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Donnerstag, Februar 29, 2024
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Neue Malteser Dienststelle in Freyung zieht positive Bilanz

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Das Feedback zur neuen Dienststelle ist nach dem ersten Jahr durchwegs positiv

Im vergangenen Jahr erfüllte sich ein großer Wunsch nicht nur der vielen ehrenamtlichen Malteser im Landkreis: Am 1. Februar wurde die neue Dienststelle in der Schraml-Passage eröffnet, im Beisein zahlreicher Gäste erhielt sie am 29. Juli durch Diözesanseelsorger Johannes B. Trum den kirchlichen Segen. „Das Feedback zur Dienststelle von allen Seiten ist als sehr erfreulich zu bewerten“, berichtet Dienststellenleiter Christoph Fuchs. „Von den ansässigen Behörden, Firmen und vor allem von den Menschen vor Ort bekomme ich regelmäßig positive Rückmeldungen zur Erreichbarkeit, zu den kurzen Weg zur Dienststelle und zum Service, den wir dadurch nun verstärkt bieten können.“

Eduard Schmid, Kreisbeauftragter für den Landkreis FRG, zieht eine ähnlich gute Bilanz: „Ich freue mich sehr, dass wir nun eine zentrale Anlaufstelle, sowohl für unsere Ehrenamtlichen, als auch für alle Interessierten an unseren Diensten haben. Die hauptamtliche Unterstützung zur Koordination vor Ort macht vieles, darunter auch meine eigene Arbeit um einiges angenehmer und einfacher.“

Der Höhepunkt des ersten Jahres war sicherlich die feierliche Segnung der Dienststelle, an der neben Vertretern aus Gesellschaft und Politik auch viele altgediente Malteser teilgenommen haben. Sie haben sich bei dieser Gelegenheit sehr rege über die Anfänge der Hilfsorganisation im Landkreis seit den Gruppengründungen in den 1970-er Jahren durch den heutigen Ausbildungsleiter in FRG Fritz Draxinger ausgetauscht und wussten so manch spannende oder lustige Anekdote zu erzählen.

Hohe Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen

Der Bereich der Erste-Hilfe-Ausbildung habe im vergangenen Jahr, auch dank der neuen Präsenz vor Ort sowie der Unterstützung durch die Diözesangeschäftsstelle in Passau, erneut eine erfreuliche Entwicklung erlebt. Die Anfragen nach Kursen seien weiter stark angestiegen und hätten aktuell sogar eine noch größere Nachfrage und auch eine höhere Auslastung als vor den Corona-Einschränkungen erreicht, berichtet Christoph Fuchs. „Besonders stolz sind wir auf verschiedene, federführend von Fritz Draxinger eigens entwickelte Kurskonzepte. Dadurch können wir nun noch individuellere Kursangebote beispielsweise für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und auch für junge Eltern anbieten“, erklärt der Dienststellenleiter, der auch von zahlreichen Besuchen von Mandatsträgern in den vergangenen Monaten berichten kann.

So waren schon MdB Thomas Erndl, MdL Max Gibis, Bezirksrat Heinz Pollak, Landrat Sebastian Gruber und auch der Freyunger Bürgermeister und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sowie der 2. Bürgermeister Heinz Lang an der Bahnhofstraße 12, um die Malteser zu besuchen. „Allesamt informierten sich vor Ort ausführlich über unsere Arbeit, lobten die gute Erreichbarkeit der Dienststelle und bedankten sich für das nicht wegzudenkende Engagement unserer Hilfsorganisation im Landkreis, wie sie betonten. MdL Gibis sagte beispielsweise: ‚Die Dienststelle hat eine tolle Lage und kann als exzellente Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger bei Fragen und Anliegen an die Malteser genutzt werden‘“, so Christoph Fuchs weiter.

Er erzählt von bereichernden tagtäglichen Begegnungen mit Menschen, die mit ihren Anliegen und Anfragen die Malteser aufsuchen würden, oder aber zufällig in der Dienststelle „stranden“, wie er es nennt. „So konnten wir schon so manches Mal schnell und unkompliziert bei verschiedensten Belangen weiterhelfen: sei es oftmals bei vergessenen FFP2-Masken für Besuche im gegenüberliegenden Krankenhaus, bei fehlendem Wechselgeld für die Parkplatzautomaten, Hilfegesuchen bei der Orientierung oder aber auch bei einer leeren Autobatterie.“ Ansonsten sei im ersten Jahr der Dienststelle natürlich auch der Krieg in der Ukraine prägend gewesen. „Auch mit Unterstützung unserer Ehrenamtlichen, den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis, Schulen und Firmen konnten wir insgesamt fünf Hilfsgütertransporte für das Kriegsgebiet und auch für die Erstaufnahmelager in Passau und im polnischen Toszek realisieren“, sagt der Dienststellenleiter, der sich auch für 2023 viel vorgenommen hat.

Pläne für 2023

So sollen die Dienste und Leistungen, nach denen speziell im Landkreis eine große Nachfrage besteht, noch mehr verstärkt werden, wie etwa Hilfen bei Einsamkeit und Altersarmut. „Hier im Besonderen mit unseren Ehrenamtlichen, die den Senioren entweder persönlich oder telefonisch Gesellschaft leisten, sie bei dem im Alter immer beschwerlicher werdenden Friedhofsbesuch begleiten und unterstützen oder auch durch unsere Spendengelder im Rahmen der Patenschaften im Menüservice und Hausnotruf, mit denen wir Bedürftigen eine warme Mahlzeit am Tag bzw. ein hohes Maß an Sicherheit ermöglichen“, betont Christoph Fuchs, der angesichts dieser so positiven Entwicklung der Freyunger Dienststelle mit viel Optimismus in die Zukunft blicken kann.

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