besatzungsmacht war, sondern bewusst und gewollt seine eigenen Wege ging, zeigte die mehrmonatliche Gefängnisstrafe, die er sich wegen Befehlsverweigerung im Jahr 1946 zuzog. War mit dieser Inhaftnahme seine unmittelbare Tätigkeit für die Stadt selbst zunächst zu Ende, so setzte sich Maderer seine politische Laufbahn auf höherer Ebene nach seiner Freilassung fort. 1946 wurde er als Abgeordneter der CSU für den Stimmkreis Deggendorf in den Landtag gewählt, und er war Mitglied dieses Gremiums bis zum Jahr 1950. Während dieser Zit hat er sich tatkräftig für die Belange seines Stimmkreises eingesetzt. Daneben vernachlässigt Maderer in dieser Zeit keineswegs seine hauptberufliche Tätigkeit, nämlich die Führung und Leitung der Oberrealschule, die ihm in der Zwischenzeit als Oberstudiendirektor übertragen worden war.

Im Jahr 1948 gründete man in Deggendorf den Kulturverein, eine Vereinigung, die in der Zwischenzeit aus dem Kulturleben der Stadt Deggendorf nicht mehr wegzudenken ist. Auch bei der Gründung dieses Vereins war Maderer maßgeblich beteiligt, und so wurde er damals bereits zum 1. Vorsitzenden gewählt, was er dann auch bis zu seinem Lebensende geblieben ist.

Die letzte Ehre wurde ihm erwiesen, als er am 8. Juli 1959 in Altendorf bei Nabburg von vielen Kollegen, Freunden und Bekannten zur letzten Ruhe begleitet wurde.