„Könnte nicht stolzer sein“ – Kulturpreis Bayern für Kunst und Wissenschaft verliehen

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    Es waren bewegende Momente. Zahlreiche Künstlerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden am Donnerstagabend in München für ihr persönliches Wirken in Kunst und Wissenschaft mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Darunter der Kabarettist und Schauspieler Hannes Ringlstetter

    München. Künstlerinnen und Künstler sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden am Donnerstagabend (28. Oktober 2021) für ihre individuellen Leistungen mit dem Kulturpreis Bayern 2021 ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung in den Münchner Eisbachstudios erhielten in der Sparte Kunst der Musiker Wolfgang Buck, der Bildende Künstler Thomas Demand, das Künstlerpaar Gretel und Erwin Eisch, der Kirchenmusiker Reinhard Kammler und die Schauspielerin Luisa Wöllisch den Kulturpreis Bayern. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst überreichte Staatsminister Bernd Sibler an den Kabarettisten, Schauspieler und Musiker Hannes Ringlstetter. Die Preisverleihung wurde von Nina Sonnenberg moderiert. Für die Wissenschaft wurde die besondere Leistung von Absolventinnen und Absolventen sowie von Doktorandinnen und Doktoranden aller staatlichen bayerischen Hochschulen mit dem Preis ausgezeichnet.

    Der Kulturpreis Bayern, den die Bayernwerk AG in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht, wurde auch über digitale Kanäle und lokale TV-Anstalten live übertragen. Die Preisverleihungen wurden umrahmt von spannenden Gesprächen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern und zur Rolle von Kunst und Wissenschaft, unter anderem mit der Intendantin des Bayerischen Rundfunks, Dr. Katja Wildermuth. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der unverzichtbare Beitrag gewürdigt, den Künstlerinnen, Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Zukunftsgestaltung der Gesellschaft leisten. Der Vorstandsvorsitzende der Bayernwerk AG, Dr. Egon Leo Westphal, gratulierte den Ausgezeichneten: „Die Preisträgerinnen und Preisträger sind Menschen, die begeistert sind und aus deren Begeisterung etwas Besonderes entsteht. Damit sind sie ein Beispiel für viele andere, mutig zu sein, aufzubrechen, Neues zu wagen.“

    Persönliche Momente. Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter ehren Künstlerinnen und Künstler

    Die Künstlerinnen und Künstlern erhielten ihre Auszeichnung von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. So übergab Jan Meyer, Regisseur der Freien Bühne München, den Kulturpreis an Schauspielerin Luisa Wöllisch, deren Kindheitstraum es war, Schauspielerin zu werden. Er betonte dabei die großartige Professionalität, mit der sich Luisa Wöllisch in ihre jeweiligen Figuren begibt und auf tolle Weise eine Vorbildfunktion einnimmt. Mit Worten, die von Herzen kamen, überreichte Jan Meyer die Auszeichnung an Luisa Wöllisch: „Ich könnte nicht stolzer auf Dich sein, für das, was Du erreicht hast.“

    Der Bildende Künstler Wilhelm Koch übergab die Auszeichnung an Thomas Demand: „Man weiß bei seiner Kunst zunächst nicht, dass es eine Inszenierung ist. Auf den zweiten Blick erst entdeckt man die Inszenierung und kommt nicht umhin, sich mit dem Thema und der Kunst Demands auseinanderzusetzen. Er hat etwas Besonderes geschaffen und ist einer der erfolgreichsten bayerischen Künstler, der national und international höchste Anerkennung genießt“, betonte Wilhelm Koch. Der schwäbische Bezirksheimatpfleger Christoph Lang zeichnete den Kirchenmusiker Reinhard Kammler aus. „Er hat die Musikwelt in Schwaben geprägt“, so Lang, als er den Kulturpreis an Reinhard Kammler überreichte. Für Gretel und Erwin Eisch übergab Dr. Pia Dornacher die Auszeichnung. Sie ist die Leiterin des Lothar Fischer Museums in Neumarkt in der Oberpfalz, wo derzeit eine Ausstellung zur Glaskunst von Gretel und Erwin Eisch stattfindet. „Gretel und Erwin Eisch haben die internationale Studioglasbewegung auf den Weg gebracht und ein umfangreiches Werk gemeinsam geschaffen. Es ist schön, dass sie diese Auszeichnung nun auch gemeinsam für ihr Wirken erhalten“, so Dr. Pia Dornacher. Den Preis nahm Tochter Susanne Eisch entgegen, da Gretel und Erwin Eisch nicht vor Ort sein konnten. Wolfgang Buck erhielt den Kulturpreis aus den Händen des Lyrikers und Theaterkritikers Helmut Haberkamm. „Wolfgang Buck ist eine große Inspiration und ein Vorbild für viele andere Musiker. Er beeindruckt mit seinen starken, authentischen Liedern und Texten und hat die Gabe, schwierige Situationen umzuwandeln in Dialektkunst“, beschrieb Haberkamm.

    Sonderpreisträger Hannes Ringlstetter wurde von zwei namhaften Persönlichkeiten geehrt. Zum einen durch den langjährigen Freund und Kulturmanager Till Hoffmann. Zum anderen durch den Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, der Hannes Ringlstetter als Sonderpreisträger benannt hat. Till Hoffman erzählt launig von gemeinsamen Kindheitserlebnissen und beschrieb den künstlerischen Weg Ringlstetters. Minister Bernd Sibler: „Hannes Ringlstetter ist eine herausragende Künstlerpersönlichkeit und seit über 30 Jahren eine feste Größe auf den deutschsprachigen Bühnen – sei es als Moderator, Kabarettist, Schauspieler oder Musiker. Auch als Schriftsteller begeistert er mit satirisch, liebevoll grantelnden Anekdoten aus seinem Leben. Als Künstler ist er immer ehrlich und gradaus, wie für uns Niederbayern typisch. Er legt den Finger auch in Wunden – dahin, wo es wehtut – und übt ehrliche und direkte Kritik. Dabei verliert er nie seinen feinsinnigen Humor. Aufgrund dieser unglaublichen künstlerischen Vielfalt ist es mir eine große Ehre und Freude, Hannes Ringlstetter den Sonderpreis des Kulturpreises Bayern 2021 zu verleihen.“ Hannes Ringlstetter dankte im Anschluss insbesondere dem Kabarettisten und Schauspieler Ottfried Fischer, der unter den Gästen war. Fischer habe ihm damals den Weg zu seiner Karriere geebnet.

    Kulturpreis Bayern als Bühne für Kunst und Wissenschaft

    Bernd Sibler betonte: „Seit Beginn meines Amtsantritts ist es mir ein Herzensanliegen, Wissenschaft und Kunst im Freistaat sichtbar zu machen, um Kunst- und Wissenschaftstalente in ihrem Schaffen zu unterstützen. Dazu leistet der Kulturpreis Bayern als prominente Bühne einen wertvollen Beitrag. Mit der Auszeichnung wollen wir aber auch unsere grundsätzliche Wertschätzung für die zahlreichen Kunst- und Kulturschaffenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Bayern ausdrücken. Mit ihrer Kreativität, Originalität und ihrem Ideenreichtum machen sie den Freistaat bunter, lebenswerter und erfolgreicher. Dafür mein herzlicher Dank.“

    Im Jahr 2021 sind die Preisträgerinnen und Preisträger der Sparte Wissenschaft:

    Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Hochschulen
    Karthikeyan Chandra Sekaran, Technische Hochschule Ingolstadt
    Cornelius Frank, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
    Marvin Goetze, Technische Hochschule Aschaffenburg
    Marius Grad, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
    Lukas Häfner, Hochschule Coburg
    Sarah Haggenmüller, Hochschule Neu-Ulm
    Alexander Huber, Hochschule München
    Bettina Jonetzko, Hochschule Kempten
    Luisa Müller, Hochschule Ansbach
    Hinnerk Jannis Müller, Technische Hochschule Nürnberg
    Thea Petschek, Hochschule Hof
    Enikö Schradi, Hochschule Landshut
    Laura Siehler, Hochschule Würzburg-Schweinfurt
    Natalie Stut, Technische Hochschule Rosenheim
    Derya Alina Yakaboylu, Hochschule Augsburg
    Niklas Zell, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

    Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Kunsthochschulen
    Daniel Asadi Faezi, Hochschule für Fernsehen und Film München
    Maximilian Heimler, Hochschule für Musik Nürnberg
    Daniel Huss, Akademie der Bildenden Künste München
    Sangyoon Lee, Hochschule für Musik Würzburg
    Guoxin Tian, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
    Sophia Maria Urkan, Hochschule für Musik und Theater München

    Wissenschaftspreisträgerinnen und -preisträger der bayerischen Universitäten
    Dr. Sr. Raphaela Brüggenthies, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
    Dr. Dorothea Calmels, Universität Passau
    Dr. Christina Domene Moreno, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Dr. Sebastian Franz, Universität Augsburg
    Dr. Corinna Hartung, Ludwig-Maximilians-Universität München
    Dr. Susanne Hellmuth, Universität Bayreuth
    Dr. Fabian Mooshammer, Universität Regensburg
    Dr. Barbara Reiner, Technische Universität München
    Dr. Matthias Schnaubelt, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
    Dr. Anna Katharina Vogel, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Eine Auszeichnung mit Geschichte

    Seit mehr als 60 Jahren verleihen das Bayernwerk und seine Vorgängerunternehmen den Kulturpreis Bayern. Erstmals wurde der Preis 1959 verliehen – zunächst nur in Ostbayern. Seit 2005 wird der Kulturpreis bayernweit in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verliehen. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die von dem Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geformte Bronzestatue „Gedankenblitz“ und ein Preisgeld. Während eine Fachjury die fünf Kunstpreisträgerinnen und -preisträger auswählt, benennen die staatlichen bayerischen Hochschulen und Universitäten ihre besten Absolventinnen und Absolventen sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst zeichnet darüber hinaus eine Künstlerin oder einen Künstler mit einem Sonderpreis aus.

    Für ihre Bachelor- und Master-Arbeiten sowie Dissertationen werden die besten Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen, Kunsthochschulen und Universitäten ausgezeichnet. Dotiert sind die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis mit jeweils 5.000 Euro, in der Sparte Wissenschaft jeweils mit 2.000 Euro.

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