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Montag, Juni 24, 2024

Mit Musikwürze von Rap bis Retro abgeschmeckt

Lesestoff

Ein Landgasthof mit Musik im Kessel. So war das 7. Rosa Laub Festival

(von Tobias Schmidt)

Vornbach am Inn. Am vergangenen Wochenende fand am Landgasthof Resch in Vornbach am Inn zum siebenten Mal das Rosa Laub Festival statt.

Wegen Wetterunbill um eine Woche verschoben, erstmals in Verantwortung der gemeinnützigen Betreibergesellschaft des Passauer Liveclubs Zauberberg, aber eben auch vor dem Hintergrund einer medialen Diskussion um das Ende der großen unabhängigen Sommerfestivals in der Bundesrepublik. Wo man ja gerade solchen kleinen Musikunternehmungen mit DIY-meets-Provinz-Charme das Wort redet – kurzum, das Rosa Laub hat also mehr denn je eine Berechtigung. Hat es auch Relevanz? Ja! Und das auch mit blitzschnell, neu zusammen gezimmertem Programm samt neuer Headliner. Und den bewährten Zutaten aus heißer, handgemachter Musik auf gemütlicher Hofbühne, die man im Liegestuhl oder vor der Bühne tanzend goutiert während sich der Nachwuchs bei Spiel und Spaß im hinteren Gartenbereich vergnügt.

The Stringers (Foto: Schmidt)

Feiner Indierock bestimmte auch heuer die Grundstimmung, diesmal mit Musikwürze-Beigaben von Rap bis Retro. Retro heißt bei The Sonic Brewery aus Pfarrkirchen Rhythm’n’Blues, der ins Mark geht, und freche, deutsche Rhymes boten Jabbadafunk aus Freising, aber eben mit funkiger Rockgrundierung.

Den Headlinerspot am Freitag füllten das österreichische Post-Grunge-meets-Progressive Monster Mother’s Cake. The Stringers sind nach wie vor in den Punk und Pubrock-Gefilden daheim. Für den Herbst kündigte das Quartett aus Waldkirchen ein neues Album an. Dass die Songs wieder beste Mitsingqualitäten haben werden, stellte bereits der Auftritt beim Rosa Laub Festival klar.

Filistine (Foto: Schmidt)

Die Festivalentdeckung unserer Redaktion war der zweite eingesprungene Headliner: Filistine, ein Neumarkter Powertrio. Wenn jemand wissen mag, wie psychedelischer Bluesrock à la Cream in den 2010er Jahren klingt, der höre sich diese zu Recht in der bayerischen Musikförderung unterstützte Band an. Großartig!

Wie gewohnt auch der Ausklang am Sonntagvormittag mit Weißwurstfrühstück und Weltmusikbrunch – pünktlich bevor wieder der Regen einsetzte. Gewiss, dies war eine „erfolgreich gerettete“ Ausgabe des Rosa Laub. Gewiss, man hätte dem tollen Team des Zauberbergs einen anderen Start gewünscht. Aber einen „besseren“? Dann bliebe uns Zuhörern ja gar nichts mehr im Musikkessel des Landgasthofs Resch, worauf wir uns 2020 beim 8. Rosa Lab Festival freuen könnten.  

Festival-Impressionen (Fotos: Schmidt)

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