Meilenstein in der digitalen Transformation des Handwerks

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    Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz weiht neues Zentrum für digitale Gebäudetechnik in Schwandorf ein

    Schwandorf. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde gestern das neue Zentrum für digitale Gebäudetechnik am Bildungszentrumsstandort in Schwandorf eingeweiht. Das Zentrum dient als hochspezialisierte Werkstätte und Lernort für die praxisnahe Aus- und Weiterbildung im Bereich der digitalen Gebäudetechnik. Die Gesamtkosten für den Neubau inklusive Ausstattung belaufen sich auf knapp sechs Millionen Euro.

    Wertvolle Investition in Ausbildung, Handwerk und Region

    „Die Inbetriebnahme unseres Zentrums für digitale Gebäudetechnik ist ein wichtiger Meilenstein für das ostbayerische Handwerk.“ Mit diesen Worten eröffnete Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz die Feier. Denn: „Die zunehmende Digitalisierung von Wohn- und Lebensbereichen erfordert die moderne und praxisnahe Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.“ Dazu brauche es Bildungsstätten am Puls der Zeit. In diesem Zusammenhang dankte Haber den Fördergebern: Der Bund stellte Fördermittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro bereit. 1,2 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) des Freistaats Bayern und 600.000 Euro wurden vom Bayerischen Landtag zur Verfügung gestellt. Die Investition der Handwerkskammer beläuft sich auf 590.000 Euro. „Das neue Bildungszentrum in Schwandorf zählt bundesweit zu den modernsten seiner Art“, so Boris Petschulat, Ministerialdirigent des Staatsministeriums für Wirtschaft und Energie, in seiner Rede. Axel Bartelt, Regierungspräsident der Oberpfalz fügte hinzu: „Hier ist ein Leuchtturm für die Digitalisierung in der Oberpfalz entstanden.“

    Vorreiter in puncto Handwerksausbildung 4.0

    Mit dem neu geschaffenen Gebäude macht sich die Handwerkskammer als führende Bildungseinrichtung im Handwerk fit für die Zukunft. Das neue Zentrum für digitale Gebäudetechnik soll als Kompetenzzentrum für die gesamte Haustechnik dienen – von der Elektro-, über Heizungstechnik bis hin zur IT-Infrastruktur. Außerdem bietet das Zentrum in Schwandorf ein Labor, in dem sich Kursteilnehmer an regenerativen Energieanlagen und Speichertechnologien zu E-Mobilität ausprobieren können. Bayernweit ist es das erste öffentliche Bauprojekt, das komplett im sogenannten Building-Information-Modelling Standard, kurz BIM, geplant und umgesetzt wurde. Kursteilnehmer erhalten direkten Zugang zu den erzeugten, realen Planungsdaten des Gebäudes und können somit am konkreten Beispiel arbeiten und lernen. Davon profitiert vor allem das Elektro- und Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk sowie alle anderen am Bau beteiligten Handwerke.

    Besichtigung des neuen Zentrums für digitale Gebäudetechnik (v. l. n. r.): Eric Frisch, Vorstandsmitglied und Architekt der DÖMGES Architekten AG, Andreas Feller, Oberbürgermeister der Stadt Schwandorf, Richard Tischler, stellvertretender Landrat, Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Tina Winklmann, Mitglied des Deutschen Bundestages, Boris Petschulat, Ministerialdirigent des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer, Axel Bartelt, Regierungspräsident der Regierung der Oberpfalz und Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (Foto: Schwarz)

    Kompetenzzentrum für ganz Ostbayern

    Zur Vision des Baus erklärte Georg Haber: „Das Bildungszentrum in Schwandorf soll langfristig als Kompetenzzentrum in puncto Digitalisierung für ganz Ostbayern dienen.“ Durch Kooperationen mit regionalen Hochschulen, mache die Handwerkskammer bereits spannende Themen rund um die Digitalisierung erlebbar. „Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf errichten wir aktuell eine 5G-Testumgebung. Dort können neue 5G-basierte Prozesse, Produkte und Dienstleistungen von Handwerk und KMUs getestet und entwickelt werden“, berichtete Haber. Und auch für die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden sei der Standort im Charlottenhof ein ausgelagerter, innovativer Lernort.

    Lob für Leistung aller Beteiligten

    HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger dankte den Architekten, Baufirmen und Handwerkern für ihre Leistung und Zuverlässigkeit: „Dass wir heute, eineinhalb Jahre nach Beginn des Baus und dem Ausbruch der Pandemie, trotzdem die Einweihung dieses Gebäudes feiern können, ist das Resultat harter Arbeit.“ Das Engagement und die Robustheit, die von allen Beteiligten des Bauprojekts stets an den Tag gelegt worden sei, lobte Kilger als bemerkenswert. Trotz aller Herausforderungen sei der Bauablauf störungsfrei geblieben. „Es gab keine Infektionen, keine Ausfälle, alles lief reibungslos und zügig“, so Kilger rückblickend. Zusammen sei ein innovativer Lernort geschaffen worden, ein wichtiger Meilenstein in der digitalen Transformation des ostbayerischen Handwerks.

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