Schülerin aus Würzburg gewinnt Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken in Bayern

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    • DAK-Kampagne „bunt statt blau“ gegen das Rauschtrinken mit bundesweit 4.000 jungen Teilnehmenden
    • Gesundheitsminister Klaus Holetschek ehrt Bayerns Landessieger

    Memmingen / München. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich von Februar bis September bundesweit rund 4.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Bayern kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne von der 16-jährigen Schülerin Isabella Adelt vom Wirsberg-Gymnasium in Würzburg – sie wurde am 12. November zusammen mit den anderen Landessiegern in Memmingen geehrt. Gesundheitsminister Klaus Holetschek übergab als Schirmherr der Aktion in Bayern die Preise im Vöhlin-Gymnasium.

    „Alkoholkonsum kann vor allem bei jungen Menschen gefährliche Folgen haben – und das bereits in kleinen Mengen. Umso wichtiger ist es, möglichst früh über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu informieren. Wir fördern daher in diversen Projekten insbesondere mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol“, betont Bayerns Gesundheitsminister Holetschek.

    „Jugendliche sollen ohne erhobenen Zeigefinger den vernünftigen Umgang mit Alkohol lernen“, sagt Sophie Schwab, Leiterin der DAK-Landesvertretung Bayern. „Wenn Schülerinnen und Schüler im Zuge des Plakatwettbewerbs selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention auf Augenhöhe.“

    Siegerplakat von Isabella Adelt (Foto: DAK-Gesundheit/Wigger)

    Plakate sind Botschaften

    Die Idee hinter ihrem Plakat beschreibt die Landessiegerin Isabella Adelt so: „Mein Bild stellt mehrere Versionen von einer Person dar, die jeweils unter den negativen Auswirkungen von exzessivem Alkoholkonsum leidet und gleichzeitig noch mit ihrer ‚Originalversion‘ verbunden ist. Damit will ich zeigen, dass Alkohol in jungem Alter ein sehr großes Risiko darstellt, vor allem wenn man die Kontrolle über den Konsum verliert. Man kann regelrecht zu einer anderen Version seiner selbst werden. Auch wenn Alkohol zunächst harmlos wirkt, sollte man nicht vergessen, welche nachtragenden und gefährlichen Folgen ein unbedachter Umgang nach sich ziehen kann.“ Damit gewinnt sie den Hauptpreis von 300 Euro. Platz zwei geht an die 14-jährige Maria Reiter vom Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg. Der dritte Platz wurde zweimal vergeben: An Lucia Marx (14) vom Memminger Vöhlin-Gymnasium und an Johanna Czekalski (17) vom Gymnasium Maria Stern Augsburg.

    Ende November wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2021. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dank.de/buntstattblau.

    Rund 20.500 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

    Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts landeten 2019 bundesweit rund 20.500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Bayern waren es 3.897 Betroffene zwischen zehn bis unter 20 Jahren. Experten fordern weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb luden die DAK-Gesundheit und Gesundheitsminister Klaus Holetschek auch in diesem Jahr zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein.

    Selbstgestaltete Plakate wirken

    Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind tatsächlich für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer Online-Studie mit 1.273 Teilnehmenden ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von der Zielgruppe selbst gemalten „bunt statt blau“-Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

    Der Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Rauschtrinken fand in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Insgesamt haben seit 2010 rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbereich der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den Internationalen Deutschen PR-Preis.

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