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Freitag, Juni 14, 2024

ILE Passauer Oberland: Große Zufriedenheit mit der 10-Jahres-Bilanz Weichen für 2020 sind gestellt

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Fürstenstein. Bei ihrem gemeinsamen Auftakt-Workshop zu Jahresbeginn stellten die elf ILE Gemeinden des Passauer Oberlandes mit den verantwortlichen Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE) und den zuständigen Projektmanagern die Weichen für das Jahr 2020. Aber nicht nur das: Unter Moderation von Nina Kiehlbrei und Michael Greiner vom ALE reflektierten Bürgermeister, Geschäftsleiter und ILE-Verantwortliche zunächst miteinander die Aktionen des vergangenen Jahres, blickten aber auch auf 10-Jahre ILE-Arbeit zurück. Eine Vielzahl der damals im sogenannten ILEK (Integriertes Ländliches Entwicklungs-Konzept) erarbeiteten Projektansätze und Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt oder weiterentwickelt. Die Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung bescheinigten der ILE Passauer Oberland, die dieses Jahr ihr 10-jähriges Gründungsjubiläum feiern kann, „einen bemerkenswert hohen Grad an Aktivität und eine gute Bilanz der ILE-Arbeit“, so Michael Greiner, stellvertretender Behördenleiter des ALE Niederbayern.

Alle waren sich darin einig, die erfolgreiche Arbeit auch künftig aktiv weiterführen zu wollen und sich daher für die Folgejahre neu auszurichten. Dazu soll das ursprüngliche Konzept aus dem Jahr 2011 nun überarbeitet werden. Dies ist für die erste Jahreshälfte vorgesehen. Trotzdem müssen die Zielsetzungen des laufenden Jahres angegangen und die Planungen dazu umgesetzt werden. Hierzu nutzte man die Zeit in der großen Runde, um sich darüber abzustimmen. Gemeinsam erörterte man, durchaus auch kritisch, die Themen- und Handlungsfelder Demografie, Energie & Umwelt, Ortsentwicklung, Tourismus & Freizeit, Vereine & Ehrenamt, Wirtschaft und Verwaltungskooperation der ILE und legte schließlich die Ziele für 2020 fest. So soll beispielsweise an den gut eingeführten Aktionen wie etwa dem Unternehmertreffen im Rahmen des Wirtschaftsnetzwerks, dem wichtigen Austausch mit den Jugend- und Seniorenbeauftragten der Gemeinden, der Klimaschutzinitiative in den Schulen oder etwa den Info-Abenden im Rahmen der Vereinsschule Passauer Oberland festgehalten werden.  Neue Akzente sollen beispielsweise durch eine größere Vernetzung zwischen „Jung & Alt“ sowie im Bereich Natur & Umwelt kommen.  Angebote für die Vereinsarbeit und ehrenamtliches Engagement sollen ausgebaut werden, um das Ehrenamt vor Ort zu stärken.  Schließlich kam wieder eine umfangreiche und vielseitige Agenda zustande.

Die Runde widmete sich aber auch übergeordneten Themen. Als herausragend sind in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der ILE die bevorstehende Gründung des Vereins Passauer Oberland e.V. zu nennen, der die bisherige Form des Zusammenschlusses als ARGE (Arbeitsgemeinschaft) ablösen wird. Diese soll noch im Laufe des 1. Quartals vollzogen werden.
Des Weiteren kam die Umsetzung des im letzten Jahr entwickelten Marken- und Kommunikationskonzepts zur Sprache. Das „WIR“ wird dabei eine besondere Rolle einnehmen. Insbesondere sollen seitens der Gemeinden auch Ratsmitglieder und Gemeindeverwaltungen informiert werden und als Multiplikatoren die Marke Passauer Oberland unterstützen. Aber auch die nächsten Schritte bei der Realisierung des Kernwegeprojekts wurden besprochen, ebenso die Vorbereitung des sogenann-ten Regionalbudgets. Bei diesem handelt es sich um eine neue Fördermöglichkeit, die bayernweit z.B. für ILE-Verbünde 100.000 € zur Verfügung stellt, um Kleinprojekte in den ILE-Gebieten zu fördern. In diesem Zusammenhang wurde die Besetzung des Entscheidungsgremiums sowie die verantwortliche Stelle abgestimmt.

Die beiden ILE-Vorsitzenden Bgm. Stephan Gawlik (re) und Bgm. Walter Bauer (li) bei der Verabschiedung der langjährigen ILE-Projektbetreuerin seitens des ALE, Nina Kiehlbrei (Foto: ILE Passauer Oberland)

Selbstverständlich nahm an dieser Klausurtagung auch das Thema Öko-Modellregion Raum ein. So berichtete Barbara Messerer in ihrer Funktion als Managerin der Öko-Modellregion über die bevorstehenden Termine, darunter das erste Zusammentreffen der Lenkungsgruppe und das erste Akteurstreffen mit rund 30 Teilnehmern Ende Januar in Fürstenstein. Auch über die Teilnahme der Öko-Modellregion an der DreiLänderMesse hat sie berichtet. ILE-Projektmanagerin Gabriele Bergmann informierte zum Stand der bisherigen Planungen in den einzelnen Handlungsfeldern. Einige Termine stünden bereits fest, so z.B. eine Veranstaltung mit der Seniorenakademie Bayern am 24. April in Tiefenbach oder auch das erste Unternehmertreffen dieses Jahres im Mai in Tittling. Das Kernthema für die nächsten Wochen werde allerdings die Beteiligung an der DreiLänderMesse sein, so Bergmann.

Der Abschluss dieses Auftakt-Workshop stand leider unter dem Zeichen des „Abschiednehmens“. Nina Kiehlbrei wird als Projektbetreuerin seitens des ALE zum 1.3.2020 ausscheiden. Sie wurde zurück nach München, in ihre Heimatstadt, berufen und wird künftig für die ILE-Allianzen bayernweit im Bereich Zentrale Angelegenhei-ten der Ländlichen Entwicklung (BZA) tätig sein. Zum Abschied bedankten sich die beiden ILE-Vorsitzenden Bürgermeister Stephan Gawlik und sein Kollege Walter Bauer bei Nina Kiehlbrei für ihre wertvolle fachliche Unterstützung in den letzten vier Jahren und ihre Offenheit für die Belange der ILE Passauer Oberland mit einem Präsent.  

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