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Samstag, Februar 24, 2024
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„Uns steht ein Millionenprojekt ins Haus“

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Fürstensteins Bürgermeister empfängt Bauminister Bernreiter und regionale Mandatsträger, um neues Großprojekt vorzustellen

Fürstenstein / München. Bereits im Voraus lang angekündigt, hat Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, sein Versprechen gehalten und ist für einen Gemeindebesuch nach Fürstenstein angereist. Gemeinsam mit den regionalen Mandatsträgern MdB Thomas Erndl, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bezirksrat Josef Heisl hat er sich dort über aktuelle Anliegen der Kommune ausgetauscht.

„Wir haben noch aus meiner Zeit als Bundeswahlkreisvorsitzender eine enge persönliche Verbindung, und natürlich bin ich sowieso sehr gerne in der Heimat unterwegs“, unterstrich Staatsminister Bernreiter seine Freude auf den Besuch in der Gemeinde Fürstenstein. Dabei hatte die Delegation zunächst einen Blick auf das frisch sanierte Gemeindezentrum geworfen, das für knapp 1 Million Euro energetisch saniert wurde. „Wir haben die Fensterelemente gegen energieeffiziente aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz ausgetauscht, den Kaltdachstuhl nach oben abgedichtet, eine kleine PV-Anlage samt Batteriespeicher und eine Luft-Wärmepumpe installiert“, gab Bürgermeister Stephan Gawlik Einblick in die Maßnahmen. Nun freue man sich auf die Auszahlung des Zuschusses in Höhe von 75 Prozent der förderfähigen Kosten. „Ein Lob und Dank für die Auflage der für uns wichtigen Förderprogramme, ohne die eine Umsetzung solcher Projekte gar nicht möglich wäre“, bilanziert Gawlik weiter und verweist in diesem Zusammenhang gleich auf die nächste anstehende Maßnahme.

Ein Großprojekt mit Leuchtturmwirkung

So steht in der Gemeinde Fürstenstein die Generalsanierung der Dreifachturnhalle samt Seminarraum, Jugendzentrum und der Umnutzung einer Hausmeisterwohnung an. „Wir können nicht mehr länger warten. Der Hallenboden gibt stark nach, und auch energetisch ist es dringend nötig“, so Gawlik. Auch diese Maßnahme wäre ohne Förderprogramm für die finanziell klamm dastehende Gemeinde nicht zu stemmen, da letztlich aufgrund der aktuellen Kostensteigerung auf dem Bausektor bis zu 8 Millionen Euro an Gesamtkosten im Raum stehen. „Für dieses Projekt greifen mehrere Förderprogramme ineinander: FAG, der Bund finanziert kräftig mit, das Land und nun werde noch geprüft, ob eventuell auch der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) greifen kann“, erläuterte Rolf-Peter Klar, Leitender Baudirektor bei der Regierung von Niederbayern. „Man muss Förderprogramme oft zusammenbauen und kombinieren, um das beste Ergebnis zu erzielen“, bekräftigte auch der Staatsminister die Sinnhaftigkeit und den hohen Stellenwert der Fördertöpfe.

Der Bund hat mit eindringlichem Zutun von MdB Thomas Erndl bereits eine Förderung von 1,8 Millionen Euro aus dem „Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zugesagt. „Da macht es natürlich auch etwas aus, dass Fürstenstein einen sehr rührigen und hartnäckigen Bürgermeister hat“, so Erndl. MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, der Maßnahmen in Fürstenstein stets von Beginn an unterstützt und mitträgt, weiß von den oft intensiven Gesprächen im Bayerischen Landtag – „Stephan Gawlik hat auch gegenüber dem damals noch amtierenden Finanzminister Markus Söder Kante gezeigt und tritt stets für seine Anliegen ein“, so der CSU-Stimmkreisabgeordnete in Anekdotenlaune.

Letztlich könne sich durch die Kombination der Programme eine interessante Förderkulisse für das Großprojekt ergeben. „Die Turnhalle brennt uns unter den Nägeln und muss zeitnah angepackt werden“, appellierte Gawlik an die Staatsregierung, die Fördermittel in keinem Fall zu kürzen. „Als Gemeinde brauchen wir dieses Geld.“

Die Bedeutung der dringend anstehenden Maßnahmen stehe außer Frage. „Die Halle ist nicht nur für Fürstenstein wichtig, sondern auch für den Breitensport in der Region – ich kann mich selbst noch an die Zeit erinnern, als wir in Fürstenstein Fußball gespielt haben“, so auch Bezirksrat Josef Heisl. „Ein Großprojekt mit Leuchtturmwirkung“, war man sich im Rahmen des Austauschs letztlich einig.

Weiteres und wichtiges Thema war der überbordende Bürokratismus, den Bürgermeister Gawlik und Geschäftsleiter Tobias Klessinger anprangerten. Dieser lähme zusehends die ohnehin immer komplexer und umfangreicher werdende Verwaltungsarbeit. MdL Waschler hat sich in dieser Sache bereits Anfang September mit einem Schreiben an Ministerpräsident Söder sowie den Beauftragten für Bürokratie der Bayerischen Staatsregierung, MdL Walter Nussel, gewandt und um Prüfung einer stärkeren Entbürokratisierung durch umfassende Praxis-Checks von Förderprogrammen auf Landes-, Bundes und Europaebene sowie bei der Einstellungspraxis an Schulen, gebeten.

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