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Samstag, Februar 24, 2024
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Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Plattling-Landshut bleibt weiterhin ganz oben auf der Agenda der Infrastrukturforderungen aus der Region

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Landrat Franz Meyer: Mit den aktuellen Maßnahmen ist der Anfang gemacht, aber weitere Schritte müssen folgen.  

Seit vielen Jahren fordert die Region den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Plattling-Landshut. Die Erwartungen waren hoch, als Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Ende 2018 bekanntgegeben hatte, dass der Ausbau der Strecke in den vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans Schiene des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wird. Als dann im Frühjahr 2019 bekannt wurde, welches Maßnahmenpaket konkret zur Umsetzung ansteht, war der Unmut in der Region hoch. Landrat Franz Meyer nahm dies zum Anlass, sich zum wiederholten Male an die Verkehrsministerien von Bund und Land zu wenden, um der einstimmigen Beschlusslage der Landkreisgremien mit der Forderung des  zweigleisigen Ausbaus Nachdruck zu verleihen.  

Bund und Land haben nun dargelegt, dass schon mit  der reduzierten Aufnahme des Vorhabens ABS Landshut – Plattling in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans umfangreiche Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung zwischen Dingolfing und Plattling in Angriff genommen werden können. Im Rahmen des Ausbaus des 740-Meter-Überholgleises im Bereich des Verteilzentrums der BMW AG werden zusätzlich der Bahnhof Schwaigen aus- und der Kreuzungsbahnhof Otzing neugebaut. Zudem trägt die Erneuerung des elektrischen Stellwerks zwischen Schwaigen und Plattling sowie der Neubau der Verbindungskurve Plattling in der Relation Dingolfing – Regensburg zu einer erheblich verbesserten Verbindung zwischen Plattling und München bei.

Die einzelnen geplanten Ausbaumaßnahmen seien so ausgewählt worden, dass sie zu einer erheblichen Steigerung der Kapazität und Pünktlichkeit auf der Strecke führen sollen und auch eine weitere gewünschte Verlagerung von Güterverkehr von der Straße auf die Schiene möglich machen. “Die Aufnahme der Ausbaumaßnahmen in den VB und der erfreulicherweise kurz darauf ergangene Planungsauftrag des Bundes an die DB Netz bedeutet einen großen und wichtigen Schritt in Bezug auf die Umsetzung des Ausbauvorhabens in Niederbayern“,  teilte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mit. Zudem beabsichtigt der Bund in den kommenden Jahren mehr Mittel in verschiedenen Finanzierungstöpfen für SPNV Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, mit denen auch Maßnahmen außerhalb von Ballungsräumen eine höhere Realisierungschance haben.

Die Aufnahme des vollständigen zweigleisigen Ausbaus der Strecke Plattling-Landshut scheiterte an den Prüfungsergebnissen des Bundesverkehrsministeriums. Das erforderliche Nutzen-Kosten-Verhältnis wurde nicht erreicht. In der Systematik der Bundesverkehrswegeplan-bewertung spielt der Nutzen für den Schienenpersonennahverkehr im Vergleich zum Güter- und Personenfernverkehr eine untergeordnete Rolle.

„Ich erkenne schon an, dass die nun in Angriff genommenen Maßnahmen zu einer Verbesserung der jetzigen Situation führen können und ein Ausbau nur schrittweise erfolgen kann. Doch eine wirkliche und nachhaltige Verbesserung bekommen wir nur, wenn der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Plattling – Landshut realisiert wird. Dazu brauchen wir die Aufnahme des vollständigen Ausbaus in den Bundesverkehrswegeplan. Das ist und bleibt ganz oben auf unserer Forderungsliste der Infrastrukturmaßnahme für die Region“, stellt Landrat Franz Meyer deutlich klar. „Und dann müssen auch ausreichend Bundesmittel für den SPNV in den ländlichen Raum fließen“ fügt der Landkreischef an. 

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