20 Jahre Senioren- und Krankenbesuchsdienst St. Michael Röhrnbach

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    Unter dem Motto „Gutes tun in Christi Namen“ wurde am 25. März 1997 der Senioren- und Krankenbesuchsdienst St. Michael durch den Kath. Frauenbund in Röhrnbach gegründet. Katharina Gutsmiedl und Sieglinde Czegenyi haben seither die Leitung inne und ein Team von durchschnittlich 35 Frauen und Männern arbeiten mit und besuchen aktuell ca. 120 alte, kranke, einsame oder behinderte Pfarrangehörigen, die nicht mehr so leicht die häusliche Umgebung verlassen können, in den Seniorenheimen wohnen oder in den Krankenhäusern liegen. Mittlerweile gibt es auch eine feste Gruppe, die im Seniorenwohnheim Rosenium in Röhrnbach einsame Menschen besucht, die keine Angehörigen in der Nähe haben.
    Deshalb war es den beiden Gründerinnen auch ein großes Anliegen, gerade diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die Unterstützer zu dieser besonderen „Geburtstagsfeier“ in das Gasthaus Eibl zum Frühstücksbunch einzuladen.

    Berta Knab (links) und Brunhilde Sammer: Berta Knab hat in einem Gedicht ihre Eindrücke als Besucherin geschildert und Brunhilde Sammer ist die unermüdliche ‚Krapfenbäckerin‘ (Foto: Elisabeth Lorenz)

    Katharina Gutsmiedl, die auch Markträtin und Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde ist, freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt sind. Ihr besonderer Gruß galt 2. Bürgermeister Josef Scholler als Vertreter der Marktgemeinde, 1. Vorstand Alfons Hausruckinger vom Gartenbauvereins, 1. Vorstand Hans Krottenthaler vom Kulturverein, 1. Vorstand Franz Baumgartner vom Pfarrgemeinderat, KDFB-Vorsitzende Edith Kelnberger, FU-Vorsitzende und Markträtin Elfriede Kittl sowie Wolfgang Meindl von der Siedlergemeinschaft „Stelzen“ und Gottfried Putz, denn sowohl von der Marktgemeinde als auch von zahlreichen Vereinen, Firmen und den örtlichen Banken erfährt der Senioren- und Krankenbesuchsdienst immer wieder finanzielle Unterstützung. Besonders begrüßte Katharina Gutsmiedl auch die beiden Leiterinnen des Nachbarbesuchsdienstes St. Josef aus Kumreut, Johanna Zellner und Marille Neubauer.
    Im Gedenken an alle Verstorbenen und ganz besonders an die Mitarbeiter Reserl Süß, Klara Königseder, Katharina Kronawitter und dem ehemaligen Pfarrer Martin Schreiner erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute.

    „An Ostern und im Advent besuchen wir die Senioren und laden sie außerdem immer zum Krankengottesdienst mit Krankensalbung in die Pfarrkirche und anschließend in das Pfarrheim ein, wo sie bewirtet werden. Zu diesem Treffen hat uns Brunhilde Sammer schon viele Jahre immer frische Krapfen gebacken, wofür wir ihr herzlich danken! Beim letzten Krankengottesdienst, bei dem der Kirchenchor die Waidlermesse gesungen hat, haben wir erstmals nach dem Gottesdienst zu einem Weißwurstfrühstück eingeladen und auch das wurde sehr gut angenommen. Im Pfarrheim haben wir gemeinsam alte, schon fast vergessene Lieder gesungen und den Pfarrangehörigen eine große Freude damit bereitet und mit großer Dankbarkeit werden wir jedes Jahr ihnen dafür belohnt.
    Zusätzlich werden durch den Besuchsdienst im 14tägigen Rhythmus alle Pfarrangehörigen in den Krankenhäusern Waldkirchen und Freyung besucht“ erzählte Sieglinde Czegenyi und sie berichtete auch, warum ihr dieses Ehrenamt so viel Freude bereitet: „Ein gutes Gespräch, ein Händedruck, Trost, einfach nur Zuhören und Mitgefühl und ein Lächeln – mehr braucht es oft nicht, um die Besuchten glücklich zu machen. Natürlich bringen wir auch kleine Präsente mit wie z.B. Osterkerzen oder Blumen. Diese Geschenke finanzieren wir ausschließlich über Spenden. Hierfür bedanken wir uns bei allen Vereinen und Verbänden sowie bei allen Firmen und Privatpersonen für die gewährte Unterstützung!“
    Einmal jährlich treffen sich die Mitglieder des Besuchsdienstes zum Erfahrungsaustausch und zur Erneuerung der Besucherliste, aber auch, um neue Mitglieder willkommen zu heißen. Zusammen mit dem Besuchsdienst St. Josef aus Kumreut wurde zu verschiedenen Vorträgen wie z.B. über den Hospizverein, Patientenverfügung, Umgang mit der Trauer oder Sterbebegleitung eingeladen.
    Mit Blumen bedankten sich Katharina Gutsmiedl und Sieglinde Czegenyi bei den „Krankenhaus-Besucherinnen“ Vevi Ambros, Gisela Denk und Roswitha Klauser. Viel Applaus gab es für das tiefsinnige Gedicht von Berta Knab, die darin sehr anrührend das Wirken des Besuchsdienstes aus der Sicht einer Besuchenden schilderte.
    Anschließend öffnete der Besuchsdienst sein „Fotoalbum“ und zeigte viele Bilder aus den vergangenen 20 Jahren, was bei vielen Erinnerungen an liebe Angehörige weckte, die mittlerweile schon verstorben sind.
    2. Bürgermeister Josef Scholler überbrachte die Grüße der Marktgemeinde und überreichte auch eine Geldspende. Er zeigte sich sehr angetan und auch überrascht, was diese Gruppe an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern seit so langer Zeit „gutes Tun in Christi Namen“.

    (von links) Sieglinde Czegenyi, PGR-Vors. Franz Baumgartner und Katharina Gutsmiedl, die 500 Euro aus dem Erlös der Faschingsparty überreicht bekamen (Foto: Elisabeth Lorenz)

    Pfarrgemeinderatsvorsitzender Franz Baumgartner freute sich, dass er aus dem Erlös der diesjährigen Faschingsparty im Pfarrheim eine Spende in Höhe von 500 Euro an den Besuchsdienst überreichen konnte. Auch Elfriede Kittl überreichte im Namen der Frauenunion eine Geldspende in Höhe von 200 Euro und Antonia Eiter wurde von einer Gruppe „junger Männer“, die anonym bleiben möchten, gebeten, einen Betrag von 400 Euro auszuhändigen.
    Doch nicht nur über die großzügige finanzielle Unterstützung freuten sich die beiden Leiterinnen, sondern auch darüber, dass künftig Elfriede Kittl sich dem Besuchsdienst anschließen wird. Wer Zeit und Lust hat, ebenfalls mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen und kann sich bei Katharina Gutsmiedl (08582 8142) oder Sieglinde Czegenyi (08582 914451) melden.

    (Titelbild, von links: Katharina Gutsmiedl, Vevi Ambros, Roswitha Klauser, Gisela Denk und Sieglinde Czegenyi – Foto: Elisabeth Lorenz)

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