Landrat Gruber tauscht sich mit Busunternehmer zu ÖPNV-Anliegen aus

Philippsreut/Freyung. „Ich freue mich auf eine kleine Tour durch unseren schönen Landkreis“, lacht Landrat Sebastian Gruber beim Einstieg in die Linie 403 zwischen Freyung und Kreuzberg.

Diese bedient seit vielen Jahren das Busunternehmen Seine Reisen aus Philippsreut, neben den Linien 401/402. Vorrangig fährt der Unternehmer Björn Seine auf dieser Strecke Schüler, seit 2017 ist er innerhalb seines Gebiets auch für die Rufbusse, die über die Mobilitätszentrale des Landkreises Freyung-Grafenau im Landratsamt aufschlagen, zuständig. „Die Auslastung liegt mit bis zu 50 Prozent deutlich über den Erwartungen – das Rufbussystem wird gerade bei uns im Eck Philippsreut, Mauth, aber auch Richtung Hinterschmiding bis runter nach Freyung stark angenommen“, so Seine weiter.

Im Jahr 2014 hat er das kleine Familienunternehmen von seinem Vater Klemens Seine übernommen. Sowohl Eltern, als auch ein weiterer Fahrer und Aushilfskräfte packen mit an. „Vom Reisebus bis zum Taxi haben wir alles was das Reiseherz begehrt – fahren Schüler, Vereine und Urlauber und bedienen eben die Rufbuslinien.“ Nach gut eineinhalb Jahren zieht der Busunternehmer ein größtenteils positives Fazit: „Es hakt nur noch an kleineren Ecken und Kanten.“ So sei es an der Zeit, nach und nach die Fahrpläne an den Haltestellen zu aktualisieren, die Verlegung oder auch Rentabilität einzelner Haltestellen sei zu überdenken und auch finanzielle Anpassungen im Rahmen der Pauschalen für die beteiligten Busunternehmen innerhalb des Linienbündels seien aus seiner Sicht vorzunehmen.

„Die Umstellung auf das Rufbussystem hat grundlegende Veränderungen des ÖPNV mit sich gebracht. Nach einigen Startschwierigkeiten sind wir mittlerweile in einer Phase in der es gut funktioniert und vor allem auch gut angenommen wird“, zieht auch Landrat Gruber sein Fazit. Nun gehe es darum Potentiale weiter auszuschöpfen. „Wir sind an einer Verbesserung der Lesbarkeit im Rahmen der Auskunftssysteme dran – hier spielt natürlich auch die Digitalisierung eine wesentliche Rolle“, so Gruber weiter, der sich auf seiner Probefahrt zwischen Freyung und Kreuzberg in der ersten Reihe, auch ein Bild von der aktuellen Situation am Busbahnhof und dem Schulzentrum macht – gemeinsam mit dem zuständigen Sachgebietsleiter für Finanzverwaltung und ÖPNV, Michael Atzinger, und Philippsreuts Bürgermeister Helmut Knaus.