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Tag des Wassers am 22. März

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Trinkwasserverbrauch pro Kopf und Tag in Bayern von 2010 bis 2019 um mehr als fünf Liter gestiegen

Fürth. Nach Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden von den öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen und Betrieben aller Wirtschaftsbereiche in Bayern im Jahr 2019 knapp 2,8 Milliarden Kubikmeter Wasser gewonnen, darunter gut 1,5 Milliarden Kubikmeter Fluss-, See- und Talsperrenwasser und knapp 881 Millionen Kubikmeter Grundwasser. Seit 2010 hat die Wassergewinnung aus Fluss-, See- und Talsperrenwasser, davon im Besonderen beim Flusswasser, um 1,8 Milliarden Kubikmeter abgenommen. Die Entnahme von Grundwasser sank im gleichen Zeitraum dagegen nur leicht um rund 23 Millionen Kubikmeter.

Nach Abzug von Wasserverlusten, Wasserwerkseigenverbrauch und ungenutzt abgeleitetem Wasser wurden in Bayern im Jahr 2019 von den Betrieben aller Wirtschaftsbereiche und den privaten Haushalten insgesamt rund 2,6 Milliarden Kubikmeter Frischwasser eingesetzt. Insgesamt ist der Wassereinsatz damit seit 2010 um 40,6 Prozent, also 1,8 Milliarden Kubikmeter gesunken. Dieser starke Rückgang erklärt sich vor allem aus dem um rund 1,9 Milliarden Kubikmeter gesunkenen Wassereinsatz in der Energieversorgung. Hier besteht ein direkter Zusammenhang mit der Abnahme der Wassergewinnung aus Flusswasser. Grund für diese Entwicklung ist der Rückgang der Stromerzeugung aus Kernenergie und fossilen Brennstoffen. Nichtsdestotrotz blieb die Energieversorgung mit 1,0 Milliarden Kubikmetern, die überwiegend zu Kühlzwecken gebraucht wurden, der größte Wasserverbraucher im Jahr 2019.

Im Verarbeitenden Gewerbe einschließlich der Gewinnung von Steinen und Erden wurden rund 809 Millionen Kubikmeter eingesetzt, in der Landwirtschaft zur Bewässerung, soweit statistisch erfasst, dagegen nur knapp 35 Millionen Kubikmeter. Gegenüber 2010 stieg die Wasserabgabe an Haushalte und Kleingewerbe um rund 8,6 Prozent auf knapp 634 Millionen Kubikmeter. Der pro Kopf Verbrauch je Einwohner war im Jahr 2019 mit 134,2 Litern am Tag um 5,2 Liter höher als noch im Jahr 2010.

Der Wasserverbrauch im öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich führte im Berichtsjahr 2019 zu rund 1,8 Milliarden Kubikmetern Abwasser, das in bayerischen Kläranlagen behandelt wurde. Die Abwassermenge sank zwischen 2010 und 2019 um rund 3,5 Prozent. Neben behandeltem Abwasser leiteten bayerische Betriebe 1,5 Milliarden Kubikmeter Wasser direkt in Oberflächengewässer oder den Untergrund ein, davon stammten 981 Millionen Kubikmeter aus dem Sektor der Energieversorgung. Aufgrund des rückläufigen Wassereinsatzes in der Energieversorgung nahm die Direkteinleitung von unbehandeltem Abwasser zwischen 2010 und 2019 um 53,4 Prozent ab.

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