„Wir laufen auf ein großes Problem zu“

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    CSU-Landtagsabgeordnete Taubeneder und Waschler tauschen sich mit der Integrationsbeauftragten MdL Brendel-Fischer und weiteren Mandatsträgern und Vertretern der Mittelstandsunion Passau zur Beruflichen Bildung aus

    München / Passau. „Wenn die Heizung nicht mehr geht, das Dach leckt oder die Fenster getauscht werden müssen, dann werden wir bald das Problem haben, keine Handwerker mehr ins Haus zu bekommen“, gibt Klaus Fiedler, Kreisvorsitzender der Mittelstandsunion Passau im Gespräch mit den CSU-Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler sowie MdL Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung zu bedenken.

    Auf seine Intention wurde ein gemeinsamer virtuell Runder Tisch einberufen, um die Thematik der Beruflichen Bildung stärker in den Fokus der Diskussion zu rücken – „denn die Lücken sind jetzt schon spürbar“, merkt Fiedler weiter an und bekommt Zustimmung von weiteren Gesprächspartnern gespiegelt, wie Bezirksrat Josef Heisl, der stellvertretenden Landrätin Cornelia Wasner-Sommer, Passaus Bürgermeister Armin Dickl, Patrizia Hager, der Integrationsbeauftragten des Landkreises Passau sowie auch Unternehmer Robert Soppart, Obermeister der Elektro-Innung Passau und Hussein Yamen vom Syrischen Kulturverein Passau e.V.

    Handwerker seien bereits heute Mangelware. „Im Handwerk sind keine Mitarbeiter verfügbar, erst recht keine Lehrlinge – es besteht akuter Handlungsbedarf“, wissen auch die CSU-Landtagsabgeordneten Taubeneder und Waschler aus diversen Gesprächen mit Unternehmern. „Wenn wir nicht gegensteuern, dann werden die Bürger keinen Handwerker mehr bekommen, wenn sie einen brauchen.“ Eine Problemlage, der man mit vereinten Kräften entgegensteuern müsse, macht auch Unternehmer Robert Soppart deutlich: „Wenn wir das nicht schaffen, werden wir auch ein großes regionales Problem bekommen.“ In Unternehmerkreisen wurden bereits erste Ansätze diskutiert, die funktionieren könnten: „Um Modelllösungen zu schaffen, brauchen wir jedoch die Unterstützung seitens der Politik.“ Der Heizungs- und Klimatechnikbetrieb in Aicha vorm Wald habe es bereits mit ausgelernten ausländischen Kräften probiert und erste Erfolge erzielt – „das funktioniert gut bei uns, aber ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht die finale Lösung.“ Die ausländischen Kräfte seien zwar sehr fleißig und höchst zuverlässig, jedoch mit europäischen Techniken wenig vertraut und daher nicht in der Lage, Führungspositionen zu übernehmen.

    „Der Fachkräftemangel ist ein eklatantes Problem, das wir besser gestern als heute anpacken müssen“, weiß auch Bezirksrat Josef Heisl, der von einer am Landratsamt Passau angesiedelten geplanten Arbeitsgruppe berichet, die künftig damit betraut werden soll, Fachkräfte zu bündeln und auch junge Menschen aus dem Ausland zu akquirieren.

    Auch im Arbeitskreis Bildung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag habe die Berufliche Bildung mit der Gewinnung von Fachkräften hohe Priorität, wie MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler berichtet. „Wir müssen hier auch den Blick der Eltern für die Berufliche Bildung weiten. Im Jahr 2022 wird die CSU-Landtagsfraktion bildungspolitisch hier klare Akzente setzen.“

    „Daneben müssen wir schauen, dass wir die jungen Menschen selbst besser erreichen und für die Berufliche Bildung begeistern können. Gemeinsam muss ein entsprechendes Image aufgebaut werden“, ist auch MdL Walter Taubender in seiner Funktion als Vorsitzender des Berufsschulverbands Passau überzeugt.

    Als Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung dankte MdL Gudrun Brendel-Fischer – sie ist selbst Mitglied des Arbeitskreises Bildung der CSU-Landtagsfraktion – für den gewinnbringenden Austausch und die Anregungen für ihre Arbeit in ganz Bayern. „Wir müssen hier inländisches, aber auch ausländisches Potenzial über beispielsweise eine stärkere Frachkräfteeinwanderung besser nutzen. Die Digitalisierung erfordert lebenslanges Lernen. Gerade hier benötigen wir einen unbürokratischen Zugang zu weitestgehend kostenlosen Weiterbildungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen. Wenn keine qualifizierten Fachkräfte da sind, kann der Standort in der Regel nicht gehalten werden“, wird die Abgeordnete deutlich und bittet in diesem Rahmen um ein zeitnahes Anschlusstreffen in Präsenz, um die Thematik weiter voranzutreiben.

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