(v.l.) Das Führungstrio der Bereitschaft: Hans-Peter Dersch, Stefam Bergetr, Christian Blaum (Foto: Bergwacht Passau / Dreisessel)

Neuwahlen bei der Bergwacht: Stefan Berger bleibt Bereitschaftsleiter

Passau. Unter strengen Hygieneauflagen fanden im Haus der Jugend in Passau am Montag die turnusmäßigen Neuwahlen der Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel statt. Gewählt wurden Bereitschaftsleiter, stellvertretender Bereitschaftsleiter und zweiter stellvertretender Bereitschaftsleiter Nach einem kurzen Jahresrückblick samt Kassenbricht und Entlastung der Vorstandschaft übernahm der von Ehrenregionalleiter Manfred Falkner geleitete Wahlausschuss die Durchführung der Wahl.  Zur Wahl stellten sich Stefan Berger als Bereitschaftsleiter, Hans-Peter Dersch als 1. stellvertretender Bereitschaftsleiter und Christian Blaum als 2. Stellvertretender Bereitschaftsleiter.

Alle drei wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt. Bereitschaftsleiter Berger bedankte sich für das große Vertrauen. Als Revisoren wurden Birgit Stemplinger und Thomas Graf ebenfalls einstimmig gewählt.

Als Ressort-Verantwortliche wurden von der Bereitschaftsleitung benannt: Sandra Tauber (Finanzen), Otto Gerlesberger (Ausbildung), Dr. Stefan Paleczek (Notfallmedizin), Lukas Wallisch (Technik), Andreas Artinger (Einsatz), Katharina Sollfrank (Natur und Umwelt), Stefan Berger (Kommunikation).

Die Bergwachtler erfreuen sich derzeit über einen regelrechten „Boom“ an Neuzugängen. Derzeit sind zwölf Anwärter in der bayernweit einheitlichen Ausbildung zum aktiven Bergretter der Bergwacht. Das sind so viele wie noch nie in der langen Geschichte der Bergretter am Dreisessel.

Die Bergwachtbereitschaft Passau/Dreisessel unterhält die “Unterstützende Bergrettungswache Passau” und die “Bergrettungswache Haidmühle am Dreisessel”. Sie ergänzt in besonderen Fällen die weiteren Einheiten des Rettungsdienstes auch außerhalb ihrer Einsatzbereiche. Sie wird durch die Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung auf der Basis des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes und öffentlich-rechtlicher Verträge mit der Durchführung des Rettungsdienstes beauftragt. 

Das Haupteinsatzgebiet ist der Dreisesselberg und seine Umgebung. Im Winter sind das die Loipen um Altreichenau, auch der für Touren- und Schneeschuhgeher immer beliebter werdende Dreisesselberg, mit einer sehr schönen, über 3km langen und über 400m hohen Natur-Abfahrt gehören im Winter zum Einsatzgebiet.

Im Sommer ist die Bereitschaft  für die Wander- und Radweg am Dreisessel zuständig. Die Klettergärten in Neuhaus am Inn und in Fischhaus (Teufelstein) fallen ebenfalls in den Einsatzleitbereich. Spezielle Kranbergungen oder im Allgemeinen Bergungen aus schwierigem, unzugänglichem Gelände, oder aus großen Höhen ist das Spezialgebiet der Bergwacht. Die Bergretter der Bergwacht Bayern verrichten ihren Einsatz ehrenamtlich. Die Bergwacht Bayern hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von  Entwicklungen und Anpassungsprozessen durchlaufen und steht auch heute einer Vielzahl neuer Herausforderungen gegenüber. Insbesondere vermehrte Einsatzzeiten durch zunehmenden Tourismus und  neue Einsatzschwerpunkte durch trendige Sportarten erfordern von der Bergwacht  eine intensive  Bergrettungsausbildung sowie spezialisierte Fortbildungen.

Die Ausbildung zum Bergretter oder Bergretterin dauert in der Regel bis zu drei Jahren. Dabei  durchlaufen die Anwärter die Basisausbildung der Disziplinen Sommerrettung, Winterrettung, Luftrettung, Notfallmedizin und Umwelt- und Naturschutz. Alle Ausbildungsabschnitte werden durch eine Prüfung abgeschlossen.