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Sonntag, April 21, 2024

Rekord: Landkreis Passau steuert erstmals auf eine Million Urlauber zu

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Erste Jahreshälfte zeigt deutlichen Anstieg der Gästeankünfte – Trendbarometer der Tourismusgemeinden weist nach oben

Passau. Der Landkreis Passau steuert auf eines der erfolgreichsten Tourismusjahre seiner Geschichte zu. Setzt sich der Trend fort, werden bis Jahresende erstmals bis zu einer Million Urlauber das Passauer Land als Ziel gewählt haben (2015: 800.000). Mit diesen Zahlen kennzeichnete Landrat Franz Meyer bei der Eröffnung der „Rottalschau“ am Karpfhamer Fest den Landkreis als die „derzeit dynamischste Tourismusregion Bayerns“. Ein erstmals bei den 37 Mitgliedsgemeinden im Zweckverband Touristinfo Passauer Land durchgeführtes Trendbarometer weist dabei klar nach oben, die Prognosen für 2016 lauten nahezu einhellig gut bis sehr gut.

Bereits  der Januar 2016 zeigte mit 41.400 Gästeankünften ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bis Mai waren über 310.000 Urlauber in den Landkreis gekommen – das sind 11 Prozent  mehr als 2015. In Ostbayern insgesamt stieg dieser Wert um 6,7 Prozent, bayernweit um 5 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass der Trend anhalte und deutlich über den Zuwächsen anderer Tourismusregionen liege, sei die „Million in Reichweite“, wie der Landrat mit Blick auf die Jahresbilanz an Gästeankünften für 2016 erklärt. Damit werde das Passauer Land trotz bayernweit zurückgehender Werte für die durchschnittliche Aufenthaltsdauer seinen Stand an Übernachtungen von 4,7 Millionen halten. Derzeit liegt die Aufenthaltsdauer im Passauer Land bei etwas über 5 Tagen  (2012 waren es fast 6), der Bayern-Durchschnitt liegt bei 2,6 Tagen.

Bereits 2015 war das Passauer Land die mit Abstand beliebteste Feriendestination in Ostbayern und konnte seine Spitzenstellung mit 800.000 Gästeankünften weiter ausbauen. Mit 4,7 Millionen Übernachtungen steht der Landkreis auf Platz zwei unter den Bayerischen Landkreisen, nach dem Landkreis Oberallgäu. Nur die Landeshauptstadt München hat noch mehr Urlauber.

Dass sich diese Positiv-Entwicklung derart massiv fortsetzt, hat nach Einschätzung Meyers mehrere Gründe. Natürlich profitiere auch der Landkreis vom derzeitigen Trend zu mehr Inlandsurlaub, andererseits zahle sich auch die Strategie im Landkreis-Tourismus aus, auf Qualität, Service und attraktive Themenangebote zu setzen. Die verstärkte Ausrichtung auf eine emotional geprägte Tourismuswerbung habe sich bewährt, so der Landrat. Hier seien unter anderem die Heilbäder Bad Füssing und Bad Griesbach wichtige Taktgeber und auch Vorreiter. Diesen Weg gelte es konsequent weiter zu gehen. Und: „Die Zukunft des Tourismus ist digital,“ so der Landrat. Informationen und Buchungen über das Internet seien zur wichtigsten Größe geworden, die Präsenz in den sozialen Netzwerken ein Muss. Auch hier punkte der Landkreis zunehmend.

Online-Auftritt, neue Zielgruppen, verstärkte Ansprache jüngerer Gäste, nachhaltiger und sanfter  Tourismus – in diesen Bereichen  werde sowohl das Tourismusreferat als auch der Zweckverband Touristinfo Passauer Land verstärkt neue Impulse setzen, so der Landrat. So habe sich etwa die Zahl der Online-Buchungen von 4650 (2014) auf 6340 im letzten Jahr deutlich erhöht. 2016 wird diese Zahl erneut anwachsen.

Den Bruttoumsatz aus dem Tourismus beziffert die dwf-Consulting München für den Landkreis Passau auf etwas über 600 Millionen Euro für das Jahr 2015. Das bedeutet ein touristisches Einkommen von 307 Millionen Euro. 

Erstmals Tourismus-Trendbarometer

Wie zufrieden sind die Touristiker im Zweckverband Touristinfo Passauer Land mit der aktuellen Situation und wie lautet die Prognose für das Gesamtjahr 2016? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer erstmals in dieser Form durchgeführten Umfrage des Zweckverbandes unter seinen 37 Mitgliedsgemeinden. Das Ergebnis bezeichnet Verbandsgeschäftsführerin Maria Denkmayr als eindeutig:  Bis auf zwei Ausnahmen lauteten alle Antworten auf diese Fragen „gut“ oder „sehr gut“. Noch deutlicher fielen die Antworten bei Veranstaltern und Einrichtungen aus (u.a. Haus am Strom, Granitzentrum Hauzenberg, Thermen, Wildpark Ortenburg, Museumsdorf Bayerischer Wald). Hier gab es fast durchwegs sehr gute Bewertungen. Zwiegespalten war das Bild hingegen bei den Hotels. Hier hielten sich verhaltene und optimistische Prognosen nahezu die Waage.

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