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Freitag, April 12, 2024

Bürgermeister waren zu Gast bei der Polizeistation Waldkirchen

Lesestoff

Waldkirchen. Auch in diesem Jahr trafen sich die Bürgermeister der Stadt Waldkirchen, Herr Max Ertl, der Gemeinde Neureichenau, Herr Walter Bermann, der Gemeinde Jandelsbrunn, Herr Roland Freund und der Gemeinde Haidmühle, Frau Margot Fenzl, mit dem Inspektionsleiter der PI Freyung, Herr POR Michael Krickl und der Stationsleiterin der Polizeistation Waldkirchen, Frau PHKin Andrea Schreiner, zum alljährlichen Sicherheitsgespräch bei der Polizeistation Waldkirchen.

POR Krickl stellte den Sicherheitsbericht 2016 für den Dienstbereich der Polizeiinspektion (PI) Freyung einschließlich der nachgeordneten Polizeistation vor. Detailliert wurde dann auf die vier Gemeinden Waldkirchen, Neureichenau, Jandelsbrunn und Haidmühle eingegangen. „Wir leben nach wie vor im sichersten Landkreis in ganz Niederbayern, ja, ich möchte sagen, in einem der sichersten in ganz Bayern“, nahm er das Ergebnis des Gesprächs vorweg.

Entgegen dem Bayern- und Neiderbayern-Trend sank die Anzahl der Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Waldkirchen erneut leicht, auf nun insgesamt 569 Taten. Die sehr hohe Aufklärungsquote, die weit über dem bayerischen Schnitt liegt, konnte mit 76,3% fast auf Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Näher betrachtet POR Krickl unter anderem den Bereich der Rauschgiftkriminalität. Hier konnte im Jahr 2016 eine Verdoppelung der aufgeklärten Delikte im Vergleich zum Jahr 2015 erreicht werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein massiver Anstieg bei Rauschgifttaten zu verzeichnen ist, sondern dass das Dunkelfeld durch verstärkte Kontrollen etwas besser aufgehellt werden konnte. Der Bereich der Rauschgiftkriminalität weist gegenüber anderen Deliktsbereichen einen sehr hohen Anteil an nicht entdeckten Taten – der sogenannten Dunkelziffer – auf.
Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung bei Diebstahlkriminalität, wozu auch der Einbruchdiebstahl und insbesondere der Wohnungseinbruchdiebstahl zählen. Seit mehreren geklärten Einbruchserien in den Vorjahren hat sich dieser Deliktsbereich kontinuierlich nach unten bewegt und ist nun auf dem tiefsten Stand seit Jahren.

Auch die Unfallzahlen in den vier Gemeinden sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, auf inssgesamt 463, dabei wurden 89 Personen verletzt. Schwer verletzt waren dabei nur 20 Personen (27 im Vorjahr) und glücklicherweise wurde keine Person tödlich verletzt (3 im Vorjahr).

Die Stationsleiterin ging im Anschluss auf einige einzelne Delikte und Phänomene ein, die im letzten Jahr die Polizei Waldkirchen beschäftigte. „32 Gräber wurden durch einen Einzeltäter, der zu viel Alkohol getrunken hatte, zum Teil schwer beschädigt. Der entstandene Sachschaden war dabei nicht sehr hoch, allerdings führte die Tat mit Recht zu großer Beunruhigung in der Bevölkerung. Sich an Gräbern zu vergreifen, ist nicht mit der Beschädigung eines Fahrzeuges zu vergleichen. Das sieht auch der Gesetzgeber so und hat aus diesem Grund einen eigenen Straftatbestand eingeführt – die Störung der Totenruhe. Zunächst war keinerlei Ermittlungsansatz vorhanden, aber eine sehr intensive Ermittlungsarbeit führte letztendlich dazu, dass der Täter gefasst werden konnte – ein alkoholisierter junger Mann, der auf dem Nachhauseweg in sein Hotelzimmer aus reiner Dummheit, wie er selbst sagte, diese Straftat verübte.

Insgesamt gesehen werden viele Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität, wozu auch die geschilderte Sachbeschädigung gehört, aber auch Körperverletzungen unter Alkoholeinfluss begangen. Natürlich auch im Straßenverkehr kann zu viel Alkohol fatale Folgen haben. Immer noch passieren schwerste Verkehrsunfälle aufgrund der Alkoholisierung des Fahrzeugführers. Deshalb wurden auch zahlreiche Alkoholkontrollen durchgeführt und Fahrzeugführer zur Anzeige gebracht. Allerdings wurden fast genauso viele Schlüssel den Fahrern präventiv, vor Antritt der Fahrt, abgenommen, um eine Trunkenheitsfahrt zu verhindern. Eine präventive Schlüsselsicherstellung führt nicht zu einer Anzeige, allerdings erhält der „Fahrer“ ein Schreiben von der Polizei, in dem erklärt wird, was eine Trunkenheitsfahrt für Folgen gehabt hätte oder haben könnte.

Abschließend wurde von allen Gesprächsteilnehmern festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Polizei hervorragend läuft und dass das gemeinsame Ziel – die Sicherheit der Bürger – nur dadurch in so hohem Maße gewährleistet werden kann.

Max Ertl sprach als Schlusswort der Waldkirchner Polizei seinen herzlichen Dank für die geleistete Arbeit aus, verbunden mit der Zusage, dass von Seiten der Stadt und der Politik auch in Zukunft vollste Unterstützung zu erwarten sei. Seinen Worten schlossen sich Frau Margot Fenzl, Herr Roland Freund und Herr Walter Bermann gerne an.

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