(v.l.) Wilhelm Sitter (Direktvermarkter), Simon Nestmeier, Anja Floßmann (Regiothek) und MdB Thomas Erndl (Foto: Abgeordnetenbüro Erndl)

Regiothek – Niederbayerisches Netzwerk für Lebensmittel

MdB Thomas Erndl zu Besuch bei der Regiothek

Passau. Regional, nachhaltig, bio – das ist das Grundkonzept der Regiothek, einer Plattform für regionale Lebensmittelproduzenten. Betriebe, die diese Kriterien erfüllen, werden in das niederbayernweite Netzwerk aufgenommen. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Erndl (CSU) aus dem Wahlkreis Deggendorf überzeugte sich bei einem Besuch von diesem Leitfaden. „Die Regiothek ist ein junges, engagiertes Team mit tollen Ideen, die dazu beitragen, die besten Seiten unseres ländlichen Raums einfach zugänglich zu machen“, so MdB Erndl.

„Transparente Regionalität“ ist das Ziel der jungen Köpfe. Auf dieser Online-Plattform können sich Kunden über die regionalen Anbieter informieren. Für jeden nachvollziehbar werden auf der Website die Lieferbeziehungen zwischen den Betrieben auf einer Karte verzeichnet. So ist die Lieferkette vom Landwirt, der den Weizen produziert, über die Mühle und den Bäcker bis hin zum Restaurant verfolgbar. Analog dazu gibt es die „Genießerfibel“ für Endkunden in Printformat. Dieses erschien in der dritten Ausgabe von 2020/2021 erstmals für ganz Niederbayern. Neben den niederbayerischen Betrieben werden darin auch die Themen „Tierwohl, Regionalität und Bewusstes Essen“ angesprochen. Konkret finden die Kategorien der Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie und Läden Platz in der Genießerfibel.

Die gebürtigen Deggendorfer Alexander Treml, Bastian Kühnel und Simon Nestmeier hatten 2015 die Idee zur Regiothek. Zwei Jahre später fiel der Startschuss in enger Kooperation mit der Universität Passau und dem EXIST-Gründerstipendium vom Bund, welches mit 100 000 Euro dotiert war. „Seit Anfang 2019 ist die erste Version der Plattform online. Mittlerweile nutzen rund 140 Betriebe unser Geschäftsmodell zum Netzwerken. Dadurch sind über 17 000 Lieferbeziehungen entstanden“, berichtet Mitgründer Nestmeier nicht ganz ohne Stolz.

MdB Erndl sieht in dem einzigartigen Netzwerk eine tolle Chance: „Die Regiothek genießt in unserer Region ein Alleinstellungsmerkmal. Und gerade das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern mit den verschiedenen Standorten bietet StartUps die ideale Umgebung, um kreative Geschäftsmodelle erfolgreich zu entwickeln. Wir werden weiterhin in innovative Köpfe investieren.“

Das Team der Regiothek bleibt ambitioniert: „Ziel ist die Ausweitung unseres Netzwerks auf ganz Bayern und auch Deutschland. Wir wollen eine Art Social Media für qualitativ hochwertige Nahrungsmittel werden“, so Nestmeier.