Ergebnisse aus den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau – Klare Siege und Stichwahlen
Bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 haben die Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau über die Besetzung zahlreicher Bürgermeisterämter sowie über das Amt des Landrats entschieden.
Landkreis Freyung-Grafenau
Bei der Landratswahl im Landkreis Freyung-Grafenau wurde Amtsinhaber Sebastian Gruber (CSU) mit einem sehr deutlichen Ergebnis im Amt bestätigt. Er erreichte 89,1 Prozent der Stimmen und setzte sich klar gegen Sigrid „Sigi“ Bartl (Bündnis 90/Die Grünen) durch, die auf 10,9 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,6 Prozent. Damit bleibt Gruber für eine weitere Amtszeit Landrat des Landkreises.
In der Kreisstadt Freyung wurde Dr. Olaf Heinrich (CSU) erneut zum Bürgermeister gewählt. Heinrich trat ohne offiziellen Gegenkandidaten an und erhielt die große Mehrheit der Stimmen, während ein kleiner Teil der Stimmen auf handschriftlich eingetragene Bewerber entfiel.
Auch in mehreren anderen Gemeinden entschieden sich die Wähler für Kontinuität. In Waldkirchen wurde Amtsinhaber Heinz Pollak erneut zum Bürgermeister gewählt. Pollak erhielt 64,0 Prozent der Stimmen, während sein Herausforderer Christian Zarda (CSU) auf 36,0 Prozent kam. In Neureichenau bestätigten die Wählerinnen und Wähler die amtierende Bürgermeisterin Kristina Urmann (CSU) im Amt. Sie setzte sich mit 58,8 Prozent der Stimmen gegen ihren Herausforderer Peter Scheibenzuber (FFUW) durch, der 41,2 Prozent erreichte.
In der Stadt Grafenau stellten sich gleich vier Kandidaten der Wahl um das Bürgermeisteramt. Amtsinhaber Alexander Mayer (Freie Wähler) trat gegen Jonas Höcker (CSU), Armin Krause (SPD) und Muhanad Al-Halak (Freie Bürger) an. Hier kommt es in zwei Wochen zur Stichwahl zwischen Alexander Mayer mit 38,5 % und Jonas Höcker mit 32,%. In Jandelsbrunn wurde der bisherige Bürgermeister Roland Freund (62,6%) erneut gewählt.
In Grainet erhielt Amtsinhaber Jürgen Schano mit 95,6% ein besonders deutliches Ergebnis. Da er ohne Gegenkandidaten antrat, wurde er mit einer sehr großen Mehrheit der Stimmen im Amt bestätigt. Zu einem Wechsel an der Spitze des Rathauses kam es dagegen in Innernzell. Dort wurde Markus Ilgmeier (Freie Wähler) mit 83,5% zum neuen Bürgermeister gewählt und tritt damit die Nachfolge von Josef Kern an, der nach mehreren Amtsperioden nicht mehr kandidiert hatte.
Für eine außergewöhnliche Situation sorgte die Wahl in Philippsreut. Der amtierende Bürgermeister Helmut Knaus hatte im Vorfeld erklärt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Dennoch schrieben zahlreiche Wähler seinen Namen handschriftlich auf den Stimmzettel. Am Ende erhielt er 57,1 Prozent der Stimmen und wurde damit trotz seines Rückzugs erneut zum Bürgermeister gewählt. Im Markt Schönberg wurde Martin Georg Pichler (CSU) mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt. Er erhielt 85,9 Prozent der Stimmen. In Neuschönau wurde Alfons Schinabeck (CSU) als Bürgermeister mit 74,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Norbert Wurm (AfD) kam auf 25,1 Prozent der Stimmen. In Röhrnbach wurde Leo Meier von der Jungen Bürgerliste (JBL) bei der Bürgermeisterwahl mit 76,7 Prozent der Stimmen erneut im Amt bestätigt. Karlheinz Roth (CSU) wurde bei der Bürgermeisterwahl in Spiegelau wiedergewählt. Er erzielte 57,6 Prozent der Stimmen, während sein Herausforderer Johannes Damböck (Freie Wähler Spiegelau) auf 42,4 Prozent kam.
Landkreis Passau
Im Landkreis Passau stellten sich fünf Kandidaten der Landratswahl: Raimund Kneidinger (CSU/Bürgerunion), Roswitha Toso (Freie Wähler), Daniel Artmann (AfD), Claudia Woller (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Agnes Becker (ÖDP/Parteifreie Umweltschützer). Amtsinhaber Kneidinger konnte sich bereits im ersten Wahlgang durchsetzen und wurde mit 58,6 Prozent der Stimmen erneut zum Landrat gewählt.
Bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Passau erzielte Andreas Rother (SPD) mit 33,7 Prozent der Stimmen das stärkste Ergebnis im ersten Wahlgang. Auf den zweiten Platz kam Armin Dickl (CSU) mit 20,3 Prozent der Stimmen. Da keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit von 50 Prozent erreichte, findet am 22. März eine Stichwahl statt. In der Stadt Hauzenberg trat die amtierende Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer zur Wiederwahl an. Sie erhielt 27,7 Prozent der Stimmen, während Rudolf Hirz (Freie Wähler) mit 40,8 Prozent vorne lag. Es kommt am 22. März zur Stichwahl. In der Gemeinde Salzweg traten vier Kandidaten zur Wahl des Bürgermeisters an: Josef Putz (FWG), Roman Holzinger (CSU), Stefan Wagner (SPD) und Frederic‑Sascha Müller (Frischer Wind/Grüne). Da keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreichte, kommt es am 22. März zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Josef Putz mit 40,3 Prozent der Stimmen und Roman Holzinger mit 35,5 Prozent. In Büchlberg gewann bei der Bürgermeisterwahl Josef Hasenöhrl (FWG) mit sehr deutlicher Mehrheit. Er erhielt 80,6 Prozent der Stimmen, sein Gegenkandidat Lea Herrmann‑Reichold (CSU) kam auf 19,4 Prozent. In Ruderting wurde Hermann Haydn (Bürger für Ruderting) bei der Wahl zum Bürgermeister mit 64,8 Prozent der Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat Markus Krenn (CSU) erhielt 35,2 Prozent der Stimmen (bei einer Wahlbeteiligung von rund 75 Prozent).
Amtsinhaber Rudolf Müller trat nicht mehr zur Wahl an. In der Gemeinde Fürstenstein wurde Amtsinhaber Stephan Gawlik (CSU) erneut zum Bürgermeister gewählt. Er erzielte 89,9 Prozent der Stimmen. Gawlik trat dabei ohne Gegenkandidaten an. In Tiefenbach wurde Christian Fürst (CSU) bei der Bürgermeisterwahl mit 92,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Er war der einzige Bewerber, die Wahlbeteiligung lag bei 68,3 Prozent. In der Gemeinde Breitenberg wurde der amtierende Bürgermeister Adolf Barth (CPW) mit 50,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Sein Herausforderer Johannes Ramesberger (CSU) kam auf 49,2 Prozent. In der Gemeinde Sonnen wurde Klaus Weidinger (CSU) bei der Wahl zum ersten Bürgermeister mit 94,6 Prozent der Stimmen bestätigt. In Obernzell entschieden sich die Wählerinnen und Wähler mehrheitlich für Stefan Liebl (SPD) als neuen Bürgermeister. Er erhielt 62,3 Prozent der Stimmen, während Amtsinhaber Ludwig Prügl (CSU) auf 37,7 Prozent kam.






