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Montag, April 22, 2024

Heizen mit Holz entlastet die deutsche CO2-Bilanz und stärkt die regionale Wirtschaft

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Frankfurt am Main. – Scheitholz macht heute rund die Hälfte der erneuerbaren Energieträger aus, die in Deutschland zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Damit trägt der nachwachsende Rohstoff aus heimischer Produktion maßgeblich zur CO2-Reduzierung bei. Denn mit jedem Scheit Holz, das unsere Wohnstuben erwärmt, werden zugleich weniger fossile Energieträger wie Heizöl oder Gas verbrannt. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt, aufmerksam.

Die Besitzer der rund 12 Millionen privat genutzten Holzheizungen in Deutschland verwenden jährlich rund 15 Millionen Tonnen Brennholz. Hölzer, die bei der notwendigen Durchforstung der Wälder oder in Sägewerken als Nebenprodukt anfallen, stellen hierbei den weitaus größten Anteil. Aufgrund der nachhaltigen Forstwirtschaft wird dem Wald maximal so viel Holz entnommen, wie auch nachwächst. Das Gute: So hat die Biomasse in den deutschen Wäldern zwischen 1990 und 2012 sogar um 17 Prozent zugenommen. Darüber hinaus trägt Holz nicht zum Treibhauseffekt bei. Bei seiner Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie zuvor vom Baum während seines Wachstum aufgenommen wurde und beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald ohnehin entstehen würde. Man spricht daher bei Holz auch von „CO2-Neutralität“.

Jedes Holzscheit ersetzt Öl oder Gas und sichert heimische Arbeitsplätze

„Fossile Brennstoffe durch den nachwachsenden Rohstoff Holz zu ersetzen, ist grundsätzlich positiv zu sehen“, so Christiane Wodtke, Präsidentin des HKI. „Neben dem Beitrag zum Klimaschutz fallen auch ökonomische Aspekte wie die Sicherung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen, die Wertschöpfung im Inland sowie eine größere Unabhängigkeit von Importen ins Gewicht.“ So sind in der deutschen Forstwirtschaft rund 100.000 Menschen beschäftigt, die einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro erzielen. Geld, das vor Ort generiert wird und die regionale Wirtschaftskraft stärkt.

Zudem kann durch die energetische Nutzung von Holz eine entsprechende Menge fossiler Brennstoffe eingespart werden, was zu einer Reduzierung von schätzungsweise rund 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen führt. Für eine ökologisch sinnvolle Nutzung von Brennholz ist jedoch die Handhabung entscheidend: Behandeltes, gestrichenes oder frisch geschlagenes Holz hat im Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin nichts zu suchen. Bei frischem Holz würde der hohe Wasseranteil zu einer unvollständigen Verbrennung führen. Erst nach rund zwei Jahren Lagerung erreicht das Holz die optimale Restfeuchte von unter 20 Prozent und kann als Brennmaterial verwendet werden – und das mit beachtlicher Wirkung: Ein Raummeter trockenes Holz hat die Heizkraft von rund 170 Litern Öl oder rund 190 Kubikmetern Gas. Weitere Informationen auch im Internet unter www.richtigheizenmitholz.de oder www.ratgeber-ofen.de.

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