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Freitag, Mai 24, 2024

Sprachkompetenz bei Kindern stärken und fördern

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„Vorkurs Deutsch 240“: Pädagogische Fachkräfte tauschen sich aus

Schönberg. Mit dem wichtigen Thema „Sprache“ und vor allem der besonderen Förderung und Unterstützung von Kindern beim Spracherwerb beschäftigten sich 45 pädagogische Kräfte aus Kindergarten und Grundschulen aus den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau bei einem Treffen an der Schönberger Grundschule. In erster Linie ging es um den Austausch, die rechtlichen Grundlagen sowie das persönliche Kennenlernen der Kooperationspartner bei der Zusammenarbeit und der Umsetzung des „Vorkurses Deutsch 240“.

Dieses Angebot ist ein vom Bayerischen Staatsministerium gefordertes und gefördertes Programm zur Unterstützung und Förderung des Spracherwerbs bei Kindern mit Deutsch als Erst- oder Zweitsprache. Es richtet sich an Kindern, bei denen im Rahmen eines Tests Unterstützungsbedarf beim Spracherwerb festgestellt wurde.

Bereits im 18. Jahrhundert stellte Wilhelm von Humboldt fest: „Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt“. Den Grundstein zur sprachlichen Entwicklung bei Kindern legen in erster Linie die Eltern. Durch den stetigen Kontakt in der vertrauten Umgebung zu Hause werden bereits im Babyalter wesentliche Kompetenzen zum Spracherwerb von Kindern erworben. Auch im weiteren Entwicklungsverlauf der Sprachentwicklung können Eltern viel dazu beitragen, dass eine Weiterentwicklung der Sprache beim Kind stattfindet, indem sie mit ihrem Kind über die Dinge reden, die sie sehen; Tiere, die Natur, indem sie mit ihnen singen und immer wieder auch unterschiedliche Begriffe für Gegenstände verwenden.

Um für möglichst allen Kindern in der Schule gleiche Startbedingungen zu schaffen, wird bereits im vorletzten Jahr vor der Einschulung in der Kindertageseinrichtung eine Sprachstandserhebung durchgeführt. Mittels der standardisierten Beobachtungsbögen Seldak (Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern) oder Sismik (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrationskindern) werden die Kenntnisse und Fähigkeiten der Kinder ermittelt. Kommen die pädagogischen Kräfte mittels der Auswertung der Beobachtungen zum Ergebnis, dass Unterstützungsbedarf bei Kindern erforderlich ist, folgt ein Gespräch mit den Eltern über die Aufnahme ihres Kindes in den „Vorkurs Deutsch 240“.

In regelmäßigen Entwicklungsgesprächen werden die Eltern über die Entwicklung sowie Auffälligkeiten oder Unterstützungsmöglichkeiten für ihre Kinder informiert. Nur mit der Zustimmung der Erziehungsberechtigten können Kinder in den Genuss des zusätzlichen Angebots kommen. Darin werden in alltagsintegrierten Situationen gezielte Angebote umgesetzt, die es den Kindern ermöglichen, sprachliche Kompetenzen dazuzugewinnen und ihren Wortschatz zu erweitern.

Für Kinder mit Verzögerungen im Spracherwerb ist es ein immenser Gewinn, in Kleingruppen eine gezielte, alltagsintegrierte sowie spielerische Förderung zu erhalten. Ziel des Ganzen soll sein, die Basiskompetenzen der Kinder sowie die sprachliche Entwicklung zu fördern und anzuregen, damit ein gelingender Übergang in die Folgeeinrichtung „Schule“ ermöglicht werden kann.

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