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    Mit dem Pablo Held Trio und Chanda Rules Gospel-Jazzweihnacht

    (von Tobias Schmidt)

    Passau. Was bewunderte man dereinst den jungen Mittzwanziger Pablo Held (p) und seine beiden Mitstreiter Jonas Burgwinkel (dr) und Robert Landfermann (db) für ihr flüssig-schlüssiges Aufeinanderhören beim Livespiel. Zuhörer berichteten von einer spontan entwickelten Energie bei den Jazzkonzerten des Mitte in Köln zusammengefundenen Trios wie bei den „großen alten Kammerjazz-Hasen“. Zehn Jahre ist das schon wieder her, und im an Klaviertrios nicht unbedingt armen zeitgenössischen Jazz hat sich das Pablo Held Trio zu einem echten „household name“ entwickelt.

    Absolute Kohäsion, Aufeinander-Eingespieltsein trifft permanentes kreatives Austesten musikalischer Ideen. Wie diese widerstreitenden Ansätze so wunderbaren zusammen passen? Keine Ahnung. Vermutlich ist diese Stammformation Burgwinkels und Landfermanns – mithin die wohl beste (und bestgebuchte) derzeitige deutsche Jazzrhythmusgruppe – diejenige, bei der sich Schlagzeug und Bass in maximaler Zurückhaltung üben, nur um ihrem Leader an der richtigen Stelle nie den kompositorischen Schneid aber eben den Glanz des Solisten zugunsten eines einfach wahnsinnig guten Bandsounds abzukaufen. Meditativ, gesanglich, rhythmisch vertrackt – diese drei können alles. Am Montag, 6. Dezember 2021 ist das Pablo Held Trio ab 20 Uhr live im Passauer Café Museum zu erleben.

    (v.l.) Jan Kořínek, Paul Zauhner und Chanda Rule (Foto: Schmidt)

    Der dortige Programmkurator Paul Zauner lädt am Freitag, 10. Dezember um 19 Uhr ins Gotische Langhaus von Kloster Niedernburg zur Jazzweihnacht mit Gospel, Blues und Spirituals. Dargebracht von Zauner an der Posaune, Hammond Organist Jan Kořínek aus Prag und Sängerin Chanda Rule. Sie stammt aus Chicago, ist auch ausgebildete Predigerin, tourte mit den Harlem Gospel Singers, lehrt im Rahmen von Musikwerkstätten seit Jahren in Oberösterrreich und lebt mittlerweile in Wien. Vor zwei Jahren veröffentlichte sie mit „Hold On“ ein Album mit Spirituals, deren Liedtexte sie neu und bisweilen nur bei bewusstem Zuhören merkbar bearbeitete, „weil uns heute diese Lieder erneut stützen und durch neue (schwierige) Zeiten geleiten“. Einige davon wird sie auch bei dieser Jazzweihnacht zu Gehör bringen. Und einmal mehr singend klar stellen, dass das sehnliche Warten auf das Kommen des christlichen Heils in der Adventszeit immer wieder eine ganz und gar gegenwärtige Angelegenheit ist.

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