Raiffeisenbank beendet Geschäftsjahr 2020 mit solidem Ergebnis

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    Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Am Goldenen Steig beschließt 2,5 % Dividende

    Röhrnbach.  Endlich wieder in Präsenz – wenn auch unter strikter Einhaltung der Corona-Regeln – konnten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Vertreterinnen und Vertreter, Mitarbeiter sowie Ehrengäste der Raiffeisenbank Am Goldenen Steig zur 29. Vertreterversammlung treffen. Insgesamt 92 Gäste wurden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats Franz Brunner in der Mehrzweckhalle in Röhrnbach begrüßt.

    Nach der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder sprach Bürgermeister Leo Meier in seinem Grußwort der Bank seine Anerkennung für die gute Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 aus. Die Raiffeisenbank sei ein starker Partner der heimischen Wirtschaft und fördere viele Vereine, mildtätige und gemeinnützige Einrichtungen mit Spenden, was gerade in der Corona-Zeit eine wertvolle Unterstützung für alle ehrenamtlich Tätigen sei.

    Vorstandsvorsitzender Helmut Scheibenzuber zeigte sich stolz, dass die Bank trotz vieler Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie gut durch das Jahr 2020 gekommen ist. In der Krise habe man die Bedeutung einer regional ausgerichteten „Hausbank“ für die ansässigen Betriebe erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Die unschätzbaren Vorteile dieser regionalen Verzahnung von mittelständischer Real- und Finanzwirtschaft sollten daher auch in Zukunft von der Politik wahrgenommen und gefördert werden.“

    Neben Corona sei nach wie vor das niedrige Zinsniveau aufgrund der expansiven Geldpolitik der EZB die größte Herausforderung für die Banken. „Das Zinsergebnis ist seit Jahren rückläufig und das kann auf Dauer nicht kompensiert werden.“, so Scheibenzuber. Auch ändere sich das Kundenverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung des Bankgeschäfts grundlegend. Mehr als 70 % der Zahlungsverkehrstransaktionen würden aktuell bereits online abgewickelt – und die Corona-Pandemie habe diesem Trend einen weiteren Schub verliehen. Die Kundenfrequenz in den Filialen habe in den letzten Jahren drastisch abgenommen.

    Und so seien im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen eines internen Strategieprojekts grundlegende Weichen für die Zukunft gestellt worden. „Wir wollen uns zu einer ‚digitalen Regionalbank‘ weiterentwickeln – dazu werden wir unser Filialnetz nochmal verkleinern und gleichzeitig die verbleibenden Standorte so ausstatten, dass wir auch in Zukunft sowohl die Online-Vertriebswege anbieten als auch in der Fläche in hoher Qualität präsent sein können,“ kündigte der Vorsitzende an.

    Corona sorgt für neue Herausforderungen

    Vorstand Kurt Gampe berichtete anschließend über die Vertriebsergebnisse 2020. „Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie, zeitweiser Filialschließungen und umfangreicher Hygienevorschriften, wurden unsere Kunden und Mitglieder jederzeit kompetent und verlässlich beraten. Neue Arbeitsformen wie z.B. „Mobile Working“ wurden implementiert. Videoberatung als neue Kommunikationsform, aber auch das Kundenservicecenter als wichtige Kundenschnittstelle haben sich etabliert und gerade in Lockdown-Situationen den ständigen Kontakt zu unseren Kunden ermöglicht“, so Gampe.

    Der Kernauftrag als regionale Genossenschaftsbank sei die Förderung der Mitglieder und der Wirtschaft vor Ort. „Vor allem die Beratung und Beantragung von öffentlichen Hilfsmitteln haben es den Unternehmen erleichtert, mit den Belastungen der Corona-Krise zurechtzukommen. Bei der Prüfung und Bearbeitung der Förderanträge haben wir so schnell gearbeitet, wie es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlaubten.“

    Mit den erreichten Vertriebsergebnissen sei man zufrieden. „Ohne unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären unsere Aktivitäten und Erfolge als Bank unvorstellbar“, unterstreicht Vorstand Gampe „Das gilt unter so außergewöhnlichen Bedingungen wie der Corona-Krise umso mehr.“ Ende 2020 hatte die Genossenschaftsbank inklusive Tochterunternehmen 118 Beschäftigte, darunter 6 Auszubildende.

    2020 habe die Bank heimische Vereine und Einrichtungen mit insgesamt 46.000 Euro Spenden unterstützt.

    Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 518 Millionen Euro, ein Plus von 11,4 %. Die Bank hat Kundenkredite in Höhe von 261 Millionen Euro ausgereicht (+ 5,5 %), die Kundeneinlagen kletterten um 8,6 % auf 389 Millionen Euro.

    Der Zinsüberschuss verminderte sich aufgrund des niedrigen Zinsniveaus deutlich (-6,3 %), sodass das Betriebsergebnis etwas hinter den Erwartungen zurückblieb (-2,8 %). Die Risiken im Kreditgeschäft seien durch die Corona-Krise bisher nicht angestiegen, bei den Wertpapieranlagen musste die Bank temporäre Kurswertabschreibungen vornehmen. Das Eigenkapital der Bank liege sowohl in Relation zur Bilanzsumme als auch in Relation zu den Risikopositionen über dem bayerischen Durchschnitt.

    Nach Zuführungen zu den Vorsorgereserven betrug der Bilanzgewinn rund 923 Tausend Euro.

    Investitionspläne für Bau- und Agrarzentrum in Außernbrünst

    Die Waren-Handels GmbH lieferte trotz Corona erneut ein hervorragendes Ergebnis ab. Für die weitere Entwicklung des Warengeschäfts zeigte sich Vorstand Helmut Scheibenzuber daher zuversichtlich. Die Planungen für die Verlagerung des Warenstandortes in Röhrnbach nach Außernbrünst seien in vollem Gange und könnten im Falle einer positiven Wirtschaftlichkeitsanalyse durch den Genossenschaftsverband Bayern im nächsten Jahr in die Realisierung gehen.

    Den Bericht für den Aufsichtsrat über seine Tätigkeit einschließlich der Prüfung des Jahresabschlusses erstattete Aufsichtsratsvorsitzender Franz Brunner.

    Aufgrund der Ausnahmesituation der Corona-Krise war die Feststellung des Jahresabschlusses bereits im Mai 2021 durch den Aufsichtsrat erfolgt. Der Beschluss über die Verwendung des Jahresüberschusses wurde nun von der Vertreterversammlung einstimmig gefällt. Beschlossen wurde eine Dividende auf die Geschäftsguthaben von 2,5 Prozent, das sind 192.764,97 Euro. Der restliche Bilanzgewinn wird den Rücklagen zugeführt.

    Die anschließende Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte einstimmig.

    Wirtschaftsprüferin Carolin Vogl vom Genossenschaftsverband Bayern leitete die Wahlen zum Aufsichtsrat. Turnusgemäß schieden aus: Reiner Kannamüller, Waldkirchen, Manfred Eibl, Perlesreut und Karl Eibl, Haus i. Wald. Alle drei Kandidaten wurden von der Versammlung einstimmig wieder in den Aufsichtsrat gewählt.

    Anschließend standen noch Wahlen zum Wahlausschuss sowie eine Neufassung der Wahlordnung für die im Jahr 2022 stattfindenden Vertreterwahlen auf der Tagesordnung. Als Vertreter der Mitglieder im Wahlausschuss wurden Alois Haberl, Max Atzesdorfer, Hans Pauli und Peter Siegert einstimmig wiedergewählt, die neue Wahlordnung wurde ebenso einstimmig angenommen.

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