Pressefreiheit in Deutschland nur noch ‚zufriedenstellend‘

„Reporter ohne Grenzen“: Rangliste der Pressefreiheit

Laut „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) ist Deutschland in der weltweiten „Rangliste der Pressefreiheit“ erstmals in der Spitzengruppe nicht mehr zu finden.

Aufgrund der vielen Übergriffe auf Corona-Demonstrationen musste man die Lage der Pressefreiheit in Deutschland von „gut“ auf nur noch „zufriedenstellend“ herabstufen, so RSF-Vorstandssprecher Michael Rediske in der jetzt veröffentlichten Bilanz.

Im Vergleich von 180 Ländern ist Deutschland jetzt auf Platz 13 zu finden. Im Vorjahr hatte die Bundesrepublik noch zwei Plätze höher gelegen.

Die Organisation begründete die Herabstufung damit, dass die Gewalt gegen Medienschaffende in Deutschland im Jahr 2020 eine noch nie da gewesene Dimension erreicht hätte. RSF zählte im Kalenderjahr 2020 mindestens 65 gewalttätige Angriffe gegen Journalisten im Land. Im Vergleich zu 2019 hätte sich somit diese Zahl verfünffacht. Weiter geht „Report ohne Grenzen“ davon aus, dass die Dunkelziffer 2020 höher war als früher.

Laut Angaben der Reporter-Organisation ereignete sich die Mehrheit der körperlichen und verbalen Angriffe auf oder am Rande von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen: so wurden Journalisten getreten, zu Boden gestoßen worden, geschlagen, bespuckt, bedrängt, beleidigt, bedroht und an ihrer Arbeit gehindert.


Rangliste der Pressefreiheit, Reporter ohne Grenzen (PDF, Link)