Niederbayern: Kripo ermittelt gegen mehrere Personen wegen gefälschten Impfpässen

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    Passau / Eggenfelden. Seit einigen Wochen stellt die Polizei Niederbayern regelmäßig gefälschte Impfpässe fest – die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen mehrere Personen.

    Seitdem in Bayern die 2G-Regel für den Besuch von diversen Freizeiteinrichtungen eingeführt wurde, stellt die Polizei einen Anstieg von gefälschten Impfpässen fest. Die Kripo Passau und die zuständigen Staatsanwaltschaften haben mittlerweile gegen mehrere Personen Ermittlungsverfahren eingeleitet, die sich digitale Impfnachweise ausstellen lassen wollten.

    Gefälschter Impfpass in Apotheke vorgelegt

    Am 1. Dezember 2021 betrat ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Passau eine Apotheke im Innenstadtbereich von Passau und legte dort einen Impfpass vor, mit dem er an einen digitalen Impfnachweis gelangen wollte. Das Apothekerpersonal bemerkte schnell, dass es sich dabei um eine Fälschung handelte und verständigte die Polizei. Schnell verdichteten sich die Hinweise darauf, dass der 31-Jährige nicht geimpft ist und er den Impfpass verfälscht hat.

    Gegen den 31-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

    Apothekenpersonal in Passau erkennt Fälschungen

    In zwei weiteren Fällen konnten Beschäftigte von Apotheken ebenfalls verhindern, dass Betrügern ein digitales Impfzertifikat ausgestellt wird.

    Ende November versuchte ein 59-Jähriger, für sich und seine minderjährige Tochter an einen digitalen Impfnachweis zu kommen. Die Apothekermitarbeiter einer Passauer Apotheke durchschauten den Mann jedoch und verständigten die Polizei. Wegen verschiedener Auffälligkeiten im Impfpass wurde schnell klar, dass es sich um eine Fälschung handelte. Den 59-Jährigen erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.

    Ebenfalls mit einem Verfahren muss ein Mann rechnen, der im Dezember extra aus Österreich einreiste, um sich in einer Passauer Apotheke einen digitalen Impfnachweis ausstellen zu lassen. Die Beschäftigten der Apotheke erkannten auch hier die Fälschung, und der Mann musste seine Heimreise ohne elektronischem Zertifikat, dafür aber mit einer Anzeige antreten.

    Festnahme von zwei Personen – hohe Sicherheitsleistungen

    Bereits Ende November versuchten ein 37-Jähriger und eine 30-Jährige ihr Glück in einer Apotheke im Passauer Stadtgebiet – hier erkannte das Apothekerpersonal ebenfalls Unregelmäßigkeiten im Impfpass und verständigte die Polizei: Die Polizei überprüfte den Sachverhalt und konnte schnell nachweisen, dass beide Personen nicht über eine Impfung verfügen. Der vorgelegte Impfpass stellte sich als Fälschung heraus. Die Polizeibeamten nahmen die Personen fest.

    Da die beiden Tatverdächtige keinen Wohnsitz in Deutschland haben, mussten sie eine hohe Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich hinterlegen. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Passau die weiteren Ermittlungen übernommen.

    Wohnungsdurchsuchungen im Landkreis Rottal-Inn

    Am 15. Dezember wollte ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Rottal-Inn in einer Apotheke in Eggenfelden ebenfalls unberechtigt an einen digitalen Impfnachweis gelangen. Die Überprüfungen der Apotheke führten dazu, dass die Polizei in Eggenfelden ein Strafverfahren gegen den 22-Jährigen eingeleitet hat.

    Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurden am 16. Dezember mehrere Wohnungen in Niederbayern und Oberbayern durchsucht. Die Polizei stellte umfangreiches Beweismittel bei insgesamt vier Personen sicher.

    Gefälschte Impfpässe sind kein Bagatelldelikt

    „Die Anzahl an gefälschten Impfpässen nimmt derzeit zu. Das Herstellen oder Benutzen von diesen Fälschungen ist kein Bagatelldelikt und wird strafrechtlich konsequent verfolgt“, so Pressesprecher Christian Obermeier vom Polizeipräsidium Niederbayern. Die Polizei weist darauf hin, dass falsche Eintragungen und/oder die Nutzung von falschen Impfpässen strafbar sind. Es werden in diesen Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Nutzung und auch das Ausstellen von gefälschten Impfpässen können mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden.

    „Mittlerweile haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Apotheken ein geschultes Auge für gefälschte Impfpässe und stellen schnell fest, ob das Dokument echt ist oder ob eine Fälschung vorliegt. Bei Fälschungen verständigen sie die Polizei, die dann Strafverfahren einleitet“, so der Pressesprecher.

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