(v.l.) Pflegedirektorin Margit Schuster, Simon Schönbrunner und EBZ-Stationsleiterin Luise Resch-Veit halten das Zertifikat bereits in Händen! (Foto: Stefanie Starke)

„Angehörigenfreundliche Intensivstation“ – EBZ zertifiziert!

Vorreiterrolle des Eltern-Baby- und Familienzentrums erneut bestätigt

Niederbayern/Passau. „Schön ist vor allem, dass die Entscheidung, sich an dieser Initiative zu beteiligen, direkt aus dem Team gekommen ist. Was auch zeigt, wie sehr unsere Mitarbeiter hinter dem stehen, was sie tagtäglich leisten“, ist Pflegedirektorin Margit Schuster auch ein wenig stolz auf das druckfrisch ausgestellte Zertifikat zur „Angehörigenfreundlichen Intensivstation“.

Simon Schönbrunner war auf die Initiative des Pflege e.V. aufmerksam geworden und hat das Eltern-Baby- und Familienzentrum (EBZ) in den Anforderungen und Kriterien an eine sogenannte „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ sofort wiedergefunden. „Warum sich nicht bescheinigen lassen, was man kann und ist“, dachte sich Schönbrunner. „Wir haben hier in der Kinderklinik längst erkannt, dass die Einbeziehung von Angehörigen, Freunden und vertrauten Menschen wesentlich zur Genesung von Patienten beiträgt, die aufgrund ihres kritischen Gesundheitszustandes auf der Intensivstation behandelt werden – das ist der Grundgedanke des EBZ“, so auch EBZ-Stationsleiterin Luise Resch-Veit.

Schon seit Jahren versteht man in der Kinderklinik Dritter Orden Passau den Besuch von Eltern und Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes, der entscheidend zur schnellen Genesung der Patienten beiträgt. „In dieser Sache würde ich unser Haus deutschland- und europaweit sogar als Vorreiter bezeichnen“, so auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Matthias Keller. So sind – auch in der Corona-Pandemie – die Besuchsregelungen für Eltern der Intensivstation höchst flexibel gehalten und richten sich vor allem nach den Bedürfnissen der Patienten und deren Angehörigen – „Denn Eltern sind Eltern und keine Besucher!“

„Wir haben alle Voraussetzungen bestens erfüllt und so halten wir die Zertifizierung nun in unseren Händen“, freut sich Margit Schuster. Noch immer sei es nicht selbstverständlich oder gar üblich, dass auf Neugeborenen-Intensivstationen die Familien in die Behandlung und Versorgung der Frühgeborenen und kranken Neugeborenen voll umfänglich eingebunden werden. „Wir sind immer noch eine Ausnahme, was sehr schade ist. Es macht uns jedoch stolz, dass wir durch das Antreiben unseres Chefarztes schon vor Jahren bereit waren, einen anderen, neuen Weg der Behandlung einzuschlagen – gemeinsam mit den Familien“, so Schuster weiter.

Für die nächsten drei Jahre darf das EBZ damit auch das Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ des Pflege e.V. tragen!

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