Auf der Spur von nachhaltigen Möbeln

(Quelle: label-online.de)

Cradle to Cradle und Ökodesign im Fokus

Angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der wachsenden Müllberge sind nicht nur die Umweltbelastungen durch den unmittelbaren Gebrauch unserer Alltagsprodukte von Bedeutung, sondern die Umweltbelastungen, die über den gesamten Lebensweg eines Produktes hinweg entstehen.

Zur Gestaltung nachhaltiger Alltagsprodukte, wie beispielsweise Möbel, verbessern die Hersteller bereits bei der Produktplanung das Design, um die Umweltauswirkungen zu minimieren. Begriffe wie Ökodesign, Ecodesign oder sustainable Design kommen hier zum Einsatz. Rechtliche Bestimmungen finden sich dazu in der EU-Ökodesign-Richtlinie von 2021. Das Prinzip Cradle to Cradle (C-2-C, „Von der Wiege zur Wiege“) ergänzt die Beurteilung der Nachhaltigkeit um den Aspekt der Wiederverwertung anstelle der Entsorgung des Produkts nach Ablauf seiner Nutzungsdauer.

Verbraucher:innen bestimmen bereits bei der Anschaffung von Möbeln und Inventar für Haus und Garten mit, wie nachhaltig sie konsumieren, weiß Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VerbraucherSchutz Bayern. Auswahlkriterien für nachhaltige Möbel und andere Produkte sind

  • die Verwendung von Materialien mit guter Ökobilanz (z.B. heimische, nachhaltig bewirtschaftete Wälder)
  • Haltbarkeit, Reparaturfreundlichkeit und Multifunktionalität (robuste Formen und Materialien, vielfältig verwendbares Design)
  • verwendete Verpackungsmaterialien (Karton verrotet schneller als Kunststoff)
  • kurze Transportwege (regionale Produkte)
  • Produktion unter sozialgerechten Arbeitsbedingungen (faire Löhne, keine Kinderarbeit)
  • Recyclingfähigkeit nach Ablauf der Nutzungsdauer (gut zu trennende Materialien)

Siegel erleichtern das Auffinden nachhaltiger Produkte. Einen Überblick gibt es unter https://label-online.de/.