Kerzen machen Gewalt an Frauen sichtbar

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    Mahnwache in Passau anlässlich des Internationalen Aktionstags „NEIN zu Gewalt an Frauen“

    Passau. Ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen, öffentlichkeitswirksam verdeutlichen, wie wichtig es ist, betroffenen Frauen eine Stimme zu geben: Mit dieser Zielsetzung hat der lokale Aktionskreis „Frei leben ohne Gewalt“ anlässlich des Internationalen Gedenktags gegen Gewalt an Frauen (25. November) in der Passauer Fußgängerzone eine Mahnwache abgehalten.

    In den Vorjahren hatte der Aktionskreis in Einkaufszentren Infostände betrieben, um auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen und um gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das „Tabu-Thema“ zu lenken. „Weil wir im Zuge der Corona-Krise keinen Infostand anbieten konnten, haben wir uns für die Mahnwache entschieden. Wir möchten den Opfern gedenken und zugleich Sichtbarkeit erzeugen“, erklärte Sprecherin Hildegard Weileder-Wurm. Die Mitglieder des Aktionskreises entzündeten 150 Kerzen. Jede Kerze stand symbolisch für eine Frau, die alljährlich in Deutschland aufgrund von häuslicher oder sexueller Gewalt ihr Leben verliert. „Vor wenigen Tagen wurden die um 4,9 Prozent gestiegenen, aktuellen Zahlen veröffentlicht. Im Jahr 2020 waren 169 Opfer zu beklagen, 139 Frauen und 30 Männer. Im Schnitt sind es jedoch 150 Frauen, die an den Folgen von Gewalt sterben“, so Weileder-Wurm. 150 – eine Zahl, die eben nicht nur eine Zahl ist. Übertragen in Kerzenschein entstand ein Lichtermeer. Für Passantinnen und Passanten wurde so auf den ersten Blick deutlich, wie viele Schicksale hinter der Zahl stecken. Die Sensibilisierung für das Thema gelang also. „Unser Eindruck ist, dass die Mahnwache das Bewusstsein geschärft hat. Trotz widriger Witterungsverhältnisse blieben viele Menschen stehen, um mit uns ins Gespräch zu kommen. Außerdem haben wir kleine Pflastermäppchen verteilt. Auf diesen sind wichtige Anlaufstellen abgedruckt, bei denen Betroffene Hilfe finden“, erklärte Kathrin Plechinger, Geschäftsführerin des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) in der Diözese Passau.

    Mitglieder des Passauer Aktionskreises „Frei leben ohne Gewalt“ hielten in der Passauer Fußgängerzone eine Mahnwache ab (Foto: KDFB)

    Neben der Mahnwache umfasste das Rahmenprogramm des Aktionskreises weitere Veranstaltungen. Zunächst war das Buch „Erzählen als Widerstand“ vorgestellt worden, das spirituellen und sexuellen Missbrauchen an erwachsenen Frauen in der katholischen Kirche thematisiert. Im Rahmen eines Online-Treffens erhielten Interessierte Informationen über die Fachstelle „Täterarbeit häusliche Gewalt“ von pro familia. Am Aktionstag selbst wurde bei einem solidarischen Abendgebet in der Kirche St. Nikola in Passau für die Opfer gebetet. Das Gebet wurde von Studierenden der Fachakademie Passau gestaltet und von Christl und Steffi Rösch musikalisch begleitet. Im Anschluss wurde im Cineplex-Kino der Film „Nur eine Frau“ gezeigt. Dieser Film erzählt die tragische Lebensgeschichte von Aynur, die der Gewalt ihrer Ehe entflieht, um ein freies Leben zu führen.

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