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Sonntag, April 21, 2024

Städtische Kläranlage: Erste Erweiterung der Photovoltaik-Anlage abgeschlossen

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Wallboxen für elektrische Dienstfahrzeuge wurden ebenfalls installiert

Passau. Der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen ist ein erklärtes Ziel der Stadt Passau, das auch im integrierten Klimaschutzkonzept festgehalten wurde. Kürzlich konnte mit einer ersten Erweiterung der Anlage auf den Gebäulichkeiten der Kläranlage in der Innstadt eine entsprechende Maßnahme erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Wir wollen seitens der Stadt Passau nicht nur überall dort, wo es machbar ist, Photovoltaik-Anlagen ermöglichen, sondern auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Da wir in gewissen Bereichen schon sehr lange auf diese Art der Stromerzeugung setzen, prüfen wir dort natürlich Erweiterungspotenziale wie etwa in der Kläranlage. Es ist sehr erfreulich, dass wir allein durch die aktuelle Maßnahme eine Leistungssteigerung von etwa 50 Prozent erreichen konnten. Und durch die Installation der Wallboxen sind wir an diesem Standort auch in Sachen E-Mobilität gut für die Zukunft aufgestellt.“

Bis dato erbrachte die bestehende Photovoltaik-Anlagen in der Kläranlage eine Leistung von knapp 50 Kilowattstunden pro Jahr. Durch die Erweiterung auf dem südwestlichen Dach des Blockheizkraft-Maschinenhauses sind nun gut 25 Kilowattstunden pro Jahr hinzugekommen. Da die Kläranlage diesen Strom ausschließlich selbst nutzt, kann damit der externe Zukauf weiter reduziert werden. Im Rahmen der Planungen wurde unter anderem die Verschattung genau untersucht, um eine optimale Platzierung sicherzustellen. Darüber hinaus erfolgte am Hauptgebäude die Installation von drei Wallboxen, die zum Laden der städtischen E-Fahrzeuge dienen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro. Da die Möglichkeiten für Photovoltaik in der Kläranlage noch nicht ausgeschöpft sind, ist bereits ein weiteres Projekt in Planung.

Das Ende Oktober 2021 vom Stadtrat beschlossene integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Passau sieht Maßnahmen unter anderem in den Bereichen Wärme, Strom, Verkehr und Treibhausgasemission vor. Erarbeitet wurden bereits 39 Leitprojekte, die in den nächsten drei bis fünf Jahren umgesetzt werden. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird neben der Wasserkraft auch auf den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen gesetzt. Man geht davon aus, dass unter Berücksichtigung der Dachflächenneigung und -ausrichtung etwa 30 Prozent aller Dachflächen im Stadtgebiet als Modulflächen genutzt werden können. Bis 2030 sollen davon 23 Prozent und bis 2050 45 Prozent realisiert sein. Hinzu kommt die Möglichkeit der Agri-Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Zielmarken liegen bei 13 Hektar bis 2030 und 68 Hektar bis 2050.

Die Stadt Passau möchte mit gutem Beispiel vorangehen und in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auch Impulsgeber für Haushalte und Wirtschaft sein. Mit Blick auf die erneuerbaren Energien ist neben den Aktivitäten in der Kläranlage beispielsweise die Grundschule St. Anton zu nennen, die seit Ende 2021 eine erneuerte Photovoltaik-Anlage nutzen kann.

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