Wiederansiedlung von Iris Sibirica im Naturschutzgebiet „Obere Ilz“

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    Naturpark-Gebietsbetreuer – Einsatz für Sibirische Schwertlilie

    Eines der blauen Wunder des Ilztales ist die Sibirische Schwertlilie. Aufgrund der vielfarbigen Blüten stammt der Name aus der griechischen Mythologie, in der die Göttin Iris die Personifizierung des Regenbogens darstellt. Heimisch war die Pflanze auf Feuchtwiesen, sumpfigen Au- und Waldwiesen in ganz Europa bis Sibirien. Auch als Wieseniris bezeichnet, erreicht die Pflanze Wuchshöhen bis 90 cm und ragt mit ihren kräftig violett blauen Blüten über die anderen Pflanzen heraus. Nicht nur bayernweit, auch bundesweite beruht der Rückgang der in der roten Liste Bayerns als gefährdet eingestuften Iris auf Wiesenentwässerungen und die Aufgabe der extensiven Nutzung, vor allem mit Verzicht auf späten Schnittzeitpunkt.

    Die Blütezeit der Iris beginnt im Ilztal Ende Mai und zieht sich weit in den Juni. Werden die Wiesen vorher gemäht kommt diese schöne Pflanze nicht mehr zur Blüte. Zur Samenreife müssen die Blütenstände sogar bis in den Oktober hinein stehenbleiben, weshalb bestimmte Bereiche bei der ersten Mahd mittels Absperrband ausgegrenzt werden. Bereits seit mehreren Jahren werden die autochthonen Nachzuchten im Ilztal auf Wiesen ausgebracht.

    Die Regierung von Niederbayern fördert diese Nachzuchten finanziell. In diesem Herbst konnten wieder über siebenhundert Exemplare ausgepflanzt werden. Ein weiteres blaues Wunder ist der Langblättrige Ehrenpreis oder Blauweiderich (Veronica longifolia), von dem ebenfalls wieder über einhundert Exemplare in diesem Jahr gepflanzt wurden. Damit die Besucher des Naturschutzgebietes diese Pflanzen auch erleben können, werden direkt am Wanderweg zwischen der Schrottenbaummühle und Fürsteneck zwei Fotopoints eingerichtet, mit der Bitte, das Wegegebot im Naturschutzgebiet zu respektieren und nicht in die Wiesen zu laufen.

    (v.l.) Naturpark-Rangerin Samantha Biebl, Botanikexperte Wolfgang Diewald und Naturpark-Gebietsbetreuer Stefan Poost (Foto: Stefan Poost, Naturpark Bayerischer Wald e.V.)

    Im Rahmen des Jahresprogrammes des Naturparks Bayerischer Wald e.V. werden im ganzen Naturparkgebiet Führungen von Rangern und Gebietsbetreuern angeboten, an denen den Teilnehmern die Maßnahmen zur Landschaftspflege und besonderer Maßnahmen für gefährdete Arten nähergebracht werden. Dem Artenschwund entgegenzutreten ist nicht Aufgabe kommender Generationen, die jetzige hatte sich dies schon 1992 bei Konferenz in Rio mit der Forderung zur Nachhaltigkeit zur zentralen Aufgabe gemacht, dass kommenden Generationen der gleiche Zugang zu allen Ressourcen möglich sein muss wie der derzeitigen. Eine spezielle Führung zu den blauen Wundern im Ilztal findet hierzu im Juni 2022 statt, in der Hoffnung, dass zu der Zeit etwas blüht.

    Blauweiderich (Foto: Stefan Poost, Naturpark Bayerischer Wald e.V.)

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