Grundschule Neuschönau hat nun eine Hecke

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    Erstklässler legen besonderen Lebensraum an – Projekt mit dem Nationalpark Bayerischer Wald

    Neuschönau. Die Hecke ist nicht nur ein Zuhause für viele Tiere wie Kröten, Igel oder Vögel. Einige Sträucher locken mit ihren nektarhaltigen Blüten auch eine Vielzahl von Insekten an. Wie wichtig es ist, diesen Lebensraum zu schützen, haben die Erstklässler der Heinz-Theuerjahr Grundschule Neuschönau im Unterricht gelernt – und daraus zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald ein Projekt entwickelt: Die Kinder durften vor dem Schulgebäude ihre eigene Hecke pflanzen.

    Holunder, Weißdorn, Schneeball und noch viele weitere Straucharten hatten die Nationalpark-Mitarbeiter zur Grundschule mitgebracht. „Insgesamt pflanzen wir 18 Sträucher“, erklärte Nicole Graf-Kilger vom Umweltbildungsteam. Zusammen mit Heinrich Meininger, Mitarbeiter im Pflanzen-Freigelände, mit den Teilnehmern am Freiwilligen ökologischen Jahr und mit Stefan Breit, dem Hausmeister der Grundschule, wurden zunächst die passenden Löcher für die Sträucher ausgegraben. Für das Einpflanzen waren dann schließlich die Kinder zuständig.

    Nicole Graf-Kilger freute es sehr, dass sich die erste Klasse mit diesem Thema beschäftigt und das Augenmerk auf diesen besonderen Lebensraum gelenkt hat. Und nur allein mit der Pflanzaktion ist es auch nicht getan. „Wir werden nicht nur die Sträucher pflanzen, im nächsten Jahr soll auch eine Blühwiese hinzukommen, und zwar rund um den bereits bestehenden Bienenkorb“, ergänzte Lehrerin Heidi Melch, die an der Schule für die Kooperation mit dem Schutzgebiet zuständig ist. Hilfe gibt es dann vom Bund Naturschutz, der das passende saatgut liefert.

    Außerdem ist in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark ein Wildbienen- und Insektenprojekt geplant. Dabei soll gemeinsam mit den Kindern ein Insektenhotel gebaut werden. „Damit auch andere Schulen von dem Vorhaben profitieren, werden wir einen Leitfaden zur naturnahen Gestaltung von Außenbereichen und zur Nutzung für den fächerübergreifenden Umweltunterricht ausarbeiten und allen Interessierten zur Verfügung stellen“, sagt Nicole Graf-Kilger.

    Am Ende des Vormittags waren sich schließlich alle Beteiligten einig: Heimat- und Sachkundeunterricht macht in dieser Form nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch doppelt lehrreich. Und nun freuen sich die Kinder darauf, wenn im Frühjahr ihre Hecke zu blühen beginnt.

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