Gedenken und Ehrungen bei den Maltesern

Die Geehrten mit Diözesanleiter Max-Georg Graf von Arco auf Valley (v.l.), Bürgermeister Andreas Rother, stellvertretendem Landrat Hans Koller (5.v.l.), stellvertretender Landrätin Helga Weinberger (vorne 3.v.r.), Diözesangeschäftsführer Diakon Rainer F. Breinbauer (hinten ab 3.v.r.), Regionalleiter Franz Graf von La Rosée und Malteser Präsident Georg Khevenhueller (Foto: Kloiber)

„Einsatz gibt der Gesellschaft ein menschliches Gesicht“

Passau. Wie schon im vergangenen Jahr, so nahmen auch heuer ungewöhnlich viele Malteser am Gottesdienst für ihre Verstorbenen am Gedenktag ihres Ordensgründers, des seligen Gerhard, in der Kirche St. Anton teil. Nach der Messe wurden langjährige verdiente Ehrenamtliche geehrt. Anwesend waren auch die Mitglieder des Regionalrats der Malteser Bayern-Thüringen, die in der Dreiflüssestadt tagten.

Wie alle Jahre, so gestaltete Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum – heuer erstmals zusammen mit Diözesangeschäftsführer Diakon Rainer F. Breinbauer – wieder einen sehr feierlichen und würdevollen Gottesdienst, den Robert Kabuye an der Orgel ebenso feierlich umrahmte.

„Es ist eine Person, die über diesem Gottesdienst steht. Der selige Gerhard, der auf seine eigene Weise dem Glauben unserer Kirche ein Gesicht gegeben und vor allem Zeugnis abgelegt hat von dem einen Christus“, betonte Pfarrer Trum eingangs seiner Predigt. Viel sei nicht bekannt vom Ordensgründer, „aber seine Hilfsbereitschaft, sein christliches Tun am Notleidenden und Kranken, sein Glaubensmut leben heute noch fort in unserer Malteserfamilie.“

Die Predigt stand unter dem Motto: „Ihr seid ein Brief Christi“, und Pfarrer Trum erklärte, was das bedeutet: „Ihr tragt weiter, was Gott durch Jesus Christus sagen will.“ Briefe, so der Geistliche weiter, können eine unterschiedliche Gestalt haben. Das Entscheidende aber sei der Inhalt, die Botschaft. Die Malteser seien ein Brief Christi, „ein Dokument seiner Gnade. In Euch lebt die Botschaft. Liebe Malteser, Du und ich, in unserer Person, wir sind manchmal das einzige Evangelium, das heutzutage noch gelesen wird.“ Er ermunterte seine Malteser. „Glaube ist Wagnis! Als Malteser müssen wir dieses Wagnis des Glaubens riskieren!“

Im Anschluss nahm Diözesanleiter Max-Georg Graf von Arco auf Valley zusammen mit Passaus Bürgermeister Andreas Rother sowie den stellvertretenden Landräten von Passau und Freyung-Grafenau, Hans Koller und Helga Weinberger, die Ehrungen vor. „Heute zeichnen wir Ehrenamtliche des Malteser Hilfsdienstes e.V. in Passau aus, die seit 25 Jahren, seit 40 und sogar 50 Jahren den Leitsatz der Malteser „…weil Nähe zählt“ in den Alltag tragen. Diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer übernehmen viele Dienste in ihrer Freizeit. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz stellen sie eine wertvolle Hilfe für die Gemeinschaft dar“, lobte der Diözesanleiter.

Einen würdigen Gottesdienst gestalteten Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum und Diözesangeschäftsführer Diakon Rainer F. Breinbauer (Foto: Friedsam)

Dankesworte für die Stadt Passau und auch für die beiden Landkreise, sprach Andreas Rother. Der Satz „Wer, wenn nicht wir!?“ sei einmal während einer Besprechung zum Thema Integration von Schwerbehinderten in der Stadtverwaltung gefallen. „Ich finde, dass dieser bewusst als Appell und nicht als Frage gemeinter Satz hervorragend als Überschrift zur heutigen Veranstaltung dienen kann. Denn Sie alle, die Sie sich hier mit mir zusammen zu dieser Feierstunde versammelt haben, leben genau nach dieser Maxime, zum Wohle ihrer Mitmenschen.“

Er dankte den Ehrenamtlichen sehr herzlich „für Ihre Kreativität, für Ihre Umsicht und Verlässlichkeit, für Ihr Herzblut und Ihr Einfühlungsvermögen, für alle Ihre Talente und Fähigkeiten, die Sie in Ihre freiwilligen Aufgaben einbringen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz gibt unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht.“

Ehrenzeichen am Bande des Freistaat Bayern für 25-jährige Dienstzeit

Stadtpfarrer Johannes B. Trum, Passau
Diese Auszeichnung ist eine von vielen, die Stadtpfarrer Trum als Diözesangeistlicher und Diözesanjugendseelsorger für die Malteser in Passau für sein unermüdliches und außerordentliche Engagement als Geistlicher erhält. Er hat stets ein offenes Ohr und ein offenes Herz für die Mitglieder der Malteser Jugend. Er begleitet oft auch mehrtägige Veranstaltungen und ohne ihn würde es die Malteser Jugend Passau in der jetzigen Form nicht geben. Er genießt das vollste Vertrauen seitens der Vorstandschaft und ist auch im Diözesanjugendführungskreis vertreten.

Yvonne Oberneder, Waldkirchen.
Sie ist Leiterin der Jugendgruppe Karlsbach und Initiatorin der Inklusionsolympiade. Sie ist im Bereich der Jugend sehr engagiert und stets zur Stelle.

Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern für 40-jährige Dienstzeit

Rosmarie Friedsam, Büchlberg
Die Tätigkeiten aufzuzählen, für die Rosmarie Friedsam sich zuständig zeigt und alle ehrenamtlichen Bereiche, in die sie involviert ist, würde den Rahmen dieser Veranstaltung sprengen. Rosmarie Friedsam ist mit Leib und Seele Malteserin, bei allen bekannt und beliebt und eine große und unverzichtbare Stütze unserer Hilfsorganisation. 

Ingrid Friedsam, Freyung
Sie ist äußerst stark engagiert und eine wertvolle Helferin bei vielen Sanitätseinsätzen und Veranstaltungen. Sie war stellvertretende Gruppenleiterin und Unterstützung bei den Diözesanwettbewerben.

Maximilian Roll, Passau
Er ist ehrenamtlicher Rettungssanitäter und unterstützte viele Jahre als Hausmeister die Dienststelle. Als Ansprechpartner in der Malteser Garde ist er Helfer und Repräsentant bei Einsätzen und Veranstaltungen. Die Malteser Garde ist unter seiner Führung und seinem Engagement eine wichtige und wertvolle Institution.

Johann Kloiber, Grainet
Er ist seit 1988 Mitglied der Gruppenführung in Fürholz und Mitbegründer der Helfer vor Ort in Grainet-Fürholz sowie Leiter der Verpflegungseinheit Fürholz. Als langjähriges Vorstandsmitglied vertrat er die Belange als Helfervertreter. Er ist ein Malteser mit Leib und Seele.

Anneliese Schmid, Hohenau
Anneliese Schmid ein aktives und engagiertes Mitglied und eine wertvolle Stütze und aktive Helferin in der Kinder-, Jugend-, Senioren- und Alten- sowie Krankenhilfe. Für sie ist „helfen“ eine Selbstverständlichkeit.

Roland Kronawitter, Passau
Er langjähriger aktiver Helfer im Katastrophenschutz mit verschiedenen Führungsfunktionen und Einsatzleiter bei vielen Großveranstaltungen. In den vielen Jahren seiner Zugehörigkeit war er bei den meisten der Einsätze aktiv vor Ort und als Ansprechpartner unverzichtbar.

Großes Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern für 50-jährige Dienstzeit

Posthum wurde an Ludwig Berger aus Waldkirchen in Stellvertretung seiner Gattin Maria Berger die Auszeichnung für 50 Jahre übergeben.

Sichtlich gerührt war Maria Berger, die selbst das Großes Ehrenzeichen am Bande des Freistaates Bayern für 50-jährige Dienstzeit erhielt, über die posthume Auszeichnung für ihren Ehemann Ludwig. Mit im Bild Diözesanleiter Max-Georg Graf von Arco auf Valley (v.l.), Bürgermeister Andreas Rother aus Passau, der stellvertretende Landrat von Passau, Hans Koller, und die stellvertretende Landrätin aus Freyung-Grafenau, Helga Weinberger (Foto: Kloiber)

Ludwig Berger war 50 Jahre aktiv in vielen Bereichen der Malteser über das übliche Maß hinaus engagiert, wobei ihm immer das Wohl seiner Mitmenschen und natürlich das seiner Malteser-Familie am Herzen lag. Er war lange Jahre stellvertretender Diözesanleiter und Kreisbeauftragter für Freyung-Grafenau. Zu seinem plötzlichen Tod im Juni dieses Jahres charakterisierte ihn ein Freund treffend: „Er war sich für nichts zu schade. Ludwig Berger war Anker, Matrose und Kapitän.“

Seine Frau Maria Berger, die ebenfalls für 50 Jahre als aktives Mitglied geehrt wurde, unterstützte ihren Mann sowie den Malteser Hilfsdienst bei vielen seiner Tätigkeiten, u. a. bei Ausflugsfahrten und den Wallfahrten nach Altötting und Rom. Sie war und ist Stütze und Unterstützung in vielen Bereichen des Ehrenamtes.

Brigitte Draxinger, Waldkirchen
Auch sie ist von sich aus, aber auch als Gattin eines Malteser-„Urgesteins“ stets in die Belange der Hilfsorganisation involviert und hat sich in großem Maße in den vielen Jahren ihrer Zugehörigkeit Verdienste und Anerkennung erworben.

Gerhard Kölbl, Waldkirchen
Er hat in den vielen Jahren seiner ehrenamtlichen Tätigkeit große Verdienste im Malteser Hilfsdienst erworben. Viele Jahre war er aktiv als Gruppenführer tätig und Ansprechpartner für die Malteser Mitglieder.