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Freitag, Mai 24, 2024

Rotkäppchen und der böse Wolf?

Lesestoff

„Wie viele Wölfe verträgt das Land?“

Eine Fotofalle des Nationalparks Bayerischer Wald stellte im November 2016 die Existenz eines Wolfpaares fest. Im Juli dieses Jahres zeigte eine andere Fotofalle das Wolfpaar mit drei Jungen. Der erste Nachwuchs in Bayern seit 150 Jahren. Anfang Oktober brechen sechs Wölfe aus dem Tierfreigelände des Nationalparks bei Ludwigsthal aus.

Offensichtlich wurde hier von unbekannter Seite nachgeholfen, da ein Gattertor geöffnet wurde. Das Umweltministerium hat zur Klärung der Tat eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Erinnerungen werden wach an die Wolfausbrüche von 1976 und 2002. Schon damals kochten die Emotionen bei Wolfsgegnern und Tierfreunden gleichermaßen hoch. Der zwischenzeitlich verstorbene Wolf-Forscher Erik Zimen war zur damaligen Zeit selbst überrascht, wie viel Emotionen der Wolfsausbruch freisetzte.

In unserem Land, das sehr dicht besiedelt ist und Raubtiere dennoch duldet, sie sogar schützt, bricht ein Konflikt darüber auf, wie weit die Wildtierliebe reichen darf. Immerhin herrscht hinsichtlich der ausgebrochenen Gehege-Wölfe ziemliche Einigkeit, selbst von Seiten des Nationalparks. Diese Wölfe haben die Scheu vor den Menschen verloren. Wenn sie nicht eingefangen werden können, müssen sie erschossen werden. Bis dato sind drei von ihnen noch in Freiheit. Betrachtet man die derzeitigen Leserbriefe in den Zeitungen, sind viele Leser gegen die Wölfe. Zitat: „Die Wölfe haben in unserem Land keinen Platz und sollten abgeschossen werden.“
Immerhin verbreiten sich die Wölfe seit dem Jahre 2000 immer weiter. Die genannten Zahlen differieren teilweise etwas, aber man kann von ca. 50 Rudeln, 15 Paaren und einer Gesamtzahl von 400 bis 500 Wölfen reden. Der größte Feind des Wolfes ist das Auto. Experten erwarten eine rasche Vergrößerung des Bestandes.

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die neue Woche‘, Ausgabe KW 42/17.

(Bild: Teilnehmer der Podiumsdiskussion; von links: Dr. Walter Joswig, Referat Wildtiermanagement des Landesamtes für Umwelt, Florian Heyn, Schafzüchter aus Neuschönau, Max König, Vorsitzender Kreisjägerschaft Grafenau und Josef Beck sen. vom Hotel- und Gaststättenverband Freyung-Grafenau – Foto: MuW/r.demont)

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