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Montag, Juni 17, 2024

Stadt Passau strebt interkommunale Radwegverbindung mit Gemeinde Neuburg am Inn an

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Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität berät am 3. Juli

Seit geraumer Zeit gibt es gemeinsame Bestrebungen der Stadt Passau, der Gemeinde Neuburg am Inn, des Staatlichen Bauamts Passau, der Bayerischen Staatsforsten und des Landkreises Passau, eine gemeindeübergreifende Radwegverbindung zwischen Dommelstadl und Passau zu errichten. Der Stadtratsausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität berät nun in seiner Sitzung am Montag, 3. Juli, über den Vorschlag, die Planung unter Beteiligung eines qualifizierten Ingenieurbüros voranzutreiben, eine Kostenschätzung zu erstellen und die Möglichkeit einer Förderung zu eruieren, um den Lückenschluss zum ebenfalls geplanten Radweg der Gemeinde Neuburg am Inn zu ermöglichen.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Schon im Radverkehrskonzept 2018/2019 haben wir ortsübergreifende Radwegverbindungen mit den Umlandgemeinden als Zielsetzung formuliert. Hinsichtlich der Gemeinde Neuburg am Inn sind die Gespräche mit allen beteiligten Behörden weit gediehen, sodass wir nun den nächsten Schritt zur Realisierung machen können. Ich möchte an dieser Stelle den Verantwortlichen für das Engagement in dieser Sache herzlich danken. Seitens der Stadt Passau liegen uns Verbesserungen für den Fahrradverkehr ohnehin sehr am Herzen, gerade auch mit Blick auf den Radwegebau. Letztes Jahr konnten wir den Geh- und Radweg zwischen Ries und Patriching seiner Bestimmung übergeben und damit einen Anschluss an die Gemeinde Tiefenbach herstellen. Heuer starten wir mit dem Rad- und Fußgängertunnel durch den Georgsberg, wodurch eine sichere und komfortable Verbindung zwischen der Altstadt und der Ilzstadt geschaffen wird.“

Wolfgang Lindmeier, Erster Bürgermeister der Gemeinde Neuburg am Inn: „Die Gemeinde Neuburg am Inn begrüßt ausdrücklich, dass es nun mit den Planungen weiter vorangehen kann. Von unserer Seite soll für den Bauabschnitt von Dommelstadl bis zur Kreuzung der Staatsstraßen 2618/2110 noch bis 1. September 2023 der Förderantrag bei der Regierung von Niederbayern eingereicht werden, wobei natürlich ein Beschluss zur Weiterführung der Radwegverbindung auf dem Gebiet der Stadt Passau vorliegen muss. Ich freue mich persönlich über den weiteren Fortschritt im Sinne unserer Bürgerschaft.“

Die Stadt Passau, die Gemeinde Neuburg am Inn, das Staatliche Bauamt Passau, die Bayerischen Staatsforsten und der Landkreis Passau haben sich zu dem interkommunalen Projekt zwischen Neuburg am Inn und Passau in den vergangenen zwei Jahren intensiv ausgetauscht. Dementsprechend hat die Gemeinde Neuburg am Inn bereits ein Ingenieurbüro mit der Planung des Radwegs auf ihrem Gemeindegebiet beauftragt. Es handelt sich dabei um den Abschnitt zwischen Dommelstadl und dem Knotenpunkt der beiden Staatsstraßen 2618 und 2110, also der Kreuzung vor der Autobahnanschlussstelle Passau-Süd.

In einem nächsten Schritt soll nun die Weiterführung bis Kohlbruck geplant werden. Da auf der stadteinwärts rechten Straßenseite negative Auswirkungen auf den Wald zu befürchten sind, haben sich die Beteiligten nach Abwägung für eine Trassenführung entlang der stadteinwärts linken, also westlichen Straßenseite ausgesprochen. Beabsichtigt sind dafür eine Unterführung der Staatsstraße 2618 im Kreuzungsbereich mit der Staatsstraße 2110 und ein weiterer Verlauf Richtung Passau bis zum Parkplatz des Trimm-Dich-Pfads in Kohlbruck, wo Anschluss an das bestehende Straßen- und Wegenetz besteht.

Aufgrund der bisher fehlenden alltagstauglichen und sicheren Radwegverbindung zwischen Neuburg am Inn und Passau spricht die Passauer Stadtverwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität eine entsprechende Empfehlung aus.

Gemäß dem Radverkehrskonzept der Stadt Passau wurden schon einige Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen neben dem erwähnten Geh- und Radweg zwischen Ries und Patriching beispielsweise die Ertüchtigung der Neuburger Straße mit der Einrichtung eines Radfahrstreifens stadtauswärts und eines Schutzstreifens für Radfahrer stadteinwärts, die Ausweisung der Innbrückgasse als verkehrsberuhigten Bereich sowie diverse Markierungen und Beschilderungen. Aktuell stehen parallel zum Bau des Rad- und Fußgängertunnels durch den Georgsberg die Fortführung der Suche nach weiteren Ladestandorten und Plätzen für überdachte Fahrradabstellanlagen (zum Beispiel in Form eines Fahrradparkhauses), Untersuchungen hinsichtlich der Unterführung der B 8 für eine kreuzungsfreie Querung für Radfahrer und Fußgänger und einer Innquerung für den Fahrradverkehr auf der Agenda.

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