Zu einem Gedankenaustausch über die Zusammenarbeit von Rotariern und städtischen Einrichtungen in der Corona-Krise empfing Oberbürgermeister Jürgen Dupper (links) eine Abordnung des Rotary-Clubs Passau-Dreiflüssestadt mit Präsidentin Ursula Reutner (rechts) an der Spitze im Rathaus (Foto: Rotary-Club Passau-Dreiflüssestadt)

Rotarier im Austausch mit OB Dupper

Passau. Zu einem Gedankenaustausch über die Zusammenarbeit von Rotariern und städtischen Einrichtungen empfing Oberbürgermeister Jürgen Dupper eine vierköpfige Abordnung des Rotary-Clubs Passau-Dreiflüssestadt im Rathaus. Dabei stellte zunächst die Rotary-Präsidentin Ursula Reutner die Passau bezogenen Aktivitäten ihres Clubs vor. Sie betonte, dass Rotary seinen Beitrag in der Pandemie leisten wolle, die meisten der rotarischen Projekte längerfristig und nachhaltig angelegt seien und vor allem Kinder, ältere Menschen und Kunst- und Kulturschaffende im Blick haben. So würden im jährlichen Turnus im Rahmen der groß angelegten „Kinder ins Glück“-Aktion insbesondere Lernpaten an Grundschulen unterstützt, hinzu kämen die Weihnachts- und Sommerferienbetreuungsaktion mit dem Kinderschutzbund Passau und das „Kinder ins Museum“-Projekt mit dem Museum Moderner Kunst. Für ältere Menschen gebe es unter anderem die Wunschbaum-Aktion zu Weihnachten. Erstmalig wurde zudem eine kleine Geschenkverteilung an die Mitarbeiter in den Passauer Pflegeheimen umgesetzt, erst in den letzten Monaten das besondere Engagement des Frauenhauses und der Tafel zu Corona-Zeiten mit Geldspenden unterstützt. Jährlich werden zudem die beiden Kulturpreise des RC Passau- Dreiflüssestadt in den Kategorien Bild und Ton vergeben und dabei zuletzt ein besonderes Augenmerk auf Künstler und Kulturschaffende gelegt, die mit künstlerischen Mitteln der Pandemie trotzen.

Dupper ging in dem Gespräch davon aus, dass es im ganzen Jahr 2021 noch keine Impfung für Kinder unter zwölf Jahren geben wird und daher auch der Umgang mit Kindern eine „offene Flanke“ in der Corona-Zeit bleibt. Er bedankte sich ausdrücklich für alle Aktivitäten in dieser Richtung. Auch die Stadt selbst werde sich um zusätzliches Personal bemühen, um den insgesamt erhöhten Personalaufwand auffangen zu können. Derzeit gebe es etwa 400 Bürger mit Grundsicherung im Alter, die ganz besonders, und vor allem auch psychosozial, unter der Pandemie leiden. „Wir werden noch lange mit deren Folgen zu kämpfen haben, nicht zuletzt im Hinblick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Frieden.“ Trotz der Dominanz der Pandemie, so Dupper, arbeite die Stadt Passau weiter an einem Klimaschutzkonzept. Gleiches gelte für das kommunale Dauerthema bestehend aus dem Dreiklang Arbeit, Wohnen und Handel. Auch wenn sich die Situation wieder entspannen sollte, könne man derzeit nur von einem gewissen Binnentourismus ausgehen. Beim Verkehr sollte nach Ansicht Duppers zwar der innerstädtische Rad-, Bus- und Fußgängerverkehr weiterhin kontinuierlich gefördert werden, gleichzeitig dürfe aber nicht übersehen werden, dass gerade für Passau das Auto auf absehbare Zeit ohne Alternative sei. Gleichwohl ist ein Stadt und Landkreis übergreifendes überregionales Radwegenetz im Konzeptionsstadium, auch ein ÖPNV-Verbund mit PARK+RIDE/PARK+BIKE-Plätzen mache Sinn. Zur Verbesserung der E-Mobilität habe sich die Stadt um Förderung durch die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bemüht.