ILE Passauer Oberland tagt in Salzweg

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    ILE Gemeinden besichtigen das umgebaute Salzweger Rathaus

    Salzweg. Mit einer Besichtigung unter Führung von Bürgermeister Josef Putz und dem Architekturbüro Zeilberger durch das neu gestaltete Salzweger Rathaus begann die letzte Mitgliederversammlung des ILE Passauer Oberland e.V.

    ILE Vorsitzender Bürgermeister Stephan Gawlik und seine Kollegen zeigten sich sichtlich beeindruckt von der zeitgemäßen Gestaltung und den ansprechenden Räumlichkeiten.

    Im großen Sitzungssaal begrüßte zunächst Gastgeber Putz seine Kollegen und Gäste aus den ILE Gemeinden und des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern. Er freute sich darüber, ihnen endlich das Ergebnis des Umbaus in Gänze präsentieren zu können und hob dabei hervor, dass man den Bürgern „eine gute Anlaufstelle mit Transparenz, Barrierefreiheit und digitaler Versorgung“ sein wolle. Er führte weiter aus, er habe durch viele Gespräche – auch mit seinen ILE-Kollegen – gute Impulse erhalten. ILE-Vorsitzender Gawlik beglückwünschte die Gemeinde Salzweg zu diesem gelungenen Umbau und dankte für die Führung durch das Haus. Besonders freute es die Runde, dass die ILE-Zusammenkunft die erste Sitzung überhaupt im neuen Sitzungssaal war. Eine gelungene Premiere, waren sich alle einig.

    Danach beschäftigte sich das Gremium mit der umfangreichen und vielfältigen Tagesordnung. Barbara Messerer berichete als Managerin der Öko-Modellregion Passauer Oberland über bevorstehende Neuerungen, die insbesondere die Fördermöglichkeiten ab dem kommenden Jahr betreffen. So gibt es neben der eigentlichen Förderung der Öko-Modellregionen zwei neue Fördersäulen: Privatpersonen oder Initiativen können ab 2022 Fördermittel für Projekte direkt über das Amt für Ländliche Entwicklung Niedrbayern beantragen. Einzige Voraussetzung sei eine positive Stellungnahme der Öko-Modellregion zu den Projektvorhaben, so Barbara Messerer. Des weiteren soll es ab dem kommenden Jahr – ähnlich wie bei der ILE Passauer Oberland selbst – ein Budget für Kleinprojekte geben. In Anlehnung an das Regionalbudget, das es seit 2020 für ILE Verbünde gibt, hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ab 2022 auch einen Verfügungsrahmen für Kleinprojekte eingerichtet, den die Öko-Modellregion autark verwalten und abwickeln wird. Dafür stehen insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung. Die Bürgermeister der elf Mitgliedergemeinden beschlossen einstimmig, auch dieses Budget in Anspruch nehmen zu wollen und beauftragten die Managerin der Öko-Modellregion mit der Antragstellung für das Jahr 2022.

    Seitens der ILE Passauer Oberland informierte Geschäftsführerin Gabriele Bergmann über die erfolgreiche Abwicklung der insgesamt 15 Kleinprojekte, die dieses Jahr im Rahmen des ILE-Regionalbudgets genehmigt worden waren. Mit rund 94.000 Euro kann fast die Gesamtsumme von 100.000 Euro ausgeschüttet werden. Sie bedankte sich ausdrücklich bei den Vertretern des ALE Niederbayern für dieses großartige Förderinstrument, das es ermögliche, bürgernahe Projekte umzusetzen. Daher sprachen sich alle ILE-Bürgermeister wieder einstimmig für eine Fortsetzung auch im Jahr 2022 aus.

    Weitere wichtige Punkte der Mitgliederversammlung waren die Aufstellung des Vereinshaushalts und das Thema Vereinsversicherungen. Ebenso stand die Fortführung des neu ausgerichteten Handlungsfeldes Energie & Umwelt, das um die Aspekte Nachhaltigkeit & Ressourcenschutz erweitert worden ist, auf der Agenda. Hierzu erfolgte der einstimmige Beschluss, eine Anschlussförderung über die Regierung von Niederbayern zu beantragen.

    Aus dem Handlungsfeld Demographie gab es zu berichten, dass noch im Herbst die Jugend- und Seniorenbeauftragten zu jeweils einem Austauschtreffen eingeladen werden. Das Thema Pflegestützpunkt im ILE-Gebiet bzw. im Landkreis Passau, das seitens der ILE-Verantwortlichen vor mehr als einem Jahr angestoßen worden war, wird seitens des Landkreis Passau leider nicht unterstützt. Die Hoffnung liegt nun im Projekt „Aufbau eines Demenznetzwerks in der Region“, das ebenfalls vom Handlungsfeld Demographie initiiert wurde. Hier soll im November ein weiteres Treffen mit den Beteiligten des bisherigen Austausches stattfinden.

    Im Bereich Wirtschaft ging eine Anfrage seitens eines Unternehmens aus Tiefenbach an die ILE Passauer Oberland bezüglich der Ausrichtung einer gemeinsamen Ausbildungsmesse ein. Dazu wurde einstimmig beschlossen, dass ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet werden soll, um den Betrieben im ILE-Gebiet die Rekrutierung von Auszubildenden zu ermöglichen. Hintergrund für die Anfrage war die erneute Absage der Ausbildungsmesse in Passau für Februar 2022. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt.

    Das Handlungsfeld Vereine & Bürgerschaftliches Engagement informierte über den Info-Abend im Rahmen der Vereinsschule Passauer Oberland zum Thema „Soziale Medien und ihr Nutzen in der Vereinsarbeit“. Rund 20 Anmeldungen waren eingegangen.

    Abschließend schlug ILE-Geschäftsführerin Bergmann vor, im nächsten Jahr wieder eine Fachexkursion zu unternehmen. Dazu hatten sich die ILE-Geschäftsstelle und die Öko-Modellregion Passauer Oberland eine zweitägige Fahrt nach Oberbayern vorgestellt, die sowohl fachliche Aspekte der Öko-Modellregion als auch der ILE-Handlungsfelder aufgreifen wird. Es sollte dabei in die Umgebung Münchens und in den Rupertwinkel gehen. Die Mitgliedsgemeinden zeigten sich davon angetan.

    Zum Schluss einigte man sich noch auf den Termin für die Jahreshauptversammlung des Vereins Passauer Oberland: diese findet am 8. Dezember in Neukirchen vorm Wald statt.

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