Kriminalhauptkommissar informiert im Seniorentreff
Kriminalhauptkommissar Robert Stadler von der Beratungsstelle der Kriminalpolizeiinspektion Passau (Foto) hat kürzlich im voll besetzten Seniorentreff zum Thema „Keine Chance für Trickbetrüger“ informiert. „Herr Stadler wird uns darauf aufmerksam machen, was es auf diesem Gebiet Neues gibt. Es ist wichtig, dass wir nicht darauf hereinfallen“, erklärte Seniorentreff-Leiterin Andrea Brodschelm (Foto) eingangs.
Und dies tat der Polizeibeamte im Anschluss. Anschaulich und lebendig berichtete er den sehr interessieren Zuhörern auch aus seiner Praxis. „Es ist fast immer dasselbe: Es kommt ein Fremder, der mein Bestes will: Bargeld und Schmuck“, erklärte er. Im Bereich Cybercrime, in dem er tätig ist, habe es in Niederbayern 2023 2.157 Fälle gegeben, 2024 seien es 1.029 gewesen. „Das sind aber nur die, die es bei der Polizei melden“, betonte er. Der Schaden habe sich 2023 auf 2,1 Millionen Euro belaufen, 2024 seien es 1,5 Millionen Euro gewesen.

Er berichtete über Schockanrufe: „Da geht das meiste Geld“, über den Enkeltrick: „Der ist im Fallen. Den kenn ja schon jeder“, bis hin zu Online-Käufen: „Sie sind das Meiste, das bei der Polizei angezeigt wird“, und viele andere Maschen mehr. Aktuell die Häufigste sei die der Geldvermehrung. Da gäbe es beispielsweise E-Mails mit Gewinnbenachrichtigungen, Anlagebetrug im Netz oder unbegründete Rechnungen. Eine weitere Masche sei die Geldwäsche: „Betrüger locken mit Scheinjobs als Finanz- oder Warenagenten. Da könnt auch Ihr Euch strafbar machen“, warnte er.
Robert Stadler gab auch wertvolle Tipps, worauf man achten muss, damit man nicht in die Falle geht, oder für ein sicheres Passwort. Darüber hinaus gab es Original-Anrufe von Betrügern zu hören und auch den einen oder anderen Film zu sehen.
Robert Stadler bekräftigte: „Ein echter Polizist würde niemals Bargeld nehmen. Die echte Polizei ruft auch niemals mit der Nummer 110 an.“ Zu Schockanrufen: „Legen Sie sofort auf!“ Oder: „Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten die in die Wohnung!“ Mehrere Besucherinnen berichteten, dass sie schon solche Anrufe erhalten haben. Auch den Liebesbetrug im Internet sprach er an. „Bei Geldanlagen ist es die Gier, die angesprochen wird, beim Liebesbetrug die Einsamkeit“, bemerkte er dazu.
Eine rege Unterhaltung und viele Fragen schlossen sich an den Vortrag an. Der Kriminalbeamte hatte auch Broschüren zum Thema dabei, mit denen sich alle Senioren eindeckten. „Herzlichen Dank an Herrn Stadler, dass er uns sensibilisiert hat. Das kann man nicht oft genug hören“, sagte Andrea Brodschelm zum Schluss und erntete zustimmenden Applaus.





