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Freitag, Juni 21, 2024

„Wir brauchen eine Stärkung der Sonderpädagogik“

Lesestoff

MdL Waschler, Bezirksrat Heisl und Bürgermeister Dickl tauschen sich mit Schulleitern der Caritas-Förderzentren zur Zusatzausbildung zur Heilpädagogischen Förderlehrkraft aus

„Wir brauchen eine Stärkung, besonders der privaten Förderzentren, um auch künftig Lehrkräfte zu bekommen“, bringen es die Förderschul-Schulleiter Karl Bischof und Thomas Deschner in einem Gespräch mit MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Bezirksrat Josef Heisl und Bürgermeister Armin Dickl, auf den Punkt.

So habe die zuletzt verabschiedete Weiterbildungsmöglichkeit für Heilpädagogische Förderlehrer und Heilpädagogische Unterrichtshilfen zur Fachlehrkraft Sonderpädagogik zumindest bei den privat getragenen Förderzentren, wie es die Caritas-Förderzentren St. Severin-Schule und Don Bosco-Schule in Passau sind, für Gesprächsbedarf gesorgt. Die aktuellen Entwicklungen, die zwar eine Aufwertung der Heilpädagogischen Förderlehrer und Heilpädagogische Unterrichtshilfen bedeuten, würden jedoch an den privaten Förderzentren mit den Förderschwerpunkten geistige und körperlich-motorische Entwicklung zu Problemen führen. „Die Plätze für eine Ausbildung zum Heilpädagogischen Förderlehrer – die für uns so essenziell sind – werden künftig beschränkt sein“, erklärt Deschner im Gespräch mit MdL Waschler, dem bildungspolitischen Sprecher der CSU-Landtagfraktion. „Die bisherige zweijährige, berufsbegleitende Ausbildung wird durch die neue zweijährige Ausbildung zur Fachkraft für Sonderpädagogik ersetzt – und zwar bestehend aus einem Jahr Vorbereitungsdienst am Institut in Ansbach und einem angeschlossenen Dienstjahr im Beamtenverhältnis auf Probe“, erklärt der Schulleiter die Problematik.

Neben der Möglichkeit zur Verbeamtung sei die neue Weiterqualifizierung auch mit einer höheren Vergütung verbunden – „was grundsätzlich natürlich zu befürworten ist. Aber die Probleme der privaten Träger hinsichtlich des Lehrermangels bleiben“, ergänzt Karl Bischof. Die beiden Schulleiter befürchten, dass es künftig möglicherweise nur noch einen Ausbildungsplatz innerhalb eines Zeitraums von mehreren Jahren geben könnte. Sie setzen sich für den Erhalt der HFL-Ausbildung für die Förderschwerpunkte geistige und körperlich-motorische Entwicklung ein. Außerdem sei in Absprache mit den Tarifpartnern auch eine Höhergruppierung der bisher ausgebildeten Heilpädagogischen Förderlehrer anzustreben.

„Wir müssen an die Zukunft denken und uns entsprechend rüsten und bitten daher um eine nachhaltige Sicherstellung der Qualität des Unterrichts“, so die Förderschulvertreter gegenüber den Mandatsträgern.

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