14.9 C
Hutthurm
Donnerstag, Mai 30, 2024

10 Jahre Technologiecampus Freyung

Lesestoff

„Startschuss für Aufschwung der Stadt“

Freyung. Am 23. September 2009 drückte der damalige Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch den symbolischen roten Knopf zum Startschuss einer Erfolgsgeschichte. In Kürze eröffnet die Hochschule den mittlerweile neunten und zehnten Campus. Das Modell wird inzwischen deutschlandweit kopiert.

Für Freyung war es ein Wendepunkt in der Stadtentwicklung, meinte Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich in seinem Grußwort, mit dem er die Jubiläumsfeier im Campus Freyung eröffnete. „Das Geld, das Freyung und der Landkreis damals investierte, war gut angelegt. Natürlich war es ein Risiko. Aber es hat sich zigfach gelohnt“, fuhr der Bürgermeister fort. Der jetzige Wissenschaftsminister Bernd Sibler wies darauf hin, dass es heute in ganz Bayern 26 Technologiecampus gibt. „Wir haben gezeigt, dass die Region nicht abgehängt, nicht vergessen ist. Wir wollen den ländlichen Raum entwickeln und das gelingt auf diese Weise. Wenn man heute Zukunft sehen will, muss man nur nach Freyung schauen“, fuhr der Minister fort. Landrat Sebastian Gruber ergänzte Olaf Heinrichs Worte mit dem Hinweis: „Der Technologiecampus hat den Glauben an die Region gestärkt. Wir sind zukunftsfähig.“

Hochschulpräsident Professor Peter Sperber würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Politik und Wirtschaft. Er betonte die drei Säulen, die zum Erfolg eines Campus führen. Ein guter Leiter, eine Hochschulverwaltung, die mitspielt und Kommunen, die sich nicht nur finanziell engagieren. Er wies aber darauf hin, dass wohl mit dem zehnten Campus Schluss sei, denn mehr wäre der Hochschule nicht möglich.

Die Unterstützung des Campus erfolgt zusätzlich durch den Förderverein, dessen Vorsitzender Erwin Knott kurz aufzeigte, was der Verein in den vergangenen Jahren zugunsten des Campus in finanzieller Hinsicht bewirken konnte. Campusleiter Prof. Wolfgang Dorner sprach anschließend über den aktuellen Stand des Campus. Mit 30 Mitarbeitern und einigen Studenten in den Fachbereichen Bionik, Geoinformatik, eingebettete Systeme, Kommunikation und Software sei das ursprüngliche Ziel übertroffen. Die Freyunger Forscher bekamen bereits zahlreiche Preise und sind in der ganzen Welt unterwegs.

Wichtig sind auch die derzeit sieben grenzübergreifenden Projekte mit Tschechien. Natürlich gehören lokale Projekte genauso dazu. Mit 30 Prozent Frauenanteil gäbe es bei der Frauenquote keine Probleme. Von vier Doktoranden seien drei weiblich.

Für die musikalische Umrahung der Feier sorgte das Klarinettenensemble aus Prachatice. Am Nachmittag präsentierte der Campus seinen Besuchern mit einem Tag der offenen Tür einen Einblick in die Vielfalt seiner Arbeiten. Die zahlreichen Ehrengäste des Festaktes konnten sich schon vorher anhand der Schautalfen im Foyer einen Eindruck verschaffen.

- Werbung-

More articles

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

- Anzeige -

Letzte Beiträge