Den Bogen nicht überspannen!

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    MdL Taubeneder: 2GPlus-Regelung in der Gastronomie gefährdet viele Wirtshäuser

    Otterskirchen. Am vergangenen Freitag-Nachmittag hat die Bund-Länder-Konferenz unter anderem die Einführung der 2GPlus-Regelung in der Gastronomie beschlossen. Zuletzt zeigte sich die Bayerische Staatsregierung jedoch zurückhaltend und skeptisch, ob diese Regelung wirklich sinnvoll sei und will am Dienstag (11.01.) über die Umsetzung in Bayern beraten – ein weiterer bayerischer Sonderweg scheint nicht ausgeschlossen. Auch bei dem örtlichen CSU-Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder stößt diese Skepsis gegenüber 2GPlus auf Zustimmung; man dürfe den Bogen nicht überspannen, so der Landtagsabgeordnete. 2GPlus in der Gastronomie sei wenig sinnvoll und gefährde zahlreiche Wirtshäuser in ihrer Existenz.

    Der Erlass weiterer Verschärfungen freiheitseinschränkender Maßnahmen müsse stets gleichermaßen notwendig wie verhältnismäßig sein, so Taubeneder. Im Falle der 2GPlus-Regelung für die Gastronomie ist dies aus Sicht des Otterskirchner Gastwirts Hans Seidl nicht der Fall; so wäre diese Regelung den Gästen nur schwer zu vermitteln und in der praktischen Umsetzung problembehaftet: „2GPlus könnte den Anfang vom Ende für zahlreiche Betriebe darstellen“, zeigt sich Seidl im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten besorgt. Auch Taubeneder sieht die Testerfordernis im gastronomischen Bereich kritisch: „Hier steht ohne erkennbare Notwendigkeit in zahlreichen Dörfern ein Stück der eigenen Identität auf dem Spiel.“ Schließlich stehe die Gastronomie – auch dank umfassender Hygienemaßnahmen und bewährter Schutzkonzepte – nicht in Verdacht, ein großer Infektionstreiber zu sein.

    So würden gerade Dorfwirtshäuser, die in ihrem jeweiligen Ort auch eine zentrale und soziale Funktion erfüllen, stark unter der 2GPlus-Regelung leiden. Oftmals – so auch in Otterskirchen – befindet sich keine Testmöglichkeit vor Ort. Wer also ins örtliche Wirtshaus gehen will, müsste bei Einführung der 2GPlus-Regelung zuvor zum Testzentrum in die nächste Stadt fahren, weshalb nicht wenige Besucher den lokalen Gaststätten fernbleiben dürften. So hätte dies für die Betriebe gravierende Auswirkungen: Nicht nur müsse man weitere wirtschaftliche Einbußen befürchten, sondern auch eine weitere Abwanderung von Arbeitskräften, ist Gastwirt Seidl besorgt.

    So hat sich nun MdL Walter Taubeneder bereits an Ministerpräsident Söder gewandt und hofft, dass die Staatsregierung die 2GPlus-Regelung in der Gastronomie nicht umsetzen wird: „Gute Gründe sprechen gegen 2GPlus; die fehlende Notwendigkeit, die daraus resultierenden Problemstellungen für die Betriebe und nicht zuletzt die Tatsache, dass die große Mehrheit der Menschen ohnehin überaus vorsichtig und vernünftig agiert.“

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