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Sonntag, Mai 26, 2024

Frühlingswanderungen mit dem HNKKJ e. V. Waldkirchen

Lesestoff

An den Osterfeiertagen sind Teilnehmer an zwei Osterbächen in der Region gewandert. Die erste Wanderung führte die Gruppe auf den Gipfel des Eidenberger Lusen im Wegscheider Land, mit seinen mächtigen Felstürmen aus Granit und Gneis, die dem Berg auch schon den Namen „Kleiner Dreisessel“ eingebracht hat. Auf dem Weg zum Gipfel des Eidenberger Lusen, mit seinen herrlichen Ausblicken in das Mühlviertel und die Böhmerwaldkette mit Dreisessel, Plöckenstein und Hochficht, machte die Gruppe mit dem Waldführer Günter Obermüller Halt an der Kapelle, die von der Eidenberger Feuerwehr errichtet worden ist(Bild 1). Mit musikalischer Begleitung wurde dort der schöne Lobgesang „Laudato si, mi signore“ (Gelobt seist du, mein Herr) des Heiligen Franziskus von Assisi gesungen:

Laudato si, mi signore. Sei gepriesen für deine hohen Berge, sei gepriesen für Felder, Wald und Täler, sei gepriesen für deiner Bäume Schatten, sei gepriesen, denn du bist wunderbar o Herr!

So eine von den sieben Strophen des Lobgesangs. Danach diskutierten die Teilnehmer über die Enzyklika des Papst Franziskus über den Umgang des Menschen mit Schöpfung und Natur, die dieser unter diese Überschrift gestellt hat, um auf die Gefahren des Klimawandels und des Artensterbens hinzuweisen. Über rauschende Wasser am Osterbach, dem Grenzbach zu Oberösterreich, wanderte man dann zurück zum Ausgangspunkt in Eidenberg.

Die nächste Osterbach, diesmal im Umfeld von Waldkirchen, stand dann an diesem Sonntag auf dem Jahresprogramm des HNKKJ e. V. Fast 20 Teilnehmer aus der näheren und weiteren Umgebung folgten zunächst an dem sommerwarmen Frühlingstag dem wunderbar im Wiesengrund mäandrierenden Wermutbach zur Kanaumühle, wo Hans Krottenthaler, der Vorsitzende des Kulturvereins Röhrnbach und Mühlenexperte eine interessante Geschichte aus der Vergangenheit der Mühle erzählen konnte, Günter Obermüller vom HNKKJ hatte eine weitere Geschichte über eine nicht ganz legale Hirschjagd im Kanauer Holz dabei. Mit geschichtlichen Informationen über den Goldenen Steig ging es dann über Böhmzwiesel und Pilgramsberg in das Osterbachtal. Unzählige Frühlingsblüher hatten an diesem Tag bereits ihre Blütenkelche geöffnet, so dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge bereits reichlich Nahrung saugen konnten und die Wanderer reichlich Labsal für ihre Augen entdeckten. Dazu gab Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald fachliche Informationen zu den bereits in Blüce stehenden Saumgehölzen der Mittelgebirgsbäche. Wegen der sommerlichen Temperaturen haben sich offenbar die Engerlinge der Maikäfer bereits entwickelt und einer der ersten Maikäfer des Jahres konnte auf dem Strohhut von Hans Krottenthaler fotografiert werden (Bild 4). Im Blütenmeer des Osterbachtales (Bild 2) waren dann auch seltene Schmetterlinge zu beobachten, wie ein wunderschönder Trauermantel (Bild 3).

Veranstalter der beiden Wanderungen waren das HNKKJ e. V. Waldkirchen, die Kath. Erwachsenenbildung Freyung und der Naturpark Bayer. Wald.

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