Malteser schließen 2.000ste Hausnotruf-Teilnehmerin an

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    Manuela Seibold: „Sicherheit für eine Freundin“

    Passau. Seit nunmehr 35 Jahren bieten die Malteser in der ganzen Diözese Passau Sicherheit mit dem Hausnotruf an. Die Teilnehmerzahl steigt kontinuierlich. Kürzlich konnte nun mit einer Passauerin, die ihren Namen nicht öffentlich machen möchte, die 2.000 vollgemacht werden. Das war für Manuela Seibold, Mitarbeiterin der Sozialen Dienste, ein ganz besonders freudiges und auch emotionales Ereignis.

    Die Seniorin kennt die Hilfsorganisation schon seit vielen Jahren, unterstützt sie auch als Mitglied. Eine ganz besondere Freundschaft ist zwischen ihr und Manuela Seibold entstanden, die sich noch ganz genau an die erste Begegnung erinnern kann: „Vor 25 Jahren hat die damalige Lehrerin an unserer Geschäftsstelle in der Vilshofener Straße vorbeigeschaut. Im zweiten Stock des Nebengebäudes war damals die Verwaltung der Ambulanten Pflege untergebracht, wo ich beschäftigt war. An dem Abend war es bereits dunkel, und ich weiß noch, dass sie sich im Stuhl vor meinem Schreibtisch umgedreht, sich rittlings daraufgesetzt und mich um Hilfe bei der Pflege ihrer Mutter gebeten hat. Diese war körperlich eigentlich noch ganz fit, hatte aber leider Demenz, die sehr schnell fortgeschritten ist.“

    So kam es, dass unter anderem Manuela Seibold ins Haus gekommen ist, um die Mutter zu pflegen. Jahrelang. Trotz einiger Jahre Altersunterschied ist im Laufe der Zeit eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Frauen entstanden. „Sie ist und bleibt meine zweite Mama“, erklärt Manuela Seibold. „Sie hat immer ein offenes Ohr und ist wirklich immer erreichbar. Auch mitten in der Nacht.“

    Nach einem Arbeitsunfall ging die Lehrerin in Frühpension und ist nach einem erneuten Sturz nun selbst auf Hilfe angewiesen. Nun war es an Manuela Seibold, der Freundin einen guten Rat zu geben.

    „Du brauchst einen Hausnotruf“, stellte sie fest. Die Seniorin nahm den Rat der Freundin gerne an und hat den Maltesern auch einen Schlüssel zu ihrem Haus überlassen. „Wir sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Darauf kannst du dich verlassen. Der Schlüssel wird anonymisiert, und solltest du unsere Hilfe in Anspruch nehmen müssen, kostet es dich nichts extra“, versprach Manuela Seibold, die vor einigen Jahren von der ambulanten Pflege in die Sozialen Dienste der Malteser gewechelt ist. Für sie war es Ehrensache, das Hausnotruf-Gerät bei der Freundin selbst zu installieren. Bei der Gelegenheit überraschte sie sie mit einer Neuigkeit: „Du bist die 2.000ste Teilnehmerin in der Diözese Passau, die sich nun mit dem Knopf am Handgelenk viel sicherer fühlen kann.“

    Die neue Hausnotruf-Teilnehmerin schickte auch gleich ein Foto von dem kleinen Funksender, der „sogar noch schön anzusehen“ ist, wie sie findet, an ihren Sohn. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von München und weiß seine Mama nun in der bestmöglichen Sicherheit. „Das beruhigt alle Angehörigen und ermöglicht ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden“, betont Manuela Seibold.

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