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Vier neue Familienpaten für den Landkreis Freyung-Grafenau

Katrin Schätzl und Pia Meier von der koordinierenden Kinderschutzstelle (Familienbüro/KoKi) im Landratsamt haben vor kurzem vier interessierte Familienpaten-Bewerber an zwei Nachmittagen geschult.

Bei der Qualifizierung konnten verschiedene Aufgabenfelder der Paten besprochen und insbesondere auch versicherungs- und datenschutzrechtliche Themen geklärt werden. Erörtert wurden dabei auch die unterschiedlichen Phasen einer Patenschaft und die Grenzen, mit denen die Ehrenamtlichen in der täglichen Arbeit mit den Familien konfrontiert werden.
Familienpaten gehen üblicherweise in Familien, die sich vorübergehend in einer belastenden Situation befinden und denen keine ausreichende Hilfe durch Verwandte, Freunde und Nachbarn zur Verfügung steht. Sie schlüpfen daher oft in die Rolle von „Ersatz-Tanten“ oder „Ersatz-Onkeln“.
Ihre Aufgabe ist es dabei, die Familie eine befristete Zeit lang zu unterstützen bis sich die schwierige Lage entspannt. Dies geschieht beispielsweise durch Spielen mit den Kindern, basteln, Ausflüge gestalten, die Familie bei Ämtergängen/Terminen begleiten, beim Ausfüllen von Formularen helfen oder durch das Anbieten von praktischer Begleitung bei der Kindererziehung oder Haushaltsführung.

Von links nach rechts: Pia Meier und Katrin Schätzl von der KoKi, die neuen Familienpatinnen Ingrid Haidn, Katrin Hansen, Kirsten Schill und Christine Gogolok (Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)
Von links nach rechts:
Pia Meier und Katrin Schätzl von der KoKi, die neuen Familienpatinnen Ingrid Haidn, Katrin Hansen, Kirsten Schill und Christine Gogolok (Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)

Die Patenschaft ist meistens auf sechs Monate angelegt, kann aber bei Bedarf oder auf Wunsch von beiden Seiten verlängert oder verkürzt werden. In der Regel sind die Familienpaten 2 bis 4 Stunden pro Woche in „ihrer“ Familie.
Jede Patenschaft ist anders, je nachdem welche Unterstützung eine Familie benötigt und haben möchte. Auch der Charakter des Paten und seine persönliche Lebenserfahrung spielen dabei eine große Rolle. Die „Chemie“ muss stimmen, damit eine Familienpatenschaft gelingen kann und ein Vertrauensverhältnis erwächst. Der Pate geht dann gern in die Familie und die Familie kann dann die Unterstützung des Paten annehmen und umsetzen, um bald ein tragfähiges soziales Netz zu entwickeln.
Katrin Schätzl und Pia Meier vom Familienbüro/KoKi sind für die Koordination der Patenschaften verantwortlich. Sie sind Ansprechpartner für Paten und Familien und freuen sich sehr über die neuen Familienpaten.
Wenn Sie die kostenlose Unterstützung eines Familienpaten in Anspruch nehmen möchten, oder selbst gerne Familienpate werden möchten, können Sie sich unverbindlich über die Telefonnummer: 08551/57151 (Familienbüro/KoKi) oder unter der E-Mailadresse: koki(at)lra.landkreis-frg.de informieren.

(Pressemitteilung, Landratsamt Freyung-Grafenau v. 03.03.2016)