Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Passau ist veröffentlicht

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    Keine Beanstandungen vom Projektträger des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

    Passau. Nachdem der Passauer Stadtrat Ende Oktober das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Passau beschlossen hat, kann es nach Freigabe durch den Projektträger des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit offiziell veröffentlicht werden. Von den Verantwortlichen der Stadtverwaltung nahm OB Jürgen Dupper das erste gedruckte Exemplar in Empfang.

    Das Integrierte Klimaschutzkonzept sieht Maßnahmen unter anderem in den Bereichen Wärme, Strom, Verkehr und Treibhausgasemission vor. Erarbeitet wurden bereits 39 Leitprojekte, die in den nächsten drei bis fünf Jahren umzusetzen sind. Dazu zählen Beratung und Information zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Agri-PV (Module auf landwirtschaftlichen Flächen). Förderung von Fahrrad- und nachhaltigem Tourismus, Klimakompass und Klimathon sowie ein regionaler Klimafonds.

    Das detaillierte Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Passau ist unter www.passau.de abrufbar.

    Bereits während der Erarbeitung des Konzepts konnten zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden beziehungsweise befinden sich aktuell in der Umsetzung. Zu nennen sind dabei etwa die Beschaffung der Passau-Becher in Sachen Nachhaltigkeit, die Umrüstung von Flutlicht in Sportanlagen auf LED, die Erneuerung bzw. Erweiterung der Photovoltaikanlagen in der Grundschule St. Anton und in der Kläranlage sowie eine E-Ladesäule am Bahnhof.

    Das Klimaziel der Stadt Passau orientiert sich an dem vorgegebenen Ziel der Bundesregierung, bis 2045 (Gesamtgebiet Stadt Passau bis spätestens 2050 annähernd klimaneutral, kommunale Verwaltung bis spätestens 2045) gemeinsam (Bürgerschaft, Wirtschaft, Verbände sowie Politik und Verwaltung) Klimaneutralität anzustreben. Im Gegensatz zu den bundesweiten Zielsetzungen und den Möglichkeiten von windstarken und flächenreichen Landkreisen und ländlichen Regionen, hat Passau im Bereich der erneuerbaren Energien im Bezug zu seiner Fläche nur begrenzte Möglichkeiten für eine streng territorial bilanzierte Klimaneutralität. Auch die Tatsache, dass zahlreiche historische Gebäude das Stadtbild prägen, eröffnet nur begrenzte Möglichkeiten für energetische Sanierungen und bauliche Änderungen. Alleine 28 Prozent der 90 städtischen Liegenschaften (Circaangaben) liegen im Ensemble-Bereich. Bei rund 67 städtischen Liegenschaften liegt das Baujahr vor 1990.

    Die Energiebilanz für die Stadt Passau hat ergeben, dass der gesamte Energieverbrauch in den letzten zehn Jahren leicht gesunken ist. Für das Jahr 2019 wurde ein Energieverbrauch von circa 1.717 Gigawattstunden errechnet. Der größte Teil wurde in den Haushalten verbraucht, die Bereiche Wirtschaft und Verkehr machen jedoch ebenfalls einen entscheidenden Anteil am Gesamtverbrauch aus. Die meiste Energie (54 Prozent) wurde für Wärme verbraucht, 29 Prozent für den Verkehr und 17 Prozent in Form von Strom.


    Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

    Nationale Klimaschutzinitiative
    Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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