Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek (Mitte) war am heutigen Donnerstag im Gesundheitsamt in Waldkirchen, um die Förderplakette für die Gesundheitsregionplus im Landkreis Freyung-Grafenau an Landrat Sebastian Gruber (2. V. l.) zu übergeben. Mit dem Landrat freuten sich (von links) aus dem Gesundheitsamt die Leiterin der Führungsgruppe Karen Schier, Abteilungsleitung Dr. Sonja Kandlbinder und Ferdinand Ertl sowie Waldkirchens Bürgermeister Heinz Pollak, dass der Landkreis in das Programm Gesundheitsregionplus mit aufgenommen wurde (Foto: Landratsamt Freyung-Grafenau)

„GesundheitsregionPlus wird die Lebensqualität im Landkreis FRG verbessern“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek übergibt Förderplakette an Landrat Sebastian Gruber

Waldkirchen. Gesundheit ist das höchste Gut, das weiß man auch im Landkreis Freyung-Grafenau. Um die Lebensqualität der Menschen im Landkreis, was das Thema Gesundheit angeht, zu verbessern, hat sich der Landkreis als GesundheitsregionPlus beworben und den Zuschlag erhalten. In den kommenden fünf Jahren fließen damit insgesamt bis zu 250 000 Euro an Fördergeldern des Freistaats in den Landkreis. Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert seit 2015 Landkreise und kreisfreie Städte, die eine GesundheitsregionPlus bilden.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek war am heutigen Donnerstag (15.07.) im Gesundheitsamt in Waldkirchen, um die Förderplakette für die GesundheitsregionPlus im Landkreis FRG an Landrat Sebastian Gruber zu übergeben. Der Minister betonte: „Unser oberstes Ziel ist es, die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung für die Menschen sicherzustellen – und das in der Stadt und auf dem Land. Dabei spielen die GesundheitsregionenPlus eine ganz zentrale Rolle. Mit Freyung-Grafenau haben wir nun sieben GesundheitsregionenPlus allein in Niederbayern und insgesamt 55 Mitglieder in unserer stetig wachsenden Familie. Ich freue mich, dass das Engagement der Kommunen groß ist.“

„Das Projekt GesundheitsregionPlus“, erklärte Landrat Gruber bei der Übergabe, „ist ein wichtiger Schritt, um die Gesundheitsversorgung noch weiter zu verbessern, zum Wohle aller Landkreisbürger.“ In Richtung des Ministers gewandt, zeigte sich Gruber dankbar für die Unterstützung durch den Freistaat.

Koordiniert von einer eigens eingerichteten Geschäftsstelle, sollen sich in der GesundheitsregionPlus möglichst viele Akteure aus den Bereichen Gesundheit und Pflege vernetzen. Angebote aus den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung, Gesundheitsversorgung und Pflege sollen damit besser aufeinander abgestimmt und ausgebaut werden. Jede GesundheitsregionPlus wählt dabei eigene Schwerpunkte. Grundlage für die Auswahl, wird eine noch zu erstellende Bedarfsanalyse sein.

Im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung geht es dabei grundsätzlich um Themenfelder wie zum Beispiel gesunde Ernährung, Bewegungsförderung (Sport) oder die medizinisch-soziale Versorgung älterer Menschen. Der Bereich Gesundheitsversorgung umfasst alle Arten lokaler Krankenversorgung, wie etwa die medizinisch-geriatrische Versorgung, die Palliativ- und Hospizversorgung oder Themen wie psychische Gesundheit. Im Bereich der Pflege sind mögliche Themen, neben der allgemeinen Versorgungssituation, die Vermeidung und Verringerung von Pflegebedürftigkeit oder die Förderung einer aktiven, selbstbestimmten Lebensweise bis ins hohe Alter.
Worauf man im Landkreis den Fokus richten wird, soll erst nach Abschluss der Bedarfsanalyse festgelegt werden.

Mitwirken an der Gesundheitsregionplus werden Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen, die im Landkreis bei der gesundheitlichen Versorgung, der Prävention und Gesundheitsförderung und im Bereich der Pflege eine wesentliche Rolle wahrnehmen. Zentrales Leitungs- und Steuerungsgremium ist ein Gesundheitsforum, besetzt mit Landrat Gruber als Vorsitzendem und 20 bis 30 weiteren Akteuren des Gesundheitswesens. In den drei Feldern Gesundheitsförderung/Prävention, Gesundheitsversorgung und Pflege wird es Arbeitsgruppen geben, die in den jeweiligen Feldern Projekte ins Leben rufen sollen. Dieser ganze Prozess wird koordiniert, betreut, unterstützt und wo nötig moderiert von einer eigens eingerichteten Geschäftsstelle. Für die personelle Besetzung dieser Stelle läuft der Einstellungsprozess.

„Durch eine bessere Vernetzung der Versorgungsangebote und der entscheidenden Akteure im Landkreis sowie die durch Initiierung von neuen gesundheitsbezogenen Projekte wollen wir ein Mehr an Effizienz und Qualität erreichen“, betonte Landrat Gruber zum Abschluss der Übergabe, „davon werden alle Landkreisbürger profitieren“.