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Montag, Juni 24, 2024

Staatlich anerkannte/r Erzieherin und Erzieher im Landkreis FRG

Lesestoff

Erster Jahrgang der Fachakademie für Sozialpädagogik wird empfangen

Grafenau. Am Außenstandort Schlag des Berufschulzentrums Waldkirchen wurden 42 Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs der Fachakademie für Sozialpädagogik begrüßt. Diese Akademie ist die erste und einzige staatliche Einrichtung in Niederbayern – es war ein langer Weg bis dahin. Schülerinnen und Schüler starten hier ihre Ausbildung zur staatlich anerkannte/n Erzieherin oder Erzieher. Zusammen mit der bereits bewährten Kinderpflegeausbildung am Standort Schlag entsteht damit praktisch ein soziales Schulzentrum.

Die klassische Variante der Erzieherausbildung bevorzugen 25 der Schülerinnen und Schüler. Der Rest entschied sich für die neue praxisintegrierte Vollzeitausbildung. Beide Ausbildungsvarianten dauern drei Jahre. Die Vollzeitausbildung setzt sich zu gleichen Teilen aus Theorie und Praxis zusammen. Hingegen sieht der klassische Weg zwei Studienjahre mit Block-Praktika und einjährigem Berufspraktikum vor. Im Rahmen der Ausbildung können die fachgebundene oder die allgemeine Fachhochschulreife bzw. die allgemeine Hochschulreife erworben werden. Damit wird der Übergang zum akademischen Bereich (Bachelor) möglich. Voraussetzung für die Ausbildung ist vor allem eine abgeschlossene Berufsausbildung im sozialen, pädagogischen, pflegerischen und rehabilitativen Bereich oder die zweijährige Ausbildung zur Kinderpflegerin.

Landrat Sebastian Gruber bezeichnete beim Empfang die neue Einrichtung als „Meilenstein für die Region“. Die Zukunftsaussichten des Erzieherberufs in der Region bezeichnet er als ‚bestens‘. „Erzieher werden händeringend gesucht“.

(Foto: MuW/r.demont)

Klassische Arbeitsgebiete sind Kindertagesstätten sowie Kinderkrippen. Dazu gibt es nunmehr eine steigende Nachfrage in Waldkindergärten, Montessori-Einrichtungen, Ganztagsbetreuung an Schulen, in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Therapeutischen Einrichtungen.

Die Schulleiterin Elvira Wudy-Engleder stellte ihr Team vor mit Standortleiter Robert Eberle, dessen Stellvertreter Christian Neumeier sowie Abteilungsleiterin Melanie Roider. Der Unterricht wird am Standort Schlag stattfinden und in der ehemaligen Schule in Neudorf, die zu diesem Zweck vom Landkreis angemietet wurde. Da dort die Möbel noch nicht ausgeliefert wurden, kann an diesem Standort erst später gestartet werden, erklärte die Schulleiterin.

Als letzter Redner meinte Standortleiter Eberle: „I gfrei mi, dass so viele gekommen sind“. Er meinte, dass alle eine gute Ausbildung und einen guten Abschluss bekommen. Es gibt bereits weitreichende Pläne. Man möchte das Angebot um ein Sozialpädagogisches Einführungsjahr erweitern. Dies wäre praktisch ein beruflicher Vorbildungsweg für die Erzieherausbildung. Voraussetzung ist ein mittlerer Schulabschluss. Nach dem Jahr kann dann die Ausbildung zur Erzieherin oder Erzieher begonnen werden.

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