Landkreis Freyung-Grafenau steigert Anteil von Recyclingpapier deutlich

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    Zweiter Platz in der Kategorie „Aufsteiger des Jahres“ – Umweltbewusste Strategie im Landkreis funktioniert

    Der Landkreis Freyung-Grafenau hat den Anteil von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in der Kreisverwaltung und den kreiseigenen Schulen innerhalb eines Jahres auf 81 Prozent ausgebaut. Damit belegt der Landkreis Freyung-Grafenau den zweiten Platz der Kategorie „Aufsteiger des Jahres“ im Papieratlas-Landkreiswettbewerb 2021 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Der Papieratlas bildet seit 2018 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Landkreisen ab.

    Besonders in der Landkreisverwaltung Freyung-Grafenau am Landratsamt sowie in den kreiseigenen Schulen wird möglichst viel Recyclingpapier verwendet. Dadurch konnte der Landkreis Freyung-Grafenau im vergangenen Jahr eine Einsparung von mehr als 404.000 Liter Wasser, 38.000 Kilogramm Holz und über 83.000 Kilowattstunden Energie bewirken.

    Der Aufstieg des Jahres in Sachen Recyclingpapier kommt nicht von ungefähr. Seit vielen Jahren engagiert sich der Landkreis für Nachhaltigkeit. Auf Initiative von Landkreis-Klimaschutzmanagerin Verena Holzbauer wurde im Herbst 2019 geprüft, ob und in welchem Maße der Einsatz von Recyclingpapier möglich ist. Wie die Auszeichnung im Papieratlas-Wettbewerb zeigt, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

    „Ich freue mich über die Auszeichnung. Sie zeigt, dass die umweltbewusste Strategie im Landkreis Freyung-Grafenau funktioniert“, sagt Landrat Sebastian Gruber. Im Landratsamt werde zudem darauf geachtet, den Papierverbrauch zu reduzieren. „Die Digitalisierung vieler Prozesse in der Landkreisverwaltung hilft uns dabei natürlich, wobei wir noch viel Arbeit vor uns haben“, weiß Landrat Gruber, dem es ein Anliegen ist, die digitalen Prozesse intern, aber auch für die Landkreisbevölkerung voranzutreiben.

    In der Landkreisverwaltung Freyung-Grafenau kommt nur Papier mit dem Siegel „Blauer Engel“ zum Einsatz. „Dieses Siegel gibt als ätestes Umweltzeichen der Welt eine Garantie für höchstmöglichen Altpapiereinsatz, maximalen Wald- und Ressourcenschutz sowie strengste Kriterien beim Chemikalieneinsatz“, erklärt Klimaschutzmanagerin Holzbauer. Für das aktuelle Kalenderjahr rechnet Holzbauer sogar mit einer Recyclingpapierquote von nahezu 100 Prozent. Mittlerweile wird nur noch in wenigen Ausnahmefällen Frischfaserpapier verwendet, beispielsweise für besondere Dokumente, wir Urkunden oder in den Schulen für Zeugnisse. Klimaschutzmanagerin Verena Holzbauer erläutert abschließend: „Zu Beginn der Umstellung gab es kleine Anlaufschwierigkeiten, die wir rasch lösen konnten. Nun klappt die Verwendung von Recyclingpapier in der Verwaltung aber wunderbar und der Umweltnutzen ist enorm.

    Der Landkreis leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung von Recyclingpapier mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen.

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