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    Virtueller Austausch zur gemeinsamen Vermarktung des UNESCO-Weltkulturerbes „Nasser Limes“

    CSU-Landtagsabgeordnete Taubeneder und Waschler tauschen sich mit Tourismusexperten und Mandatsträgern aus Niederbayern und Oberösterreich sowie Vertretern der Universitäten Passau und Regensburg aus

    Niederbayern / Oberösterreich. Es galt, gemeinsam Impulse zur gemeinsamen und grenzübergreifenden Vermarktung des Weltkulturerbes „Nasser Limes“ auszutauschen. Aus dieser Intension heraus haben die beiden CSU-Landtagsabgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler zur digitalen Konferenz geladen – mit regem Interesse: Mandatsträger, Tourismusexperten aus Stadt und Landkreis Passau, von ‚drent und herent‘ sowie Vertreter der Universitäten Passau und Regensburg hatten sich zugeschalten.

    „Bereits im Jahr 2005 konnte, gemeinsam mit den damaligen Kollegen Spaenle und Wägemann, mit einem parlamentarischen Antrag aus der CSU-Fraktion heraus die Initiative angestoßen werden, den niederbayerischen Raum mit dem angrezenden Oberösterreich entlang der Donau als Weltkulturerbe in den Blick zu nehmen“, startete MdL Waschler mit einer kleinen Präsentation in den Austausch.

    Seitdem habe sich einiges bewegt: Der „Nasse Limes“ ist heuer endlich unter großer gemeinsamer Kraftanstrengung in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbstätten aufgenommen worden. Mit drei Anlagen ist zum Beispiel die Stadt Passau dabei: Den Römischen Hinterlassenschaften im Bereich Kloster Niedernburg, dem Spätrömischen Kastell Boiotro und dem Spätrömischen Wachturm in Passau-Haibach. Die Donau bildet von der Kelheimer Region aus bis zur Landkreis- und Staatsgrenze in Jochenstein in Niederbayern, bis hin nach Oberösterreich den Verlauf des Nassen Limes ab.

    Unter Einbeziehung der Tourismusexperten aus Oberösterreich habe man aus einem letzten Treffen heraus bereits erste Vorschläge zur gemeinsamen Vermarktung des „Nassen Limes“ an Oberbürgermeister Jürgen Dupper übermittelt. „Anzudenken ist eine Sonderausstellung im Römerkastell Boiotro, die Einbeziehung von Tourismusexperten von weiteren betroffenen Städten wie Kelheim, Regensburg oder Straubing, eine INTERREG-Initiative zwischen der Oberpfalz, Niederbayern und Oberösterreich, die Verwirklichung einzelner Teilprojekte vor Ort sowie eine Kooperation zwischen Fachstellen der Universitäten Passau und Regensburg“, erläuterte MdL Waschler erste Vorhaben.

    Kleinere Einzelmaßnahmen, wie eine Beschilderung als Welterbestätte, Infostationen oder auch der Neubau eines Wehrturms als Ausstellungsfläche am Boiotro-Areal in der Stadt Passau, wie eine Optimierung der Donau-Radwegesituation und die Einbindung des Donaumuseums in Obernzell im Landkreis Passau seien teilweise schon in den einschlägigen Haushalten verankert beziehungsweise angedacht. „Und wenn weitere Ideen da sind, ist es unsere Aufgabe als Landtagsabgeordnete, diese jetzt und gemeinsam nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen“, so Waschler gegenüber den Teilnehmenden der Expertenrunde.

    „Wir haben mal zu Bayern gehört und die geschichtliche Historie verbindet uns schon immer. Umso wichtiger ist dieser gemeinsame Gedankenaustausch. Die Ernennung zum Weltkulturerbe ist eine große Chance für uns gemeinsam, um unsere Verbindung aufrecht zu erhalten“, betont Barbara Tausch, ÖVP-Bundesrätin aus Oberösterreich. Es sei jedoch wichtig, die Menschen aus ihrem Alltag heraus an die Materie heranzuführen und geschichtliche Impulse an die Hand zu geben. Auch Werner Lang, Vertreter der Stadt Passau fügte an: „Der Titel allein ist es eben nicht. Wir brauchen Projekte, die wir den Menschen, die hier leben und die zu uns kommen, zeigen können.“

    Prof. Malte Rehbein und Prof. Christina Hansen von der Universität Passau boten eine wissenschaftliche Begleitung von Projekten hinsichtlich der gemeinsamen Vermarktung des UNESCO-Weltkulturerbes an und auch Franz Schad von der Uni Regensburg betonte: „Wir unterstützen gerne, wo wir können.“

    Als ehemaliger Landtagspräsident von Oberösterreich war es Friedrich Bernhofer ein wichtiges Anliegen, in diesem Zusammenhang auch das grenzübergreifende Projekt eines geschlossenen Donauradwegs zwischen Passau und Schlögen zu thematisieren. Auf österreichischer Seite habe man das Potential des Weltkulturerbes bereits erkannt und zielt auf einen abschließenden Rundweg am Donauradweg auf beiden Ufern unter Einbindung der drei verifizierten Weltkulturerbe-Stationen in Passau, Engelhartszell und Schlögen und Attraktionen in der Region, wie unter anderem das Römermuseum im Römerkastell Boiotro in Passau, die künftige Donauausstellung im Schloss Obernzell, das Haus am Strom in Jochenstein oder das Schütz-Art-Museum in Engelhartszell ab: „Wir arbeiten schon seit knapp 40 Jahren auf eine durchgängige Verbindung hin, einen Rundweg zwischen Passau und der Schlögener Schlinge“, erläuterte Bernhhofer.

    Allgemein zeigte sich der virtuelle Austausch als wertvolle Absprache zum weiteren Vorgehen auf dem Weg einer optimierten Vermarktung des neu gewonnenen Weltkulturerbe-Status. „Danke für die Teilnahme und den Ideenreichtum aus dieser Runde heraus“, so MdL Waschler abschließend – man werde eine solche Runde natürlich weiterführen.

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